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Zum Gedenken Traditional Cache

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Maxwell-Smart
Volunteer Reviewer Geocaching.com Deutschland

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Hidden : 5/10/2013
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Die Befreiung des „Verlorenen Zuges“ bei Tröbitz

Transporte aus dem KZ Bergen-Belsen am 23. April 1945

Der letzte von drei Transporten, die zwischen dem 6. und 11. April 1945 aus Bergen-Belsen abfuhren, ging in die Geschichte als „Verlorener Zug“, „Verlorener Transport“ oder „Zug der Verlorenen“ ein. In den drei Zügen befanden sich rund 6.700 Menschen.

Die darin enthaltenen „Austauschjuden“ waren im KZ Bergen-Belsen in speziellen Lagerabschnitten, dem „Sternlager“ und dem „Ungarnlager“ untergebracht gewesen. Diese Juden sollten gegen Waren und Devisen oder gegen in Kriegsgefangenschaft geratene Deutsche ausgetauscht werden. Eine große Anzahl der Juden aus dem „Sternlager“ stammten aus den Niederlanden; außerdem gab es dort Juden mit ausländischen Pässen, z. B. aus Südamerika oder Nordafrika. Letztlich wurden aber nur wenige Juden, die zum Austausch nach Bergen-Belsen gebracht worden waren, wirklich freigelassen. Am 10. Juli 1944 kamen 222 Juden mit Einwanderungsgenehmigungen im Hafen von Haifa an. Am 21. August 1944 erreichten 318 Juden aus dem „Ungarnlager“ die Schweiz, gefolgt von weiteren 1.365 im Dezember 1944. Am 25. Januar 1945 erreichten 136 Juden mit südamerikanischen Pässen die Schweiz. Die anderen mussten auf die Befreiung warten oder starben wie andere Häftlinge auch.

Der erste der Transporte aus Bergen-Belsen nach Theresienstadt fuhr am 6. April 1945 ab. Seine Fahrtroute verlief über Uelzen, Salzwedel und Stendal. Am 13. April 1945 wurde er in der Nähe von Farsleben bei Magdeburg von amerikanischen Truppen befreit.

Der zweite Zug, in dem vor allem ungarische Juden deportiert wurden, verließ Bergen-Belsen am 7. April und erreichte Theresienstadt am 21. April 1945. Theresienstadt wurde am 8. Mai 1945 befreit.

Der dritte Zug aber irrte nach Abfahrt am 11. April zwei Wochen durch Deutschland – über Soltau, Lüneburg und Büchen, dann in Richtung Berlin, wo er schließlich am 18.
April 1945 eintraf. Ab Berlin-Spandau fuhr der Zug bis nach Neukölln und sollte Berlin weiter durchqueren. Die schwere Zerstörung der Stadt ließ diesen Weg qualvoll lang werden. In der Nähe der Autobahn Berlin–Dresden kam es zu einem Zwischenstopp, doch die Fahrt wurde wieder aufgenommen, nun Richtung Finsterwalde in Richtung
Falkenberg. Die Odyssee der aus mehr als 12 Ländern stammenden Juden endete erst am 23. April 1945 nahe Tröbitz, als die Rote Armee die Menschen befreite. Mehr als 200 der jüdischen Deportierten hatten die Irrfahrt nicht überlebt. Die Toten waren einfach neben den Gleisen verscharrt worden. Weitere 320 Menschen starben nach der Befreiung infolge von Krankheiten und Auszehrung.

Die kleine Gemeinde Tröbitz sah sich mit rund 2000 Überlebenden des Holocaust konfrontiert; die Rote Armee richtete eine Kommandantur im Ort ein, und es kam sogar zu Errichtung einer Selbstverwaltung der Überlebenden des Zuges. In einem ehemaligen Barackenlager für Zwangsarbeiter kamen die Menschen unter; zudem wurde ein Friedhof eingerichtet, um die Toten beizusetzen. Bis Ende August 1945 hatten die Überlebenden, von einer Familie abgesehen, Tröbitz wieder verlassen.

Der 1945 in Tröbitz angelegte jüdische Friedhof befindet sich nahe dem christlichen Friedhof. 1947 wurden im Auftrag Frankreichs 43 Tote exhumiert und in ihre Heimatländer überführt. Die verbliebenen Gräber sind mit Grabplatten mit den Namen und Daten der Toten gekennzeichnet. Am Rand der damaligen Fahrtroute wurden im Laufe der Jahre ebenfalls Gedenksteine und Grabplatten errichtet.


 

Nun zum Cache

In der Nähe von Tröbitz wurde 1975 ein Gedenkstein am Bahnkilometer 106,7 aufgestellt, wo sich ein Massengrab befindet. Einwohner hatten erst 1974 davon berichtet, dass sie hier Ende April 1945 auf Anweisung der Roten Armee vermeintlich 17 Tote aus dem Zug im Schneewald beerdigt hatten. Die Stelle war damals mit Feldsteinen markiert worden und dann für Jahrzehnte in Vergessenheit geraten. Nach später aufgefundenen Namenslisten sind es aber 28 Menschen, die hier begraben liegen.

Auf dem Gedenkstein ist zu lesen:

„Zum Gedenken

Der hier ruhenden

17 jüdischen Bürger

Die ein Opfer

Des Faschismus wurden“

 

Zum bergen des Cache ist das Betretten der Gedenkstätte nicht unbedingt notwendig.Ich möchte auch alle bitten die Gedenkstätte so wieder zu verlassen wie Ihr sie vorgefunden habt.

 

 

Additional Hints (Decrypt)

nz Enaq hagre Fgrva

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)