Das Hüttertal, welches auf der Lausitzer Granodioritplatte zu lokalisieren ist, ist ein etwa 3 Kilometer langes und im Durchschnitt 150 bis 200 Meter breites Kerbsohlental, welches die Große Röder im Laufe von Millionen Jahren in die felsige Landschaft zwischen Wallroda und Radeberg geschnitten hat.
Der Lausitzer Granodiorit tritt an vielen Stellen des Tals stellenweise in Form von Felshängen und kleinen Klippen zusammen mit Grauwacken zutage.
Lausitzer Zweiglimmergranodiorit

Das bläulich-graue, richtungslos-kleinkörnige Gestein ist aus Quarz, Biotit, Orthoklas, Plagioklas, Muskovit, Kalknatronfeldspat und Kalifeldspat zusammengesetzt. Im Unterschied zum Granit überwiegt im Granodiorit der Anteil von Kalknatronfeldspat über den von Kalifeldspat.
Vor etwa 600 Millionen Jahren - im jüngsten Präkambrium - waren hier mehr als 1.500 m mächtige sandige Ablagerungen zu Grauwacken und Schiefern verfestigt worden. In den unteren Bereichen dieser Schicht, wo bestimmte Mineralien unter Druck und hoher Temperatur instabil wurden, kam es zur Gesteinsumwandlung. (Schon ab 650°C und 2.000 bar beginnt teilweise Aufschmelzung vor allem der hellen Gesteinsbestandteile.) Über die Jahrmillionen hinweg entstanden beim Auf- und Umschmelzen der Sedimentgesteine solche Zwischenformen der Gesteinsumwandlung wie granitisierte und stark aufgelöste Hornfelse und schließlich Gesteine, die in ihrer Zusammensetzung und ihrem Aufbau mit aus echten Schmelzen hervorgegangenen Graniten weitgehend übereinstimmen. Hierzu gehört auch der Lausitzer Zweiglimmergranodiorit.
Vor etwa 280 Millionen Jahren stiegen die Granodioritmassen an die Erdoberfläche auf. Stellenweise führten sie Zwischenprodukte des Umschmelzens wie z.B. Quarzglimmer, Epidothorn und Fettquarz mit. Beim Aufsteigen stieß der Granodiorit auf eine Grauwackeschicht, die dabei stark aufgeschmolzen wurde und in Schollen zerbrach, so dass die Übergänge zwischen Granodiorit und Grauwacke mannigfaltig gestaltet und sehr unscharf ausgeprägt sind. Stellenweise blieben große Schollen aus Grauwackehornfels erhalten.
Zwei ehemalige Steinbrüche, sogenannte „Bauernbrüche“ sind im Hüttertal am Wegesrand erkennbar. Zu einem von beiden führt Euch dieser Earthcache.
Die im Hüttertal angelegten Steinbrüche lieferten mit ihrem Bruchmaterial aus Grauwacken und Zweiglimmergranodiorit das Baumaterial für die Mühlen, Stadthäuser in Wallroda und Radeberg und sicherlich auch für die 1289 schon bestehende Burg, das spätere Schloss Klippenstein.

Zum loggen beantwortet folgende Fragen vor Ort:
Bitte beachtet, das Ihr vor Ort keine Infotafel finden werdet!
1.:Lese Dir das Listing aufmerksam durch: Welche Gesteinsbestandteile macht den Unterschied zwischen Granit und Granodiorit aus?
2.: Beschreibe die Farbe und Beschaffenheit des hier zu sehenden Gesteins.
3.: Am Wegpunkt bei N 51° 07.091 E 013° 55.371 sowie in weiten Teilen der Radeberger Altstadt sieht Du den Lausitzer Granodioriten in einer seiner häufigsten Verwendung, als Pflasterstein. Was glaubst Du, wieso das Gestein im Vergleich zum Aufschluss an den Listingkoordinaten bei N 51° 07.165 E 013° 55.794 farblich vollkommen anders aussieht, obwohl es sich um das gleiche Material handelt?
Über ein optionales Foto von Euch oder/und Eurem GPS vor dem Steinbruch würden wir uns sehr freuen.
Schickt uns die Antworten auf die Fragen an unsere im Profil hinterlegte Adresse unter dem Betreff: Hüttertal.
Ihr könnt sofort loggen, wenn Eure Antworten zu stark von den Lösungen abweichen, werden wir uns bei Euch melden.
Viel Spaß beim Entdecken wünschen Euch
Die drei Ratterichs
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Quellen:
Förderverein Hüttertal Radeberg e.V
Dresden-und-Sachsen.de
wikipedia.de
Fotos:
(c) Kampfratterich 2013