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FTF#1 - Die Weiße Rose Mystery Cache

Hidden : 9/5/2013
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:

Dieser Cache ist Teil einer T5 Serie in Raaba. FTF wie Five T-Five.
Im Logbuch findet ihr eine Bonus-Zahl, die ihr für den Bonus-Cache benötigt.

Dieser Cache ist der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ gewidmet.

- Weiße Rose -


In München formierte sich während des Zweiten Weltkriegs eine Widerstandsgruppe, die aus dem studentischen Umfeld stammte. Den Kern dieser Gruppe bildeten die Geschwister Sophie und Hans Scholl, Christoph Probst, Willi Graf und Alexander Schmorell, sowie der Universitätsprofessor Karl Huber. Durch zum Teil eigene Erlebnisse an der Front in Russland und durch Berichte von Freunden über Massendeportierungen und – Hinrichtungen wuchs die Empörung gegen das nationalsozialistische Regime im Deutschen Reich.

- Christoph Probst / Alexander Schmorell /Hans Scholl / Willi Graf / Kurt Huner / Sophie Scholl -


Das erste Flugblatt (Originaltext siehe unten) wurde Ende Juni 1942 gedruckt und an Münchner Intellektuelle verteilt.  In den nächsten 2 Monaten folgen weitere drei Flugblätter.
Die Gestapo leitete schon im Sommer 1942 intensive Untersuchungen ein. Das sechste Flugblatt (erschienen in der Nacht von 15. auf den 16. Februar 1943) wurde der Gruppe allerdings zum Verhängnis. Beim Auslegen in der Münchner Universität wurden Hans und Sophie Scholl vom Hörsaaldiener entdeckt, festgehalten und der Gestapo übergeben.
In einem ersten Prozess nur ein paar Tage später wurden die Geschwister Scholl und Christoph Probst zum Tode verurteilt, dass Urteil wurde umgehend vollstreckt.
Prof. Karl Huber, Alexander Schmorell und Willi Graf wurden in einem zweiten Prozess im April 1943 ebenfalls zum Tode verurteilt.
Gerade die Geschwister Scholl sind ein Synonym für den Widerstand gegen den Nationalsozialismus geworden.
Hier das erste Flugblatt der Gruppe im Originaltext (Quelle: Wikipedia)

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Flugblätter der Weißen Rose I

Nichts ist eines Kulturvolkes unwürdiger, als sich ohne Widerstand von einer verantwortungslosen und dunklen Trieben ergebenen Herrscherclique "regieren" zu lassen. Ist es nicht so, daß sich jeder ehrliche Deutsche heute seiner Regierung schämt, und wer von uns ahnt das Ausmaß der Schmach, die über uns und unsere Kinder kommen wird, wenn einst der Schleier von unseren Augen gefallen ist und die grauenvollsten und jegliches Maß unendlich überschreitenden Verbrechen ans Tageslicht treten? Wenn das deutsche Volk schon so in seinem tiefsten Wesen korrumpiert und zerfallen ist, daß es, ohne eine Hand zu regen, im leichtsinnigen Vertrauen auf eine fragwürdige Gesetzmäßigkeit der Geschichte das Höchste, das ein Mensch besitzt und das ihn über jede andere Kreatur erhöht, nämlich den freien Willen, preisgibt, die Freiheit des Menschen preisgibt, selbst mit einzugreifen in das Rad der Geschichte und es seiner vernünftigen Entscheidung unterzuordnen - wenn die Deutschen, so jeder Individualität bar, schon so sehr zur geistlosen und feigen Masse geworden sind, dann, ja dann verdienen sie den Untergang.

Goethe spricht von den Deutschen als einem tragischen Volke, gleich dem der Juden und Griechen, aber heute hat es eher den Anschein, als sei es eine seichte, willenlose Herde von Mitläufern, denen das Mark aus dem Innersten gesogen und die nun ihres Kerns beraubt, bereit sind, sich in den Untergang hetzen zu lassen. Es scheint so - aber es ist nicht so; vielmehr hat man in langsamer, trügerischer, systematischer Vergewaltigung jeden einzelnen in ein geistiges Gefängnis gesteckt, und erst als er darin gefesselt lag, wurde er sich des Verhängnisses bewußt. Wenige nur erkannten das drohende Verderben, und der Lohn für ihr heroisches Mahnen war der Tod. Über das Schicksal dieser Menschen wird noch zu reden sein.

Wenn jeder wartet, bis der andere anfängt, werden die Boten der rächenden Nemesis unaufhaltsam näher und näher rücken, dann wird auch das letzte Opfer sinnlos in den Rachen des unersättlichen Dämons geworfen sein. Daher muß jeder einzelne seiner Verantwortung als Mitglied der christlichen und abendländischen Kultur bewußt in dieser letzten Stunde sich wehren, soviel er kann, arbeiten wider die Geißel der Menschheit, wider den Faschismus und jedes ihm ähnliche System des absoluten Staates. Leistet passiven Widerstand - Widerstand -, wo immer Ihr auch seid, verhindert das Weiterlaufen dieser atheistischen Kriegsmaschine, ehe es zu spät ist, ehe die letzten Städte ein Trümmerhaufen sind, gleich Köln, und ehe die letzte Jugend des Volkes irgendwo für die Hybris eines Untermenschen verblutet ist. Vergeßt nicht, daß ein jedes Volk diejenige Regierung verdient, die es erträgt!

Aus Friedrich Schiller, "Die Gesetzgebung des Lykurgus und Solon":

".... Gegen seinen eigenen Zweck gehalten, ist die Gesetzgebung des Lykurgus ein Meisterstück der Staats- und Menschenkunde. Er wollte einen mächtigen, in sich selbst gegründeten, unzerstörbaren Staat; politische Stärke und Dauerhaftigkeit waren das Ziel, wonach er strebte, und dieses Ziel hat er so weit erreicht, als unter seinen Umständen möglich war. Aber hält man den Zweck, welchen Lykurgus sich vorsetzte, gegen den Zweck der Menschheit, so muß eine tiefe Mißbilligung an die Stelle der Bewunderung treten, die uns der erste flüchtige Blick abgewonnen hat. Alles darf dem Besten des Staats zum Opfer gebracht werden, nur dasjenige nicht, dem der Staat selbst nur als ein Mittel dient. Der Staat selbst ist niemals Zweck, er ist nur wichtig als eine Bedingung, unter welcher der Zweck der Menschheit erfüllt werden kann, und dieser Zweck der Menschheit ist kein anderer, als Ausbildung aller Kräfte des Menschen, Fortschreitung. Hindert eine Staatsverfassung, daß alle Kräfte, die im Menschen liegen, sich entwickeln; hindert sie die Fortschreitung des Geistes, so ist sie verwerflich und schädlich, sie mag übrigens noch so durchdacht und in ihrer Art noch so vollkommen sein. Ihre Dauerhaftigkeit selbst gereicht ihr alsdann viel mehr zum Vorwurf als zum Ruhme - sie ist dann nur ein verlängertes Übel; je länger sie Bestand hat, um so schädlicher ist sie.

... Auf Unkosten aller sittlichen Gefühle wurde das politische Verdienst errungen und die Fähigkeit dazu ausgebildet. In Sparta gab es keine eheliche Liebe, keine Mutterliebe, keine kindliche Liebe, keine Freundschaft es gab nichts als Bürger, nichts als bürgerliche Tugend.

... Ein Staatsgesetz machte den Spartanern die Unmenschlichkeit gegen ihre Sklaven zur Pflicht; in diesen unglücklichen Schlachtopfern wurde die Menschheit beschimpft und mißhandelt. In dem spartanischen Gesetzbuche selbst wurde der gefährliche Grundsatz gepredigt, Menschen als Mittel und nicht als Zwecke zu betrachten dadurch wurden die Grundfesten des Naturrechts und der Sittlichkeit gesetzmäßig eingerissen.

... Welch schöneres Schauspiel gibt der rauhe Krieger Gaius Marcius in seinem Lager vor Rom, der Rache und Sieg aufopfert, weil er die Tränen der Mutter nicht fließen sehen kann!

... Der Staat (des Lykurgus) könnte nur unter der einzigen Bedingung fortdauern, wenn der Geist des Volks stillstünde; er könnte sich also nur dadurch erhalten, daß er den höchsten und einzigen Zweck eines Staates verfehlte."

Aus Goethes "Des Epimenides Erwachen", zweiter Aufzug, vierter Auftritt:

Genien:

Doch was dem Abgrund kühn entstiegen,
Kann durch ein ehernes Geschick
Den halben Weltkreis übersiegen,
Zum Abgrund muß es doch zurück.
Schon droht ein ungeheures Bangen,
Vergebens wird er widerstehn!
Und alle, die noch an ihm hangen,
Sie müssen mit zu Grunde gehn.

Hoffnung:

Nun begegn' ich meinen Braven,
Die sich in der Nacht versammelt,
Um zu schweigen, nicht zu schlafen,
Und das schöne Wort der Freiheit
Wird gelispelt und gestammelt,
Bis in ungewohnter Neuheit
Wir an unsrer Tempel Stufen
Wieder neu entzückt es rufen:
(Mit Überzeugung, laut:)
Freiheit!
(gemässigter:)
Freiheit!
(von allen Seiten und Enden Echo:)
Freiheit!

Wir bitten Sie, dieses Blatt mit möglichst vielen Durchschlägen abzuschreiben und weiterzuverteilen!

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Wer sich weiter mit dem interessanten Thema auseinander setzen möchte, dem kann das Buch von Inge Scholl „Die Weiße Rose“ sehr empfohlen werden. Sie erzählt darin das Leben ihrer Geschwister.

Nun zu den Koordinaten für diese Dose: im sechsten und letzten Flugblatt der Weißen Rose wird die Zahl der deutschen Opfer genannt. Nennen wir diese Zahl R.
A sei die durch drei geteilte Quersumme dieser Zahl
B sei die iterierte Quersumme dieser Zahl
C sei die durch zwei geteilte Anzahl der Ziffern in dieser Zahl
D sei die Anzahl der Nullen in dieser Zahl
U = D – C
V = A x D – C
W = B – A x C
X = A + C
Y = 2 x A
Z = B / A

Die Dose findet ihr bei N47°02.UVW und E015°30.XYZ

Wichtiger Hinweis: Dieser Cache ist ein T5 Cache. Bitte beachtet, dass ihr für das Loggen dieser Dose eine geeignete Ausrüstung benötigt. Jeder ist für sein Handeln selbst verantwortlich!

2013-09-23: Attribut "Stealth required" hinzugefügt.

Additional Hints (No hints available.)