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GeoPfad - Grabenbruch und ehemaliger Wasserfall EarthCache

Hidden : 5/30/2013
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:

Dieser Earthcache führt euch zu einer weiteren Informationstafel des länderübergreifenden geologischen Lehrpfades Nittel-Machtum-Wellen. Insgesamt können auf deutscher und auf luxemburger Seite 15 Tafeln auf jeweils 4km Wegstrecke besichtigt werden die geologischen Entwicklungen in unserer Region zeigen und erklären.

Auf der Tafel 8 findet Ihr Informationen über den Grabenbruch bei Machtum und einen ehemaligen Wasserfall bei Nittel.

Geologischer Lehrpfad Nittel - Machtum - Wellen


Der Grabenbruch bei Machtum und ein ehemaliger Wasserfall


Grabenbruch:

Ein Grabenbruch (auch Riftzone) ist eine Dehnungszone bei der durch tektonische Plattenverschiebungen Dehnungs- und Schwächezonen bilden. Dadurch senken sich entlang dieser Zonen Gesteinsschichten mehrere Meter ab und bilden Gräben, wodurch sich Risse in der Erdoberfläche bilden. Sie entstehen durch die Dehnung der kontinentalen Erdkruste auf verschiedene Art und Weise, meist durch Dehnungen des Erdmantels in Folge von Konvektionsströmungen. Generell unterscheidet man bei der Entstehung zwischen den zwei Arten "Kontinentales Rifting" und "Postorogene Gräben".

Kontinentales Rifting
Kontinentales Rifting wird unterschieden in aktive und passive Rifts. Bei aktiven Rifts strömt heißes Gesteinsmaterial aus dem tiefen Erdmantel auf und erhitzt die Lithosphärenplatte von unten, wodurch diese durch den thermischen Prozess angehoben und langsam aufgeschmolzen wird. Durch die entstandenen Risse in der Erdkruste steigt Magma auf, schmilzt unter der Druckentlastung und bildet eine neue ozeanische Kruste. Die Ränder des Grabens (kontinentale Kruste) entfernen sich immer weiter von dem Riss und es wird immer weiter neue ozeanische Kruste abgelagert. Diese Kruste kühlt ab und zieht sich zusammen - wobei sie sich immer wieder senkt und ein neuer Graben entsteht.
Passive Rifts entstehen durch plattentektonische Vorgänge in der Umgebung.

Postorogene Gräben
Die Litosphäre wird durch aktive Rifts zusammengeschoben, aufgeheizt und zerüttet. Dadurch entsteht in der Gesteinsformation eine Instabilität die dafür sorgt dass diese unter ihrem Gewicht langsam nachgibt und in sich zusammenbricht. Während diesem Prozess entstehen im inneren Becken- und Grabenstrukturen die dann durch weitere tektonische Prozesse oder Erosionsprozesse im Laufe der Zeit freigesetzt werden.

In unserer Region hat die Auffaltung der Alpen vor etwa 65 Millionen Jahren (am Anfang des Paläogens) zu diesem Grabenbruch, und auch zu weiteren Entwicklungen des Moseltals, beigetragen. Die Auffaltung der Alpen zählt zu dem passiven Rifting.

Die steile, abrupt endende Felswand oberhalb von Nittel wurde durch solch einen Grabenbruch verursacht. Auch wenn man hier schon gut sehen kann welche Kräfte durch die Auffaltung der Alpen wirken gibt es noch weit anschaulichere Beispiele, wie z.B. die Oberrheinische Tiefebene auf einer Fläche von 300x40km oder auch der durch aktives Rifting entstandene Große Afrikanische Grabenbruch mit einer Länge von 6.000km!

Ein ehemaliger Wasserfall und rückschreitende Erosion:

Von dem Aussichtspunkt könnt Ihr die Mosel sehen. Die Mosel floss während der Saale-Eiszeit (vorletzte Eiszeit, vor etwa 300.000 bis 127.000 Jahren) noch knapp unter der Nitteler Felswand links von euch. Nach der Eiszeit, während der 12.000 Jahre dauernden Eem-Warmzeit, hat sich die Mosel immer tiefer in das Gebirge eingegraben - bis auf ihr heutiges Niveau. Im Bereich des Grabenbruchs stieß die Mosel immer wieder auf den harten Fels der im oberen Muschelkalk entstanden ist und das Tal blockierte. Das Gestein vor und hinter dem Fels aus der Zeit des mittleren und Unteren Muschelkalks ist weicher und wurde relativ schnell abgetragen. Dadurch stellte sich der härtere, widerstandsfähigere Fels wie eine Barriere zwischen die Mosel und das Tal.

Das Wasser floss über diese Barriere und bildete so einen Wasserfall oder Stromschnellen. Durch die Turbulenzen am Ende des Wasserfalls wird ein sogenannter Fallkolk erzeugt. Dieser trägt die widerstandsschwächere Schicht am Fuße des Wasserfalls ab und unterhöhlt so die widerstandsfähigere, feste Deckschicht wodurch diese nach und nach ihre Standfestigkeit verliert, einzelne Gesteinsblöcke gelöst und die Barriere so nach und nach abgetragen wird. Dieser Prozess wird auch als rückschreitende Erosion bezeichnet - der Wasserfall bildet sich flussaufwärts langsam zurück.

Logbedingungen / Fragen:

Bei den Fragen kann euch die Infotafel teilweise weiterhelfen. Für einige Fragen ist nach eurem Besuch noch etwas Recherche erforderlich.

  1. Schaut euch die Felsen an oder informiert euch an der Tafel. Was denkt Ihr wie weit sich der Fels hier durch den Grabenbruch abgesenkt hat?
  2. Aus welcher Gesteinsschicht besteht der Fels?
  3. Geht nun zu dem Flussgeröl in süd-östlicher Richtung von dir (Siehe Waypoint). Wie groß sind die einzelnen Steine durchschnittlich?
  4. Was denkt Ihr aus welchem Material die Steine bestehen und welches Gewicht einer davon hat?
  5. Pflicht: Macht ein Bild von euch oder einem persönlichem Gegenstand beim Aussichtspunkt oder an dem Flussgeröll.
Schickt mir die Antworten über mein Geocaching.com Profil. Ihr könnt sofort loggen - falls etwas nicht stimmen sollte melde ich mich.

Ich wünsche euch viel Spaß!

Quellenangaben / Copyright:
2007, FU Berlin
2012, Geologischer Lehrpfad Nittel - Wellen - Machtum
2013, Wikipedia

Additional Hints (No hints available.)