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Das Kreidefeld von Kaltohmfeld EarthCache

Hidden : 5/27/2013
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Das Kreidefeld von Kaltohmfeld

 

Einleitung

Das Kreidefeld von Kaltohmfeld befindet sich ca. 600 m Südwestlich des gleichnamigen Ortes Kaltohmfeld am Südrand des Ohmgebirges. Hier finden sich viele Gesteinsbrocken aus der Kreidezeit, die zum Leid der Bauern die weiten der Felder bedecken, da dies nur gelegentlich einen geologischen Einblick erlaubt und zwar nur dann wenn die Felder nicht bestellt sind und kein Schnee liegt, widmen wir uns den Kreideaufschlüssen im Sachsenthal am Ritterbach. Auch wenn die dortigen Aufschlüssen nur in geringer Mächtigkeit anstehen, so ist doch das gesamte Flussbett mit Kreidesteinen bedeckt und die Tatsache, dass man hier überhaupt Kreidegesteine findet ist schon eine Besonderheit an sich und für Thüringen und die Region einmalig.    

 
Das Kreidefeld von Kaltohmfeld

Die Entstehung des Kreidevorkommens

Das hier auftretende Kreidegestein entstand in der nach der Schreibkreide benannten Zeit Kreide. Die Kreide ist es das jüngste und mit 80 Millionen Jahren am längsten dauernde Periode in der Geochronologie. Sie begann vor rund 145 Millionen Jahren mit dem Ende des Juras und endete vor etwa 66 Millionen Jahren mit dem Beginn des Paläogens. Kreide ist neben Kalkstein und Marmor eine der drei in der Natur vorkommenden Gesteinsformen von Calciumcarbonat (ist der Hauptbestandteil des sedimentär gebildeten Kalksteins). Trotzdem können Sedimentgesteine der Kreidezeit aus völlig anderen Mineralen aufgebaut sein, wie beispielsweise die überwiegend aus Quarz bestehenden und häufig vorkommenden Kreidesandsteine, deren Name ausschließlich auf ihre Entstehungszeit hinweist. Das typische weiße Kreidegestein findet man überwiegend auf der Insel Rügen und im nördlichen Harzvorland.  Im Thüringer Becken wurde die Gesteine des Kreidemeeres, das ehemals wohl bis an den heutigen Thüringer Wald gereicht haben mag, während der nachfolgenden erdgeschichtlichen Zeiten  bis auf winzige Reste im Bereich der Grabenzone des Ohmgebirges (Holunger- und Worbiser-Graben) wieder abgetragen. Zur Zeit der Kreide  erhoben sich die Mitteldeutschen Landbrücken aus dem zuvor einheitlichen Jurameer. Es entstanden zwei Teilmeere innerhalb eines süddeutsch-böhmischen und eines norddeutsch-polnischen Beckens. Zu dieser Zeit erhoben sich z.B. der Harz oder die Alpen.

 


Fundstücke von Kreide im Sachsenthal

Die Konservierung des Kreidevorkommens

Obwohl zur Kreidezeit weite Teile Deutschlands von einem riesigen Urzeitmeer überflutet waren und sich am Grunde dieses Meer überall aus abgestorbenen Tieren Calciumcarbonat ablagerte konnte sich dieses nicht an allen Stellen zu Gestein verfestigten. Mit der Gebirgshebung im europäischen Raum wurden diese Sedimente frei gelegt und fanden so einen kein Schutz durch Witterungseinflüsse. Das noch meist lose Gestein wurde schnell durch Regen und Wasser gelöst und abtransportiert. Nur an wenigen Stellen, wie hier im Ohmgebirgsgraben wurde die Kreide konserviert, isoliert und vor äußeren Einflüssen geschützt. Die Ohmgebirgs-Grabenzone ist eine saxonisch (von Nordnordwest nach Südsüdost) verlaufende geologische Störungszone. Sie grenzt das Thüringer Becken und seine nördlichen Randplatten nach Nordwesten ab. Entstanden ist die Grabenzone zunächst als Einsenkung innerhalb des Muschelkalks aus dem das Ohmgebirge überwiegend besteht. Da die Region um das Ohmgebirge vorwiegend aus dem weicheren Buntsandstein besteht und Muschelkalk einer verminderten Verwitterung unterliegt blieb es bis heute als Erhebung bestehen. Der ehemalige Graben wurde so zu einem Gebirge. Die konservierten Kreidevorkommen werden so nun Stück für Stück an der Oberfläche sichtbar und das vorwiegend an Erosionsstellen wie dem Ritterbach. Hier lassen auch verschiedene Muschelarten und fossile Würmer finden. Ebenso Ammoniten, die zu den Kopffüßern gehören, sind recht häufig. Seeigel (Stachelhäuter) sind jedoch schon relativ selten und zu den absoluten Glücksfunden zählen hier im Bereich Haifischzähne.  

Geologische Struktur des nördlichen Thüringer Beckens

 

Begebt euch an die angegebenen Koordinaten und beantwortet die folgenden Fragen und schickt uns hier die Antworten.
Ihr dürft gleich loggen, wenn es Probleme gibt dann melden wir uns.

Schön wäre es, wenn ihr auch Bilder mit hochladen würdet.

 

1. Wie stellt sich das dortige Kreidegestein dar?

Beschreibe es mit eigenen Worten!   

  

2. Die meisten Steine im Bachbett haben nicht das typische Aussehen von Kreidegestein.

a) Wie stellen sie sich dar?

b) Warum ist das?

 

3. Folgt dem Bachbett in Flussrichtung.

a) Was fällt euch nach ca. 250m auf?

b) Beschreibt das Phänomen mit eigenen Worten.

 

 

 

Quellen / Bilder / weitergehende Informationen:

 

Murawski / Meyer: Geologisches Wörterbuch

Seidel: Sammlung geologischer Führer, Bd.85, Thüringer Becken

Bilder / Skizzen: Nine&Dido

Grafik: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Thueringer_Becken_-_geologische_Struktur.jpg – Bearbeitet durch Nine&Dido

http://de.wikipedia.org/wiki/Calciumcarbonat

http://de.wikipedia.org/wiki/Kreide_(Geologie)

http://de.wikipedia.org/wiki/Ohmgebirgs-Grabenzone

http://www.naturkundemuseum-erfurt.de/ausstellungen/staendige-ausstellung/erdgeschoss/kreide/

http://www.veh-eichsfeld.de/modx/index.php?id=27

  

 

 

Happy Hunting wünschen

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