
Ruchheim liegt in der Oberrheinischen Tiefebene, die durch den Odenwald vor kalten Ostwinden und durch den Pfälzerwald vor stürmischen Westwinden geschützt ist. Deshalb wehen hier hauptsächlich Winde aus Norden und Süden. Am häufigsten sind die Winde aus Südwesten. Dadurch gehört die Gegend zu einer der regenärmsten Regionen in Deutschland. Die mittlere Jahrestemperatur liegt bei etwa 10 °C.
Durch die Lage westlich von Ludwigshafen bleibt Ruchheim von den Industrieabgasen der Stadt Ludwigshafen weitgehend verschont. So sagt auch ein alter Spruch: „Zwei Stunden vom Gebirg und zwei Stunden vom Rhein ist gut sein.“
Zur Schreibweise des Namens gibt es eine gerne erzählte Anekdote aus dem Jahr 1972, in dem der SPD-Ortsverein im Saal Zum Schwanen sein 70. Gründungsfest feierte. Auf der Bühne stand in großen roten Styroporbuchstaben:
„70 Jahre SPD Ruchheim“
Da kam der Hauswirt Kurt Gerhardt in den Saal und schimpfte:
„Was habt dann Ihr g'schafft? Seit wann schreibt mer dann Ruchem mit zwä 'h'?“
Die Frage stürzte die ganze Versammlung in Verwirrung und alle Genossen fingen an zu buchstabieren. Keiner war sich mehr sicher, wie der Ortsname richtig geschrieben würde. So griffen sie zum Telefonbuch und stellten erleichtert fest, dass sie Ruchheim doch richtig geschrieben hatten.
Vor dem Schloss steht ein Brunnen, der an den 1879 in Ruchheim geborenen Paul Münch erinnert, der bis heute der populärste Heimatdichter der Pfalz ist.