Dieser Cache wurde anlässlich des
4. Kurfürstlichen Genusscache-Events 2013
durch Lindolf gelegt und 2020 zur Adoption freigegeben.
Unweit von Sebnitz trieben die Ritter vom Goßdorfer Raubschloss ein sehr unsauberes Geschäft. Sie überfielen Dorfer und brandschatzten diese. Diese adligen Strauchdiebe waren eine Last für die braven Bürger und Bauern. Jedermann suchte nach Ihnen und so waren die Räuber sogar genötigt, ihren Pferden die Hufeisen verkehrt herum aufschlagen zu lassen um ihre Fluchtrichtung zu verschleiern.
Eines Tages gelang es aber doch, ihnen das schmähliche Handwerk zu legen. Nur den Schatz vermochte niemand aufzufinden. So machten sich einst zwei Bauern, Friedemann und Matzen Töffel auf den Weg ihn zu finden. Doch mitten im Wald, sie wähnten sich am Ziel und riefen „der Schatz“, da begann plötzlich direkt neben ihnen ein Hahn zu krähen. Es grauste ihnen und sie rannten zurück zum Dorfe. Man sagte, Friedemann traf unterwegs der Schlag. Die Fragen der Nachbarn beantwortete Matzen Töffel so gut es ging. Leider war er so verwirrt, dass man seine Geschichte zwar aufschrieb, aber keiner in der Lage war, sie nachzuvollziehen.
„Das Versteck befindet sich in einem kleinen, hohlen liegenden Baum. Der Weg macht an dieser Stelle eine scharfe Linkskurve und in dieser geht es nur wenige Schritte bergauf und dort liegt der alte Stamm. Ich habe diese Stelle wie gesagt eilig verlassen, bin hinunter auf den Weg, in diesen rechts abgebogen und bin dem Weg bergab gefolgt. Dabei fielen mir gelbe Wegmarkierungen auf. Nach mehr als 164 Klafter (300 Meter) in Richtung Süd gelangte ich auf einen Holzplatz mit Wegweiser. Dort bin ich nach links abgebogen. In meiner Richtung zeigte der Wegweiser nichts an, aber das war mir egal, Hauptsache schnell weg. Diese Stelle mit Wegweiser habe ich mir zum Glück genau gemerkt, denn hier ging es erst östlich, dann nordöstlich, auch steiler bergab bis zu einem Bachzusammenfluss. Am Bach angekommen, schaute ich mich nach meinem Verfolger um. Von hier aus lag der Holzplatz 202 Klafter entfernt in 253 °. In meiner Angst konnte ich meinen Verfolger nicht ausmachen. Um meine Spur zu verwischen, überquerte ich den Bach. Ich hielt mich dabei an der Steinsäule fest. Dann lief halb rechts leicht bergauf in östlicher Richtung, wobei ich den Blick auf den Bach schnell verlor. Nach rund 109 Klaftern machte der Weg eine Kurve nach links und 93 Klafter später mündet er auf einen Hauptweg, in den ich leicht nach rechts einbog. Hier an dieser Gabelung kannte ich mich aus und peilte 137 Klafter in Richtung 66 °. Nach diesen 137 Klaftern in 66° stand ich wieder auf einer Weggabelung. Dort sah ich in Richtung Nord Nord Ost durch die Bäume auf der Anhöhe eine Sitzgruppe. Dort sollte ich später noch vorbei kommen. Zunächst entschied ich mich für den Weg genau nach Norden. Nach einem Stück bergauf gelangte ich auf einen Hauptweg in Ost-West-Richtung. An dieser Stelle blieben mir eine Reitermarkierung und gegenüber ein paar Häuser in Erinnerung. Nun rannte ich den Hauptweg nach rechts weiter. Bald kam ich an der Sitzgruppe vorbei, dann kamen links und rechts Felder und Weiden. Nun stehe ich hier, wohl um die 650 Klafter Luftlinie vom Schatz entfernt und bin froh, noch am Leben zu sein.“