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Auf der Flucht Multi-Cache

Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
4 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:

Die Schlacht im Muotatal am 1. Oktober 1799





Es ist Herbst im Jahre 1799. Die Schweiz ist Kriegsschauplatz fremder Heere geworden, die helvetische Regierung dem Treiben machtlos ausgesetzt. Die Bevölkerung hat den fremden Truppen zu gehorchen, Unterkunft zu gewähren, zu zahlen, fremde Soldaten zu verpflegen und Kriegsdienst zu leisten.

Die Machthaber in St. Petersburg, Wien und London suchen nach Lösungen gegen das revolutionäre Frankreich. Der französisch besetzte Teil der helvetischen Republik soll ,befreit‘ werden, um den Weg für einen russischen Generalangriff gegen Frankreich zu ebnen. Dazu wird die russische Armee unter General Korsakow vom Auftrag am Niederrhein entbunden und in die Schweiz befohlen. General Suworow mit seiner Armee wird aus Oberitalien abgezogen und nach Norden umdirigiert. Nach dem Sieg gegen die Franzosen und der Vereinigung mit Korsakows Truppen soll er den Oberbefehl über die russischen Armeen erhalten. Suworow wählt für seinen Angriff den kühnsten Plan: Den Marsch über den Gotthard. Dieser Plan entspricht seinem Temperament und seiner Art, ohne Umschweife auf das Ziel loszugehen.

Nach zähem, aber erfolgreichen, Stoss über den Gotthard steht Suworow mit seiner Armee schliesslich am 28. September im Muotatal. Nach und nach treffen 10‘000 Mann ein. Suworow schlägt sein Quartier im Kloster St. Josef in Mutten (alter Name für Muotathal) auf. Dort erfährt er auch von der Niederlage der Armee unter Korsakow in Zürich. Zudem melden ihm seine Späher, dass auf dem Pragelpass nicht wie erwartet die verbündeten Österreicher, sondern französische Truppen seien. Diese hielten auch alle weiteren Ausgänge aus dem Tal besetzt. Suworow erkennt, dass sein Operationsplan gescheitert ist und er im Muotatal in beinahe hoffnungsloser Lage in der Falle sitzt.

Am Morgen des 29. Septembers ruft Suworow im Kloster St. Josef seine Generäle zum Kriegsrat zusammen. Sie beschliessen, in Anbetracht der erwarteten Stärke des französischen Gegners in Schwyz, den ursprünglichen Plan eines Vormarsches dorthin aufzugeben und stattdessen über den Pragelpass gegen Glarus auszuweichen. Dazu sollen die Generäle Auffenberg und Bagration den Befreiungsstoss führen, während das Korps Rosenberg den Abzug deckt.

In der Nacht zum 1. Oktober treffen in Schwyz nach und nach weitere französische Truppen ein. Am Morgen wollen sie mit etwa 15‘000 Mann von Schwyz aus die Russen im Muotathal angreifen. Der Plan lautet, mit dem Gros von Schönenbuch aus über die „steinerne Brücke“ vorzurücken, den Gegner frontal anzugreifen und zu binden. Gleichzeitig soll mit einem Nebenstoss über Uf Ibrig, Oberberg und Illgau dem Gegner in die Flanke und Rücken gefallen werden.

Drei Späher der Franzosen, unter der Leitung von Caporal Leclerc, machen sich bereits um Mitternacht auf, um den Flankenstoss von Illgau ins Tal zu erkunden. Verkleidet als Bauern gehen sie los und erreichen im Morgengrauen ohne Feindkontakt Illgau. Ohne die Aufmerksamkeit der Bevölkerung zu erregen, schleichen sie durch das Dorf und den schmalen steilen Weg hinunter in Richtung Tal. Bereits auf halber Höhe erkennen sie die Stellungen der russischen Verteidiger. Sie verstecken sich auf Beobachtungsposten im Wald, um auf den Flankenstoss ihrer Kameraden von Illgau hinunter zu warten. Zwei Stunden später hören sie Kanonen, Gewehre und Kampflärm vom Talkessel herauf. Der Hauptstoss der französischen Armee aus Schwyz gegen die Russen im Muotathal hat begonnen! Der Flankenangriff aus Illgau lässt jedoch auf sich warten. Da geschieht etwas unerwartetes. Ein ganzes Regiment der Russen kommt mit Pferden, Wagen und gar Kanonen den Weg hoch. Sie wollen ihrerseits die französische Angriffsspitze umgehen und dem Angreifer in die Flanke fallen. Es ist höchste Zeit für die Späher umzukehren und ihrem Kommandanten Bericht zu erstatten. Die Steilheit des Geländes lässt jedoch kein Fortkommen abseits vom Weg zu, sodass sie auf diesen zurückkehren müssen. Doch was ist das? Ein Vorausdetachement der Russen ist gleich hinter ihnen. Die Späher rennen um ihr Leben den Berg hoch, dicht gefolgt von den Soldaten. Schüsse fallen, die sie jedoch verfehlen. Da die Späher nur leichte Ausrüstung auf sich tragen, kommen sie schneller voran als die Soldaten mit Packung und Gewehr. Während sie auf dem Weg den Berg hocheilen, überholen sie die Magd Anna Schelbert. Sie geben ihr ein Zeichen, still zu sein und sie nicht zu verraten und wollen weiter den Berg hoch. Anna spricht jedoch eindringlich zu ihnen, packt schliesslich Leclerc an der Hand und zieht ihn auf der linken Seite eines kleinen Bachtobels, auf einem kaum sichtbaren, steilen Pfad, den Berg hoch. Gleich unterhalb des Felsbandes traversieren sie das Bachtobel von links nach rechts, steigen entlang dem Felsband wieder einige Meter ab und stehen schliesslich vor einem mit grossen Steinen belegten Höhleneingang. Anna zeigt ihnen an, da hineinzukriechen und sich zu verstecken. Die Späher entzünden mit Feuersteinen und Zunder ihre Fackeln, mit der sie schon des Nachts den Weg suchten, und kriechen in die Höhle. Nach etwa zehn Meter macht die Höhle eine Biegung nach rechts und dann nach fünf Metern wieder nach links. Sie beschliessen, hier zu warten, bis sich die Situation wieder beruhigt hat.

Nach drei Tagen verlassen sie die Höhle und können sich ihren Kameraden, welche in der Zwischenzeit den abziehenden russischen Armeen nachgestossen sind, wieder anschliessen. Sie erfahren, dass an den Kampftagen im Muotathal gegen 3‘500 Franzosen gefallen sind, wovon 300 im Fluss ertranken und 200 von den steilen Höhen herabstürzten.

Die Geschichte ist, basierend auf Band 9 von ,Militärgeschichte zum Anfassen; PD Dr. Hans Rudolf Fuhrer‘, frei erfunden.

Achtung! Die Höhle nicht allein und nur mit geeigneter Ausrüstung, insbesondere feste Schuhe, Helm und Stirnlampe, betreten. BYOP

Swissgeocache.ch/forum

Additional Hints (Decrypt)

Qvr Nhftnatfxbbeqvangr vfg qre Uöuyrarvatnat. Hz qra Pnpur mh svaqra, sbytr qrz Jrt iba Pncbeny Yrpyrep.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)