Ich hab da mal eine schön schaurige Geschichte über diesen Ort gefunden und möchte sie Euch näher bringen.
Der Spukweg bei Spieka
Vom Orte Spieka nach Spiekaer Marren führt ein Weg. Auf dem ist es seit jeher nicht geheuer gewesen. An hellen Sommertagen, wenn die Sonne am klaren Himmel lacht, mag der Weg allenfalls gangbar sein. Wenn aber die Herbstnebel sich über die weite Marsch senken oder gar schwarze Nacht über dem Lande sich ausbreitet, ist es nicht geraten, den Weg zu benutzen, und jeder noch, der den Versuch gemacht hat, hat bald wieder abgelassen davon.
Ging einer nämlich etwa gegen Abend den Weg hinunter, dann huschte neben ihm am Grabenrand plötzlich ein Schatten entlang, kehrte nach einiger Zeit zurück, überholte den Wanderer von neuem, und wenn er sich jetzt wieder umwandte, erkannte der Wanderer, sofern er nicht ortsfremd war, mit Schaudern in dem Schatten den seelenlosen bleichen Körper des alten Pastors aus Spieka, den sie schon vor Jahren in die Gruft gesenkt hatten.
Der Wanderer lässt sich durch den Schatten vielleicht nicht beirren. Mutig setzt er seinen Weg fort, und schon taucht vor ihm aus dem Dunkel die Brücke auf, die auf halber Strecke etwa die Wasserlöse überspannt. Nur wenige Meter noch ist der Mann von der Brücke entfernt, da hemmt er plötzlich seinen Schritt. Entsetzt prallt er zurück, denn vor ihm auf dem Weg liegt ein gewaltiger Ochse, größer, weit größer als ein gewöhnliches Stück Vieh. Angstvoll tritt er zur Seite, um das Hindernis zu umgehen. Aber schaudernd muss er feststellen, dass auch auf der andern Seite ein ebenso großes Tier den Weg bewacht. Mit großen dunklen Augen starrt es den Menschen an. Da packt den das Grausen, ihm schlottern die Knie. Dann macht er kehrt und läuft, so schnell er kann, zurück, vorbei an dem Schatten des Pastors, der noch immer ruhelos den Weg auf und ab geht.
Ein anderer hat den Weg einmal des Nachts von der entgegengesetzten Seite gemacht und ist auch unbehelligt bis an die Brücke gelangt. Als er aber seinen Fuß hinaufsetzen wollte, sprangen ihm aus dem Dunkel zwei große graue Katzen entgegen. Da brach auch er den Weg ab und erzählte nachher von seinem Erlebnis.
Um jene Zeit diente nun auf einem Hof in der Nähe der Brücke ein Dienst junge. Der erhielt eines Tages von seinem Herrn, der spät nach Hause gekommen war, den Auftrag, die Pferde auf die Weide zu bringen. Da der einzige Weg dahin über die Brücke führte und er von jenem Vorfall gehört hatte, weigerte er sich, den Auftrag auszuführen. Der Großknecht auf jenem Hof, ein Mann, der weniger in der Wirklichkeit als in seinen Reden frei von aller Furcht war, meinte, den Jungen darum verhöhnen zu müssen. Aber auch das nützte nichts. Und so blieb dem Knecht, wenn er sich nicht für immer lächerlich machen wollte, nichts übrig, als die Arbeit selbst zu verrichten. Sie sollte ihn aber teuer zu stehen kommen. Die Pferde brachte er wohl auf die Weide, doch er selbst kehrte nie zurück. - Die Katzen hatten ihn geholt.
Am Startpunkt findet Ihr die Koordinaten
für das Final.
Am Final wird die ECA benötigt.
Viel Spaß bei der Neuauflage des Caches.