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Kanal Mystery Cache

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eichwalder: Am Final wird offenbar bald gebaut. Auch sind zwei der Fragen wegen verschwundener Websites nicht mehr zu beantworten. Deshalb ist hier nun Schluss für diesen Cache. Platz für Neues! Und danke für die vielen schönen Logs in den vergangenen acht Jahren!

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Hidden : 6/25/2013
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

Dies ist eine wahre Geschichte für Leute, die gern in der Vergangenheit herumstöbern. Um den Cache zu finden, müsst ihr ein paar Fakten recherchieren. Bei den angegebenen Koordinaten findet ihr ihn jedenfalls nicht - sie zeigen nur auf ein Hafenbecken, das nie gebaut wurde.


Kanal

Die Geschichte


Die Entwicklung Eichwaldes verlief vollkommen anders als die der benachbarten Orte. Während jene aus Dörfern entstanden, in denen schon seit dem Mittelalter Bauern, Bienenzüchter und Fischer lebten, ist Eichwalde eine um 1890 am Zeichenbrett geplante Siedlung. Mehrere Grundstücksgesellschaften hatten das Land gekauft, parzelliert, und verkauften die Grundstücke an Berliner Geschäftsleute, Handwerksmeister und Angestellte, die dem damals noch neuen Trend folgten, "hinaus ins Grüne" zu ziehen.

Bereits sehr früh gab es einen Bebauungsplan, der gerade Straßen mit breiten Gehwegen und vielen Bäumen vorsah. Eichwalde sollte ein Villenvorort werden. Sogar eine Kanalisation war geplant, allerdings hat damals wohl niemand geahnt, dass noch viele Jahre ins Land gehen würden, bis dieser Plan vollständig umgesetzt sein würde. Erst mit dem Abschluss des sogenannten ZEWS-Projekts war es geschafft. In welchem Jahr war Eichwalde vollständig an die Kanalisation angeschlossen? Die Jahreszahl sei A. (Update 2018: Leider ist der Artikel, der diese Information enthält, nicht mehr im Netz verfügbar. Deshalb steht die Antwort jetzt hier: Die Kanalisation wurde 2002 fertig gestellt.)

Von Anfang an gab es in Eichwalde Schwierigkeiten mit der Ableitung von Regenwasser. Besonders schlimm waren die Überschwemmungen von 1907 und 1927. Erst Anfang der dreißiger Jahre bekam man das Problem in den Griff. Doch auch danach kam es immer wieder zu kurzzeitigen Überflutungen, wie etwa am 1. Juli 2009, als das Wasser in der Bahnhofstraße 40 cm hoch stand. Dabei hätte alles auch ganz anders kommen können.

Eichwalde steht auf einem ehemaligen Wald- und Heidegebiet mit einem hohen Grundwasserspiegel. In den umliegenden Wäldern kann man auch heute noch mit Wasser gefüllte Senken finden. Die Entwässerung des Gebietes leistet vor allem der Plumpengraben, ein Gewässer, das von Bohnsdorf kommend, durch Eichwalde fließt und sich früher bis zum Zeuthener See schlängelte. Heute mündet es in den Selchower Flutgraben. Zur Vorbereitung der Besiedlung Eichwaldes wurde der Plumpengraben 1891 begradigt.

Wegen seines geringen Gefälles konnte der Graben das in Eichwalde anfallende Regenwasser nicht zuverlässig ableiten. Hinzu kam, dass auf Grund ungünstiger Eigentumsverhältnisse die Reinigung des Grabens und die Pflege der Böschung teilweise vernachlässigt wurde, und der Graben an engen Stellen immer wieder verstopfte.

Die ersten Pläne für eine Kanalisation gehen auf das Jahr 1910 zurück. Sie enthielten auch Drainageleitungen, mit denen zu hoch stehendes Grundwasser in den Zeuthener See abgeleitet werden sollte. Bereits 1911 wurden die Pläne jedoch schon wieder zu den Akten gelegt, weil sie der Gemeinde zu teuer erschienen, zumal auch gerade ein Wasserwerk gebaut und Trinkwasserleitungen verlegt wurden. Welches technische Bauwerk, das etwa zu dieser Zeit in Eichwalde errichtet wurde, wird heute als Wohnhaus genutzt? Der Buchstabenwert des Wortes sei B.

Es gab jedoch noch einen anderen Plan, der sowohl technisch als auch städtebaulich Aufmerksamkeit erregte, und der nur deshalb entstehen konnte, weil Eichwalde als Siedlung zu großen Teilen noch nicht gebaut war. Man wollte einen 1,7 km langen, schiffbaren Kanal anlegen - vom Zeuthener See mitten durch den Ort bis zum Bahnhof. Das Gewässer sollte für Ruder- und Motorboote, kleine Segelyachten und Lastkähne befahrbar sein. Dieser Kanal würde den Grundwasserspiegel im Ort um etwa einen halben Meter senken, und auch Regenwasser sofort in den Zeuthener See ableiten. Durch das Grundwasser und die Verbindung zum Plumpengraben hätte der Kanal ständig eine leichte Strömung, was die Nachteile eines stehenden Gewässers vermieden hätte. Wieviel Meter breit sollte der Kanal sein? Diese Zahl sei C. (Update 2017: Leider ist der Artikel, der diese Information enthält, nicht mehr im Netz verfügbar. Deshalb steht die Antwort jetzt hier: Der Kanal sollte 8 m breit sein.)

Als im Jahre 1912 ein bekannter Architekt den Auftrag erhielt, einen neuen Bebauungsplan für den noch unbebauten südöstlichen Teil des Ortes zu erstellen, fand die Idee vom Kanal ebenfalls Berücksichtigung. Der neue Plan sah vor, den Kanal entlang einer Promenade (heute die Schmöckwitzer Straße) durch den Ort bis zur Bahn zu führen, wo der Bahnhof an seinem südlichen Ende einen weiteren Eingang bekommen sollte (der heute übrigens immer noch fehlt). Das Ende des Kanals sollte ein Hafenbecken im Zentrum eines repräsentativen Platzes bilden. Um den Platz herum sollten verschiedene Schulen angesiedelt sein, außerdem ein Spielplatz, ein Turnplatz und ein kleiner Park. Wie hieß der 1880 geborene Architekt? Die Anzahl der Buchstaben in seinem ersten Vornamen sei D.

Auf den ersten Blick sah das Ganze sehr teuer aus. Aber den hohen Kosten des Projekts standen auch bedeutende Einsparungen gegenüber, vor allem bei einer Kanalisation und bei Drainageleitungen für das Grundwasser. Der anfallende Bodenaushub hätte für den Straßenbau verwendet werden können, man hätte sich so den Transport etlicher Tonnen Sand gespart - damals gab es noch keine schweren LKW. Die Grundstücke an der Promenade entlang des Kanals, und vor allem die auf der anderen Kanalseite gelegenen Wassergrundstücke, hätten eine große Wertsteigerung erfahren. Man kalkulierte, dass durch die Einsparungen, und durch den Verkauf der Grundstücke nach etwa fünf Jahren, die Kosten des Projekts vollständig ausgeglichen wären.

Die Gemeindeverwaltung befürwortete das Projekt und verhandelte mit den Grundstücksgesellschaften über die Überlassung des Bodens und die Aufteilung der Kosten. Die Verhandlungen scheiterten jedoch. Verschiedene Quellen machen unterschiedliche Angaben dazu, wer für das Scheitern verantwortlich war. Klar ist, dass man sich über den Grundstückspreis nicht einig wurde. Eine Quelle nennt eine Differenz von vier Mark pro Quadratrute, über die am Ende gestritten wurde. Das wären etwa zehn Prozent des verhandelten Preises gewesen, umgerechnet deutlich weniger als eine Mark pro Quadratmeter - damals nicht mehr als der Preis einer Bahnfahrkarte nach Berlin. Die Gemeinde hätte noch für einige Tausend Mark mehr einen Kredit aufnehmen müssen, der sich elf Jahre später durch die Hyperinflation von selbst erledigt hätte - aber das konnte ja niemand wissen. Wie groß war in Eichwalde eine Quadratrute (auf ganze Quadratmeter gerundet)? Dieser Wert sei E.

Der Cache


Der Cache befindet sich bei

N 52° 21.[B-(A/E)-D][E-(2*D)][C], E 013° 37.[B+(D*E)+(2*C)+2]

In diesem Cache befindet sich virtuell ein Coin, der an ein anderes gescheitertes Schiffahrtsprojekt aus dem gleichen Jahr erinnert. Der Tracking Code steht im Deckel des Caches.



Update 20.11.2014: Auf Grund von Baumarbeiten musste das Versteck umziehen. Formel und Checker wurden angepasst. Wer noch die alten Finalkoordinaten hat, kann von diesen aus 187 m in Richtung 163.8° zum neuen Versteck peilen.


Additional Hints (No hints available.)