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Wealden Steinkohle im Teutoburger Wald EarthCache

Hidden : 5/23/2013
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   not chosen (not chosen)

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Geocache Description:


  Wealden Steinkohle im Teutoburgerwald

Dieser Earthcache führt Euch zur ehemaligen Zeche Hilterberg. Hier wurde von 1886 bis 1903 die Wealden Steinkohle abgebaut.

Wer kennt nicht die großen Steinkohlevorkommen des Saarlandes oder des Ruhrgebietes. Steinkohlen, die vor 320 Millionen Jahren während des Oberkarbons entstanden sind.
Steinkohle gab es aber auch im Iburger Nahraum. Nun wird zu Recht gesagt: "Karbon ist in Bad Iburg doch nirgends aufgeschlossen!"
Betrachtet man die Geologie von Bad Iburg und Umgebung, so sind im südlichen Teil eiszeitliche Ablagerungen, z.B. Sande, anzutreffen. Nördlich folgen Kalksteine der Ober- Kreide und Sandsteine der Unter- Kreide, getrennt durch ein schmales Band jurassischer Gesteine.

Doch es gibt nicht nur Karbon- Kohlen

Vor ca. 135 Millionen Jahren entstand die sogenannte Wealden Steinkohle (siehe Tabelle), abgebaut am Süntel und Deister, in der Umgebung von Melle und auch hier im Teutoburger Wald.


Zeitalter Periode Epoche Stufe Unterstufe Beginn vor:
Teritär 65 Mill. Jahren
Mesozoikum

Kreide
Obere Kreide Maastricht
Campan
Santon
Coniac 90 Mill. Jahren
Turon Ober-
Mittel-
Unter- 91 Mill. Jahren
Cenoman Ober-
Mittel-
Unter- 95 Mill. Jahren
Untere Kreide Alb

118 Mill. Jahren
Apt
Barreme
Hauterive Ober-
Unter- 122 Mill. Jahren
Valendis(Valanginien) Ober-
Unter- 131 Mill. Jahren
Wealdon Oberer Wealdon
Unterer Wealdon 135 Mill. Jahren
Jura 205 Mill. Jahren
Trias 245 Mill. Jahren
Paläozoikum Perm 290 Mill. Jahren
Karbon Oberkarbon Stefan

325 Mill. Jahren
Westfal
Namur
Unterkarbon

365 Mill. Jahren




Wealdenkohle wird Kohle genannt, die in der Unteren Kreide entstanden ist. Den Namen verdankt diese Kohleart dem englischen District Wealden. Dort wurde eine vergleichbare Fazies erstmals erforscht und beschrieben.

Fast während der gesamten Unterkreide-Zeit war der größte Teil des Münsterlandes Festland. Der Abtragungsschutt des Festlandes (Rheinische Masse) wurde durch Flüsse in ein Binnenmeer (Niedersächsisches Becken) transportiert und abgelagert, dessen Südküste sich im Norden von Westfalen bzw. im Bereich von Bad Iburg im Süden Niedersachsens befand. Auf den Landflächen der Delta- Flussmündungen zwischen Tecklenburg und Bielefeld wuchsen subtropische Wälder, aus denen die Steinkohlenflöze
der Wealdenformation vor ca. 135 Mill. Jahren entstanden sind.

Der Hauptkohlenbildner ist der Nadelbaum Abietitef. Weitere Fossilien sind Farne, Moose, und verschiedene Zypressenarten. Diese Vegetation lässt heute darauf schließen, dass es sich um ein Waldmoor gehandelt haben muss. Dessen Zwischenschichten sind sehr Tonreich. In diesen Schichten lässt sich das Hauptfossil Cyrena, eine Muschel, finden. Diese Cyrena ist ein eindeutiger Brackwasseranzeiger.

In den küstennahen Zonen des Meeres enstand der Osningsandstein- in küstenfernen Bereichen kamen tonige und mergelige Gesteine zur Ablagerung.

Der Unter Wealden besteht aus Sandstein, Schieferton und Steinkohlenflözen mit Schiefertonlagen. Den Abschluss des Unteren Wealden nach oben bildet die Flözführende Abteilung aus Sandsteinen mit Schieferton in einer Gesamtmächtigkeit von 45- 60 m.

Zwei Flöze finden sich im unteren und 2 Flöze im oberen Teil der Flözzone. Die bauwürdigen Flöze hießen vom Hangenden zum Liegenden:

                                        Hangendes (Osningsandstein)
Flöz Dickebank
                                             Zwischenmittel
Flöz Schmalebank
                                             Zwischenmittel
Flöz Oberbank
                                              Zwischenmittel
Flöz Unterbank
                                     Liegendes ( Unterer Wealden: Mergel, Tone, Sandsteine)

Noch heute lagern an diesem Ort viele Millionen Tonnen Kohle- ob sie jemals wieder abgebaut werden, ist eher unwahrscheinlich. Das Mundloch sowie die riesige Abraumhalde zeugen  von der Blütezeit des Kohlebergbaues in diesem Raum.Wer mit offenen Augen durch das Gelände streift, kann so manches Kohlestück als Erinnerung an die einstig rege Bergbautätigkeit finden.

Zum Cache:
An den angegebenen Koordinaten befindet Ihr Euch am ehemaligen Tiefbauschacht der Zeche Hilterberg.

Anhand der Schautafel vor Ort beantwortet bitte folgende Fragen und sendet uns diese (über unser Profil) zu. Danach  könnt Ihr sofort loggen.
Wir melden uns falls etwas nicht stimmen sollte.    

Fragen:
1.Mit welchem Alter ist die Wealden-Steinkohle auf der Tafel angegeben?
2.Welches Gestein befindet sich unmittelbar über der Sohle in 136,04m Höhe?
3.Wenn Ihr bei eurer "Schatzsuche" nach Kohle fündig geworden seid, fügt eurer Mail eine Beschreibung der Beschaffenheit eures Fundstückes bei (optional)!

Ein Foto von Euch vor den Loren, als Beweis dass Ihr vor Ort ward, wäre schön. Dies ist aber keine Logbedingung.

Wir wünschen Euch eine lehrreiche Zeit!
PAMAH

 
Für die freundliche Erlaubnis, zur Verwendung seiner Publikation zum Kohlebergbau im Feld "Hilterberg", danken wir Herrn H. Grebing recht herzlich.



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