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Teufelsgraben EarthCache

Hidden : 4/4/2013
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   not chosen (not chosen)

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Geocache Description:


Zwischen Illhof und Oedhof/Benzendorf befindet sich ein wenig bekanntes Geotop:

Der Lias-Aufschluss im Teufelsgraben


Laut Geotop-Kataster hat dieses Geotop die Nr. 572A005 und wird als wertvoll eingestuft.


Wegbeschreibung:

Auf der Straße zwischen Illhof und Benzendorf gelangt man in eine bewaldete Senke. Der „Teufelsgraben“ fließt hier an der tiefsten Stelle hindurch. In beide Richtungen von der Straße aus gesehen schneidet sich der Bach in den Lias δ (delta) und den Lias ε (epsilon). Interessant wird es Richtung Osten, also bachaufwärts.

Geologie:


Im Teufelsgraben sind die Gesteine des Lias δ (Posidonienschichten) und darunter Lias ε (Amaltheenton) aufgeschlossen. Die überwiegend aus Tonsteinen bestehende Abfolge enthält kalkige und mergelige Lagen und Knollen. Die Posidonienschichten werden überwiegend aus kalkigen Tonsteinen (Mergel) aufgebaut (N.B. geologisch gesehen ist der Posidonienschiefer kein Schiefer, sondern Sedimentgestein, das allerdings gut in Schichten spaltbar ist. Die Bezeichnung Posidonienschiefer geht auf die Muschel "Posidonomya bronni" zurück, die in ihm besonders zahlreich gefunden wurde. Gelegentlich wird das Gestein auch als Ölschiefer bezeichnet.).

Ammoniten:

Der Teufelsgraben gilt bei Kennern bereits seit vielen Jahren als Fundort für Fossilien. Typisch für den Lias δ in Oberfranken sind artenarme, jedoch vergleichsweise fossilienreiche Tonmergelschiefer mit reichlich Toneisensteingeoden und einzelnen Phosphoritlagen. Durch den Bach wird immer wieder neues Material freigelegt, so dass ständig neue Funde möglich sind. Ganz überwiegend finden sich Ammoniten der Art Pleuroceras spinatum (siehe Bild, unsere eigenen Funde!, Durchmesser ca. 3-5 cm), oftmals in Toneisensteingeoden.


Am Teufelsgraben gibt es keinerlei Hinweisschilder, deshalb sind die Aufgaben vor Ort eher einfach (1.+2.) und im Internet oder in der Fachliteratur zu recherchieren (3.+4.).


Aufgaben:

  1. An vielen Stellen entlang des Bachs tritt Posidonienschiefer zu Tage. Beschreibt die Farbe und die Beschaffenheit dieses Schiefergesteins. Wie mächtig ist an dieser Stelle diese sichtbare Schicht?
  2. Überall liegen Knollen (Toneisensteingeoden) im Bachbett oder stecken im Hang. Wie groß sind diese im Durchschnitt?
  3. Welcher Begriff für "Lias" wird heute im allgemeinen verwendet? (zwei Wörter)
  4. Nach der Quenstedtschen Gliederung spricht man von Lias δ und ε. Wie aber lauten hierzu die internationalen Bezeichnungen?

Sendet die Antworten per Mail an mich. Ihr könnt aber bereits gleich loggen. Sollte es Probleme mit den Antworten geben, melde ich mich.

Schön wäre es, wenn ihr ein Bild von euch mit dem Teufelsgraben im Hintergrund macht. Dies ist natürlich wie immer bei einem Earthcache freiwillig!



Und noch ein Hinweis zum Schluss: Verhaltet euch unauffällig, geht nicht nachts dorthin (Hochsitze!), schont die Umwelt und die Tierwelt, indem ihr so wenig wie möglich querfeldein marschiert. Festes Schuhwerk oder besser gleich Gummistiefel sind sicherlich anzuraten. Dann macht es auch mehr Spaß! Ich empfehle die Mitnahme von zwei Tüten: eine für eure Funde, eine für den leider auch hier anzutreffenden Müll (Mini-CITO?). Danke!





Literatur:
- Bernt Schröder: Fränkische Schweiz und Vorland. - (Sammlung Geologischer Führer, 50). 3. Auflage, Stuttgart 1978.

Additional Hints (No hints available.)