Käpt´n Blaubärs Piratenausguck
Wie ich den Piraten entkam
Wie ich einmal um das für gefährliche Strudel bekannte Kap Thalheim herum segelte, bemerkte ich, das ich von Piraten verfolgt wurde. Sie hatten es wohl auf meine Ladung Badewannestöpsel abgesehen, die ich für das Erzgebirgsbad dabei hatte. Schnell setzte ich noch ein Segel, um ihnen zu entkommen. In diesem Moment hat mir eine weiße Krähe (Krähen waren damals noch weiß) mein blinkendes Fernrohr stibitzt. Nun konnte ich aber ohne mein Fernrohr nicht sehen, ob mich die Piraten noch immer verfolgten. Also musste ich an Land gehen und auf einen Piratenausguck klettern. Ich kletterte so hoch hinaus, das ich bis an den Rand der Welt gucken konnte. Hier fand ich auch mein Fernrohr wieder, was die Krähe in ihren Krähenkasten geschleppt hatte und sich nun darüber schwarz ärgerte. Die Piraten fuhren indes genau in einen der Wasserwirbel und versanken auf nimmer wiedersehn. Beruhigt konnte ich meine Reise vorsetzen. Fluchs verschloss ich mit einem der Stöpsel den Strudel und kam so unbeschadet nach Hause. Was ich am Rand der Welt gesehn habe, ist eine ganz andere Geschichte, aber daß Krähen heute immer noch schwarz sind, beweist ja wohl, daß sie wahr ist.
