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Dieser Cache führt zu einer keltischen Kultstätte, oder besser gesagt, zu dem was heute noch davon übrig ist. Heute wird sie die Büttharder Schanz(e) genannt und man sieht nur noch einen viereckigen Erddamm.
Achtung vor Zecken!!!
Und es muss nichts umgegraben werden.
Zusammenfassung des unteren Textes:
Ausgrabungen ergaben, dass dieser 120 x 120 m große und teilweisen noch 2 m hohe Erddamm aus der so genannten La Tenezeit (5.–1. Jahrhundert v. Chr.) kommt und von den damals hier lebenden Kelten für die Totenverehrung erbaut wurde, und somit ein sehr wichtiger Platz dieser Umgebung war. Bis 1688 gehörte der Wald und somit die Schanze zur Gemarkung Vilchband. Wegen einer Brandschatzung von den Franzosen, benötigte Vilchband aber eine größere Summe Geld. So wurde der Wald an die damalige würzburgische Amtsstadt Bütthard verpfändet, später jedoch, wollten die Büttharder ihn nicht mehr auslösen. Heute wird sie „die Büttharder Schanz(e)“ genannt.
Original:
Auf der Gemarkung Vilchband fanden sich La Tenezeitliche Spuren überall dort, wo auch solche der Hallstattzeit zutage getreten sind, besonders am Burgweg, sowie in und um den Friedhof. Als markantestes Erinnerungszeichen der La Tenezeit darf aber die Viereckschanze im Büttharder Wald angesehen werden. Sie liegt knapp 1 km östlich vom Dorf. Schon der Flurname "Erdburg" deutet auf ihre Lage hin. Bei den Holzschlägen treffen wir bereits auf die Bezeichnung "Schanz". Das Waldstück selbst, in dem das vierekkige Erdwerk liegt, gehört heute nicht mehr zur Gemarkung Vilchband. Es hat seine eigene, nicht uninteressante Geschichte: infolge einer Brandschatzung durch die Franzosen unter General Melac mußte Vilchband 1688 eine größere Geldsumme aufbringen, die es jedoch nicht bezahlen konnte. So wandte man sich an die Nachbargemeinde, die damalige würzburgische Amtsstadt Bütthard. Der Wald wurde verpfändet, aber später wollten ihn die Büttharder nicht mehr auslösen. Mit diesem Wald, dem sog. "Büttharder Wald", ging die Viereckschanze an Bütthard und damit an Bayern "verloren". Die "Büttharder Schanze", wie sie im allgemeinen genannt wird, spielt in der Siedlungsgeschichte von Vilchband eine große Rolle. Gleich nach dem Eintritt in den Wald, der hier die Gemarkungs- und Landesgrenze bildet, stoßen wir auf die Erderhebung. Es ist ein deutlich sichtbares Viereck von 120 x 120 m. Der vordere westliche Erddamm ragt bis zu einer Höhe von 2 m auf. Die seitlichen Erhebungen sind etwas niedriger, und nur der östliche Wall ist teilweise fast verflacht. Der Ausdruck "schanz" für dieses Bauwerk ist daher auf diese äußere Form zurückzuführen. 1908 wurde vom Amt für Denkmalpflege in Würzburg unter der Leitung von G. Hock Grabungen an verschiedenen Stellen der Schanze durchgeführt. Nach Mitteilung von Lutz, der an den Grabungen beteiligt war, entdeckte man den Eingang in das Erdwerk am östliche Wall. In der südöstlichen Ecke wurden mehrmals Pfostenlöcher angeschnitten, die auf Gebäude schließen ließen. Ebenso fand man dort Feuerstellen, wie Kohlenreste und geschwärzte Steine bezeugten. Bemerkenswert ist jedoch, daß der Brunnen außerhalb des umfriedeten Gebietes ungefähr 100 m südlich im Wald entdeckt wurde. Der Brunnenschacht ist heute noch deutlich sichtbar. Es muß aber angenommen werden, daß sich innerhalb der Anlage ein weiterer Brunnen befand, dessen Quelle vielleicht im Laufe der Jahre nachließ, so daß die Anlage eines Brunnens außerhalb erforderlich war. Auch vor dem Wall grub man nach und stellte fest, daß der Graben ungefähr 1,50 m tief gewesen sein mußte. Die Grabenbreite betrug oben etwa 2 m. Außerdem wurde ein Walldurchstich an der westlichen Seite vorgenommen und dabei Tonreste aus der späten La Tenezeit zutage gefördert. Die "Büttharder Schanz" dürfte in den letzten beiden Jahrhunderten v. Chr. Geburt von Kelten bewohnt gewesen sein. Sie ist neben den Grabhügeln das einzige oberirdische Zeugnis aus der Frühgeschichte im Raum Vilchband. Welche Bedeutung mag sie wohl gehabt haben? Schon lange waren Erdwerke dieser Art bekannt und hatten in der heimischen Altertumskunde Beachtung gefunden. Man hielt sie jedoch wegen ihres regelmäßigen Grundrisses für römische Anlagen. Diese Theorie war unhaltbar, weil es unerklärlich ist, wozu eine römische Anlage soweit vom Limes entfernt errichtet wurde. Um die Jahrhundertwende nahm man im Zusammenhang mit der Forschung nach dem Verlauf des Limes bei Gerichtstetten im Landkreis Buchen, ungefähr 30 km westlich von Vilchband, die erste Untersuchung eines solchen Erdwerkes in Süddeutschland vor. Sehr rasch kam man dabei zu dem Ergebnis, daß diese Anlage prähistorischen Ursprungs sein müsse. Bei weiteren Grabungen fand man Pfostenstellungen von hölzernen Gebäuden, das Fundament eines quadratischen Steinhauses und eine unter den Wall reichende Grube mit spätlatenischen Resten. Zeitlich entsprechendes Fundmaterial, wenn auch in geringerem Maße als bei der systematischen Grabung bei Gerichtstetten, kam auch bei der ersten und bisher einzigen Versuchsgrabung 1908 an der "Büttharder Schanze" zutage. Dadurch kann die zeitliche Entstehung der Schanzen in die späte La Tenezeit festgesetzt werden. Über ihre Bedeutung herrscht allerdings bis heute noch keine endgültige Klarheit. Die Ausgräber der ersten "Schanze" bei Gerichtstetten waren der Überzeugung, daß das Viereck am Wall und Graben ein befestigtes landwirtschaftliches Gehöft der letzten Kelten darstellt, das zum Schutz gegen die eindringenden Germanen errichtet worden war. Seiner Größe entsprechend sollte es in Zeiten der Gefahr zur Unterbringung der Viehherden dienen. Diese Überlegung mag vielleicht den geschichtlichen Ereignissen Rechnung tragen, doch ist die Anlage für militärische Zwecke höchst ungeeignet. E. Wahle wollte in den Keltenschanzen nur eingefriedete Gutshöfe wohlhabender keltischer Großbauern sehen. Diese Formulierung muß ebenfalls manche Frage offenlassen. Vor allem ist es unverständlich, warum eine Einfriedung, wenn sie nur das Vieh zusammenhalten sollte, mit solchem Aufwand errichtet wurde. Auf Grund umfassender Forschungsergebnisse hat man heute eine andere Auffassung. Nach Dr. Dauber sieht man in dieser keltischen Anlage kultische Plätze. Im Rahmen der Totenverehrung wurden sie vielfach zum Mittelpunkt des religiösen Lebens, das im Laufe der Zeit in immer unterschiedlicheren Kulten seinen Ausdruck fand. So wird es erklärlich, warum man die Anlage nur durch einen einzigen Zugang in der Mitte einer, meist der östlichen Seite betreten konnte. In einer der vier Ecken befanden sich in einem steinernen Tempel die kultischen Einrichtungen für die Opferhandlungen. In der "Büttharder Schanze" dürfte diese Stelle nach bisherigen Forschungsergebnissen die südöstliche Ecke gewesen sein. Wenn dieser Platz als Kultstätte errichtet wurde, so muß er der zentrale Ort für die Bewohner der Siedlungen auf der Gemarkung Vilchband und der näheren Umgebung gewesen sein. Damit hat der Raum Vilchband in diesem Bauwerk wieder einen Beweis für seine große Bedeutung in der Vorgeschichte.
Ausschnitt aus http://www.intarsien-hof.de/heimat/vilchband.html
Additional Hints
(Decrypt)
mjvfpura mjrv Oähzra... bqre vfg rf qbpu ahe rvare?