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„Kathedrale der Zukunft“ Traditional Cache

This cache has been archived.

Amy Farrah Fowler: SCHADE!

Da sich hier scheinbar nichts weiter tut und ich keine weitere Reaktion auf meine Reviewer-Note(s) bekommen habe, archiviere ich dieses Listing.

Bitte denke daran den Cachebehälter und eventuell Zwischenstationen wieder einzusammeln.

Vielen Dank und Grüße

Amy Farrah Fowler
('Official Geocaching.com Volunteer Reviewer ™')

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Hidden : 5/5/2013
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:

Der erste Cache der Serie „Hellerau – auf den Spuren der Avantgarde“ -„Kathedrale der Zukunft“ nannte der Schweizer Adolphe Appia das Festspielhaus Hellerau. Der Architekt, Bühnenbildner und Theoretiker wirkte seit 1910 an dem avantgardistischen Projekt seines Landsmannes Émile Jaques-Dalcroze mit, der in der damals noch jungen Gartenstadt eine Schule für Rhythmische Gymnastik aufbaute. Zum Cache: An manchen Tagen gibt's wohl argwöhnische Muggelblicke aus Vorgärten und Küchenfenstern.

Das Innenleben des Gebäudes ließ es zum Vorreiter moderner Bühnenbauten werden. Nach der umfangreicher Renovierung und Rekonstruktion kann das Festspielhaus seine alten Stärken heute wieder voll ausspielen. Seit den 2006 abgeschlossenen Arbeiten im Innenraum des Festspielhauses erleben die Zuschauer eine große Bandbreite zeitgenössischer Kunst. Das Programm umfasst Tanz, Theater, Medienkunst, Bildende Kunst, Performance und Musik, darunter ein Festivals zeitgenössischer Musik sowie der Medienkunst. Zudem ist das Festspielhaus heute Produktions- und Aufführungsort von The Forsythe Company und des Tanztheaters Derevo. Insgesamt finden 400 bis 600 Zuschauer im Festspielhaus Platz.

Als bildkünstlerischer Berater des Schweizer Komponisten und Musikpädagogen Émile Jaques-Dalcroze überredete Adolphe Appia ihn in der Planungsphase, einen Aufführungsort ohne die übliche Guckkasten-Bühne zu schaffen. Stattdessen entstand ein Raum, in dem Zuschauerbereich und Spielfläche verschmelzen. Sie können dennoch durch einen absenkbaren Orchestergraben getrennt werden.

Das Gebäude ist nun das zentrale Element der Bewerbung Helleraus um den Welterbe-Status bei der UNESCO. Hierbei steht die innovative, lebensreformerische und ästhetisch-avantgardistische Ausprägung der Gartenstadt im Mittelpunkt. Der Ort und speziell das Festspielhaus stehen – so die Begründung der Initiative – für eine einzigartige Architektur- und Theatergeschichte.

Das 1911/12 erbaute Festspielhaus genoss bis zum Ersten Weltkrieg kulturell überregionales Ansehen. Allein zwischen 1911 und 1914 hielten sich in Hellerau beispielsweise der Architekt Le Corbusier, die Schriftsteller Franz Kafka, Rainer Maria Rilke, Gerhart Hauptmann und Stefan Zweig, die Komponisten Sergej Rachmaninow und Ferruccio Busoni sowie die Maler Oskar Kokoschka und Emil Nolde auf.

1933 gingen das Festspielhaus und seine Nebengebäude in Staatsbesitz über, 1939 bauten die Nationalsozialisten das Areal zur Polizeischule um. Von 1945 bis 1992 nutzte die Rote Armee das Gelände. Anschließend erhielt das Festspielhaus nach und nach seine Bestimmung zurück. Seit 2004 firmiert die Einrichtung als „HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden“.


Dieser Cache gehört zu der neu aufgelegten Serie „Hellerau – auf den Spuren der Avantgarde“

Die mit diesem Untertitel versehenen Caches laden zu einem Rundgang durch einen ganz besonderen Stadtteil Dresdens ein. Sie sollen den Besucher an Orte führen, die zeigen, dass Hellerau durchaus das Potential für den Welterbe-Status der UNESCO besitzt.

Auf den ersten Blick wirkt die Gartenstadt Hellerau heimelig und etwas kleinbürgerlich. Statt modern anmutender Urbanität einer Großstadt findet der Besucher hier ein dörfliches Idyll.

Doch die Ideen, die hinter dem zwischen 1909 und 1914 gebauten Viertel stecken, waren zu ihrer Zeit avantgardistisch. Das Besondere daran ist, dass Hellerau zu Beginn des 20. Jahrhunderts Kulminationspunkt sehr vielschichtiger Entwicklungen war. Neben dem modernen Tanz zählten dazu vor allem Möbeldesign und industrielles Bauen.

Ausgangspunkt dafür waren die Leitideen der Lebensreformbewegung. Die zwischen 1909 und 1914 erbaute Siedlung basierte darauf. Ihre Formensprache, geprägt von den Architekten Richard Riemerschmid, Heinrich Tessenow, Hermann Muthesius, Kurt Frick und Theodor Fischer, stellte einen Aufbruch in den Funktionalismus und die Neue Sachlichkeit dar.

Und es blieb dabei nicht bei Äußerlichkeiten: Helleraus „Tempel der Kunst“, das Festspielhaus, schrieb internationale Theatergeschichte: Der erste bühnenlose, offene Theaterbau der Moderne avancierte zum Synonym für modernen Ausdruckstanz. Dessen Innenraum wurde von Adolphe Appia und Alexander von Salzmann geprägt.

Hellerau verkörperte in seiner kurzen, aber heftigen Blütephase Innovation, Provokation und Selbstreflexion eines Experiments des frühen 20. Jahrhunderts und avancierte zu einem Zentrum der künstlerischen Avantgarde Europas. Zumindest in Ansätzen kehrte in den vergangenen Jahren dieser Geist zurück. Das Areal des Festspielhauses beherbergt seit 2004 „HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden“ – eine interdisziplinär arbeitende Kunsteinrichtung die ihren Schwerpunkt auf die europäische Avantgarde legt. Das Programm umfasst Tanz, Theater, Medienkunst, Bildende Kunst, Performance und Musik, darunter die TonLagen – Dresdner Festival der zeitgenössischen Musik und das Medienkunst-Festival CYNETart. Zudem ist das Festspielhaus heute Produktions- und Aufführungsort von The Forsythe Company und des Tanztheaters Derevo. Zudem findet sich hier ein Ausstellungsort des Deutschen Werkbundes, der Sitz der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen sowie  die Trans-Media-Akademie Hellerau e.V. .

Das von Appia mit geprägte Innenleben des Gebäudes ließ es zum Vorreiter moderner Bühnenbauten werden. Nach der umfangreicher Renovierung und Rekonstruktion kann das Gebäude seine alten Stärken heute wieder voll ausspielen.

Doch Hellerau stand Anfang des 20. Jahrhunderts auch für andere fortschrittliche Ideen, die sich auf den Alltag der einfachen Menschen bezogen. Initiiert vom Möbelfabrikanten Karl Schmidt  sollten Leben, Arbeit und Kultur einen harmonischen Dreiklang bilden. So wurde ein Teil der Häuser für die Arbeiter von Schmidts „Deutsche Werkstätten“ gebaut, um deren Lebensbedingungen deutlich zu verbessern: In der Gartenstadt konnten die Arbeiterfamilien die traditionell beengten, dunkle Mietskasernen der Großstadt gegen helle Reihenhäuser mit eigenen Gärten tauschen. Auch das Gebäude der „Deutsche Werkstätten für Handwerkskunst“ – dessen Grundriss der symbolischen Form einer Schraubzwinge nachempfunden wurde – folgte dem Prinzip einer humaneren Arbeits- und Lebenswelt.

Um den Stellenwert Helleraus in der Kultur- und Geistesgeschichte einer breiteren Öffentlichkeit bewusst zu machen, entstand die Idee, sich für den Welterbe-Status bei der UNESCO zu bewerben. Die erste Hürde wurde im Juni 2012 genommen, als das sächsische Kabinett Hellerau sowie die Leipziger Notenspur zu den Kandidaten des Freistaats für die Fortschreibung der deutschen Tentativliste der UNESCO Welterbekonvention vorschlug.

Die Bewerbung konzentriert sich auf die innovative, lebensreformerische und ästhetisch-avantgardistische Ausprägung Helleraus. Der Ort und speziell das Festspielhaus stehen für eine einzigartige Architektur- und Theatergeschichte. Der Titel des Antrags - „Laboratorium einer neuen Menschheit" - stammt von dem französischen Schriftsteller und Diplomaten Paul Claudel, der Hellerau im Jahr 1912 besuchte.


 

 

Additional Hints (Decrypt)

Tnam hagra (buar ohqqrya mh züffra).

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)