Wie mir mein Anzug das Leben rettete.
Als ich wieder einmal mit der Karl Stülpner über die Fichtensee segelte und ein kalter Nordwind mir in den Nacken blies, zog ich mir meinen alten Anzug über, der mir jedoch um die Hüften ganz schön zu eng geworden war. Zum Glück hatte ich mein Garn im Nähkoffer dabei und ich konnte mir die Knöpfe am Bauch etwas weiter nähen. Doch gerade als ich mit der Arbeit beginnen wollte, bekam unser Schiff plötzlich Schlagseite und ich ging über Bord. Im Wasser sah ich einen riesigen Wal, den wir gerammt hatten, der nun ziemlich verärgert war und mich verschluckte. Als ich so langsam über die Zunge rutschte, rammte ich meine Nähnadel, die ich noch immer in der Hand hatte, wie einen Eispickel in seinen Hals um mich festzuhalten. Dies schien nun aber den Wal gekitzelt zu haben, so daß er niesen musste und eine gigantische Fontaine aus seinem Kopf in den Himmel spie. Dank meines zu engen Anzuges passte ich mit durch sein Atemloch und landete auf einer bewaldeten Insel. So rettete mir mein alter Anzug das Leben. Aus der Nadel machte ich einen Kommpass und band mit dem Garn ein Floß zusammen. So fand ich zurück in die Zivilisation. Mein Nähkoffer aber blieb seit dem verschwunden.
Wie auch immer, dass ich hier bin und Euch meine Geschichte erzählen kann, beweist ja wohl, dass sie wahr ist.