"Glück Auf!", dieser Bermannsgruß, mit dem u.a. ein gesundes Ausfahren aus dem Bergwerk nach Schichtende verbunden ist, war jahrzehntelang im Ruhrgebiet zu vernehmen. Im Zeichen dieses Grußes soll nun diese Reihe stehen, um euch nach und nach zu Relikten der "schwarzen" Zeit des Ruhrgebiets zu führen; und zwar zu solchen, die fernab eines Weltkulturerbes "Zollverein" von dieser Zeit zeugen und oftmals übersehen werden. Der erste Cache aus dieser Reihe führt euch nach Bochum-Langendreer zum Ort der ehemaligen Schachtanlage Mansfeld 1/4.
Die Ursprünge der Zeche Mansfeld lassen sich bis ins Jahr 1786 zurück verfolgen. Zunächst erfolgte der Kohleabbau nur im Stollenbetrieb unter dem Namen Urbanus-Erbstolln; 1830 wurde dann mit dem Abteufen des ersten Schachtes (Urbanus) begonnen, der zweite (Colonia) folgte im Jahre 1856. 1875 erfolgte dann die Übernahme der beiden Bergwerke durch die Mansfelderschen Kupferschiefer bauenden Gewerkschaft mit Sitz in Eisleben und die Zusammenfassung unter dem gemeinsamen Namen Mansfeld. Aufgrund des wirtschaftlichen Aufschwungs in diesen Jahren erfolgte die Erweiterung des Bergwerks, u.a. durch das Abteufen der Schächte 3, 4 und 5 sowie die Inbetriebnahme einer zecheneigenen Kokerei. Technikgeschichtlich interessant ist der auf dieser Zeche1892 erfolgte Versuch, zum ersten Mal in der Geschichte des Ruhrbergbaus den mit Preßluft betriebenen Abbauhammer einzuführen. Dieser hatte sich zuvor im Kupferschieferbergbau bewährt, die Versuche auf Mansfeld hingegen verliefen nicht positiv, und erst 1906, nach erfolgreicher Verwendung im französichen und englischen Bergbau, brachten den Abbauhammer wieder an die Ruhr zurück. Das Bergwerk selbst war recht leistungsfähig; die höchste Förderung an Steinkohle erfolgte im Jahre 1939 (nach der Modernisierung des Schachtes 4) mit 760.000 t sowie einer kokserzeugung von 295.000 t. Zu diesem Zeitpunkt waren auf diesem Pütt 2250 Menschen beschäftigt.
Während des Krieges und in der Zeit danach sank die Förderung kontinuierlich. Infolge des Zechensterbens wurde das Bergwerk 1963 geschlossen, die Schächte verfüllt sowie die Übertageanlagen größtenteils abgerissen. Nur einige wenige Überbleibsel sind noch zu erkennen.
Zum Loggen des Caches müssen keine Privatgelände oder Bahnanlagen betreten werden! Beim Suchen bitte aufpassen, da der Cache entlang einer etwas unübersichtlichen Straßenkurve liegt. Diese ist zwar wenig befahren , dennoch kann ab und an ein Fahrzeug auftauchen! (Update 03.14: Anscheinend herrscht hier doch weitaus mehr Verkehr, also: Obacht!)
Da es sich hierbei um meinen ersten selbst gelegten Cache handelt, würde ich mich über Anregungen und Kritik freuen!