An der alten Bahnstrecke zwischen Glöwen und Havelberg
Die Bahnstrecke zwischen Havelberg und Glöwen gehörte ursprünglich nicht zum Schmalspurnetz des "Pollo" dazu. Sie wurde 1890 als Regelspurstrecke von der Preußischen Staatsbahn mit Zwischenstationen in Nitzow und Toppel eröffnet. Nördlich von Nitzow - im Bereich des heutigen Pionierübungsplatzes - gab es noch eine Abzweigung zu einer Munitionsfabrik.
Die Bahngleise wurden nach dem Zweiten Weltkrieg als Reparationszahlung an die Sowjetunion abgebaut. Bereits im September 1948 wurde die Strecke neu eröffnet, jedoch nun nur noch als 750mm Schmalspurbahn. Die Gleise stammten von der damals schon stillgelegten Pollo-Strecke Kreuzweg - Viesecke und dem Abschnitt Dahme - Görsdorf der Jütersbog - Luckenwalder Kreiskleinbahn.
Obwohl nun auf der Strecke Havelberg - Glöwen der "Pollo" fuhr, gab es keinen direkten Gleisanschluss an das übrige Pollo-Streckennetz. Zwischen den Gleisen lag die normalspurige Schnellbahntrasse der Eisenbahn Berlin - Hamburg. Das alte Pollo-Netz liegt nördlich davon, die Strecke Glöwen - Havelberg südlich. Für den Transport der Fahrzeuge wurde daher ein normalspuriger Rollwagen benutzt, der über eine eigens errichtete Rampe beladen werden konnte.
Spurensuche
Man kann auch heute noch fast die gesamte Strecke von Glöwen nach Havelberg ablaufen (oder mit dem Fahrrad befahren). Nur in Havelberg kurz vor dem Endbahnhof sind Teile der Strecke durch Häuser überbaut. In Nitzow steht noch das alte Bahnhofsgebäude, das heute Wohnhaus ist. Die Beschriftung ist noch gut zu erkennen.
An den jetzigen (2015 geänderten) Koordinaten liegen noch Reste alter Schwellen im Weg. Dort verliefen die Gleise. Der Weg, der von hier in einem großen Bogen in den Wald führt - das war die alte Bahntrasse. Ansonsten sind mit dem Ausbau der Strecke für den ICE Verkehr die letzten noch vorhanden alten Schuppen etc. abgerissen worden. Das Bahnhofsgebäude in Glöwen gehört zu den von Friedrich Neuhaus entworfenen klassizistischen Bahnhofsgebäuden an der Bahnstrecke Hamburg - Berlin. Bis vor kurzem befand es sich in einem denkbar schlechten Zustand. Jetzt - 2015 - scheint hier Bewegung in die Sache zu kommen, das Gebäude wird saniert! Hoffen wir mal, dass es einer sinnvollen Nutzung zugeführt wird.
Cache 2.0
Alles neu macht der Mai 2015. Da für die BUGA ein großer Parkplatz gebaut wurde, war das alte Versteck nicht mehr für eine Dose geeignet. Ein Petling liegt jetzt dort versteckt, wo einst die Gleise verliefen. ABER: die modernen Gleisanlagen dürfen nicht betreten werden. Hier fahren ICEs vorbei! Bitte immer wieder gut verstecken!