Biomassekraftwerk Hall in Tirol
Projekt
Biomassekraftwerk Hall in Tirol
Kunde
Stadtwerke Hall in Tirol GmbH
Land
Österreich
Zeitraum
2003-2005
Komplette Planungs- und Beratungsleistungen sowie Bauaufsicht für die Errichtung eines Biomasseheizkraftwerks (1 MWel, 27 MWth) mit Kraftwärmekopplung, eines Lagerplatzes inkl. Gleisanschluss sowie einer Lagerhalle für Hackgut, Rinde und Sägemehl als Bestandteil der Fernwärmeversorgung für die Stadt Hall in Tirol.
Das Biomasseheizkraftwerk erzeugt durch Verbrennung von biogenen Energieträgern (wie Hackgut, Rinde, Sägespäne, etc.) Strom und Wärme zugleich. Bei der Kraft-Wärmekoppelung (ORC-Anlage) wird ein, in Kreislauf gehaltenes Medium verdampft und über eine Turbine abgearbeitet. Die Turbine ist dabei direkt mit einem Generator zur Stromerzeugung gekoppelt. Im Kondensator wird die Kondensationsenergie des Mediums an das Fernwärmenetz abgegeben. Durch dieses System wird der Heizwert der Biomasse bestmöglich verwertet und der Wirkungsgrad der Gesamtanlage optimiert.
Zur Erzeugung der benötigten Wärmeenergie wurden ein Warmwasserkessel und ein Thermoölkessel mit einer Brennstoffwärmeleistung von je 7,5 MW installiert. Zur Spitzenlastabdeckung sowie als Ausfallsicherheit dienen zwei erdgasbetriebene Warmwasserkessel mit einer Gesamtleistung von 22 MW.
Auf Grund des Standortes im Sanierungsgebiet nach dem Immissionsgesetz - Luft, werden höchste Anforderungen an die Rauchgasreinigung gestellt. Zur Erreichung des zulässigen Staubemissionswertes von 5 mg/m³ wurde ein Nasselektrofilter, zur Reduktion der Stickoxyde eine Anlage nach dem SNCR-Verfahren installiert.