Da das Logbuch immer wieder nass wird - Bitten den Zahlencode in der Dose als persönliche Nachricht (Email) mir senden - als Log-Freigabe!!! Ihr könnt Euren Fund auf der Geocache-Seite (www) im Logbuch eintragen. Dann sollte aber auch zeitnah die Zahl aus der Dose bei mir als Email eingehen. Wenn das nicht der Fall ist, muss ich den Logbuch-Eintrag wieder löschen. Zu suchen ist auch hier ein NANO in NATUR versteckt. In der Nähe befindet sich ein Friedhof der Fa. von Oettingen - N 50° 09.463 E 007° 45.583
Weitere ausführliche Informationen zur Geschichte der Burgkapelle findet Ihr unter:
www.reichenberg-rlp.info und unter
www.reichenberg.welterbe-mittelrhein.de
Zur Geschichte der Dorfkirche
Bereits während der ersten Bauphase von Burg Reichenberg wird ein Kapellenraum in der Erweiterung der Schildmauer im ersten Stock zwischen den beiden ursprünglichen Türmen eingerichtet. Über dem ebenerdigen Durchgang vom Burghof zum sogenannten 'Rosengarten' war die Kapelle durch eine Öffnung nach unten zum Mithören für Bedienstete verbunden (Doppelkapelle?). Die eigentliche Kapelle (Nikolauskapelle) bot mit einer Größe von 6 x 3 Metern nur dem engsten Familienkreis des Burgherrn Platz. Aus eigenem Glaubensverständnis, aber auch mit einem Erzbischof Balduin von Trier als Lehnsherrn, war die Erbauung und Einrichtung einer Kapelle gleich zu Baubeginn im schönsten und sichersten Teil der geplanten Burganlage quasi Verpflichtung. So wird auch schon 1362 ein Kaplan Forlip erwähnt, der im Auftrage des Erzbischofs von Trier hier seinen Dienst versieht.
1371 stiftet Graf Wilhelm II von Katzenelnbogen einen Altar mit einer ewigen Messe zum eigenen Seelenheil und das seiner Frau Else, seines Bruders Eberhard und Anverwandten. Pastor Wilhelm, Pfarrer zu Bornich, in dessen Pfarrei die Burg liegt, gibt zu der Stiftung seine Zustimmung.
Über den Kaplan Forlip von Reichenberg finden sich noch zwei weitere Erwähnungen. Am 10. März 1372 treffen sich auf Schloss Reichenberg in Wusschelbudels Haus der Lierschieder Pfarrer Arnold, der Oberwallmenacher Pfarrer Thielmann und der Kaplan Forlip und bezeugen die Vorgänge am 22. Februar 1372 bei der Altarweihe zu Oberwallmenach (Überfall durch bewaffnete Mannen des Grafen von Nassau). Signiert ist diese Urkunde durch den kaiserlichen Notar Johannes Diez (Dytsche), Pfarrer zu Bornich. Aus dem Jahre 1392 erfahren wir, dass Kaplan Forlip zu Reichenberg und Mechthild ein Testament verfassen. Demzufolge war Forlip zumindest über 30 Jahre in Reichenberg tätig und hat auch bei dem zweiten Kapellenbau im Jahre 1380 die Altarweihe miterlebt. Diese zweite Kapelle ist Teil der Wirtschaftsvorburg und bildet den südlichsten Zipfel der Burgmauer (Ringmauer).
1380 Die Urkunde im Archiv zu Marburg sagt aus, dass Wilhelm II von Katzenelnbogen am Fuße der Burg 1380 eine Kapelle ausstattete und ihre Weihe zu Ehren der Schutzheiligen Georg (Schutzherr der Reiter und Schützen) und Christopher (Nothelfer gegen Krankheit und unvorhergesehenen Tod) vornehmen ließ. Heute ist dieses Gebäude die Ortskirche der Reichenberger evangelischen Kirchengemeinde.
Im Laufe der Jahrhunderte hat sich das Aussehen der Kapelle verändert. Um 1600 zeichnete Wilhelm Schäfer, genannt Dilich, dieses Gebäude mit Stufengiebeln, Satteldach und einem Dachreiter, in dem wohl eine Glocke hing. Der Zugang lag auf der Westseite, wie ein vermauerter Türbogen bezeugt. Rings um die Kirche wurden die Toten bestattet.
Bis zum Jahre 1400 ist Reichenberg zugehörig zur Pfarrei Bornich. Dann bekunden Graf Eberhard von Katzenelnbogen und seine Tochter Anna, dass Patersberg einen eigenen Pfarrer haben soll. Mit Zustimmung des Pfarrers in Bornich werden Patersberg und Reichenberg von der Mutterkirche getrennt und bilden fortan eine eigene Pfarrei. Patersberg und Reichenberg sichern hierbei zu, von den Verpflichtungen Bornichs an den Trierer Erzbischof ein Drittel zu übernehmen und zu leisten. Die Kirche von Patersberg hat nach einer Urkunde vom 22. April 1400 einen eigenen persönlich dort residierenden Pfarrer. Die Reichenberger verpflichten sich, Patersberg als ihre Pfarrkirche anzuerkennen. Da die Gemeinden Patersberg und Reichenberg keine eigenen Gerichtssiegel haben, lassen sie den Schultheißen Johannes von St. Goarshausen und dessen Schöffen diese Urkunde siegeln.
Die Reformation und die damit verbundene Neuordnung der Zuständigkeit auch für die Gotteshäuser, ist wohl die Zeit, in der die Reichenberger ihr Gotteshaus in die eigene Zuständigkeit bekamen. Nachdem sich Landgraf Philipp der Großmütige von Hessen zur Reformation und der Einführung des evangelischen christlichen Glaubens (1527) bekannt hatte, tritt anstelle der geistlichen Leitung durch Bischöfe die Leitung der Kirchengemeinde durch den Pfarrer und den Kirchenvorstand.
1528 Ungefähr seit dieser Zeit ist demnach die heutige Kirche Eigentum der Kirchengemeinde und gehört nicht mehr eigentumsmäßig zur Burganlage. Die Tatsache, dass die vier Ecken des Gebäudes und sonst kein Quadratmeter Boden um die Kirche das Eigentum der Kirchengemeinde beinhalten, lässt evtl. Rückschlüsse zu auf die damaligen Verhandlungen bei der Herauslösung des Gebäudes aus dem Besitz der Burganlage.
Sicherlich nicht von heute auf morgen wurden alle kirchlichen Erlasse der Kirchenordnung von 1526 in der Niedergrafschaft Katzenelnbogen bei uns eingeführt. Religiöse Sitten und Bräuche im Lebens- und Familienkreis werden noch eine Zeitlang beibehalten. In der Kirche wird die Predigt in deutscher Sprache gehalten, und die Feier des Abendmahls in heutiger Form, Brot und Wein für jeden Abendmahlsteilnehmer, wird zur Regel.
1628 Um den Zustand der Kirchengemeinden und die Versehung des Pfarramtes durch den Pfarrer zu erfahren, wird 1628 eine großangelegte Kirchenvisitation im ganzen Lande durchgeführt. So auch bei uns am 17. Juli 1628.
Weitere Infos unter: http://www.reichenberg-rlp.info/Kirche/ha_ki_06.html