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Naturdenkmal Große Hohl EarthCache

Hidden : 1/1/2014
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:

Naturdenkmal "Große Hohl"

Earthcache am Hohlweg der Landauer Straße in Landau-Wollmesheim


Am 10. Januar 2004 wurde in Australien der erste Earthcache gelegt. Hier nun eine kleine Hommage daran.

Beschreibung:
Der Hohlweg ist etwa 5 bis 10 Meter tief eingeschnitten, auf Teilflächen sind offene Lössschichten zu erkennen. Der Hohlweg nimmt eine Fläche von 0,54 ha ein.

Naturräumliche Gliederung:
Der Hohlweg ist naturräumlich der "Südlichen Oberhaardt" zugeordnet. Damit wird die teilweise mit Löss bedeckte Vorhügelzone des Pfälzer Waldes mit ihren besonderen klimatischen Begünstigungen bezeichnet. Die vom Pfälzer Wald abfallenden Hanglagen werden weinbaulich genutzt. Zu den besonders charakteristischen Elementen der Weinbaugebiete gehören Löss-Hohlwege.

Geologische Unterlage:
Die "Große Hohl" besteht aus Löss. Dieses Gestein entstand durch Ablagerungen (Sedimente) von Staub, der durch eiszeitliche Winde aus östlichen Richtungen verfrachtet wurde. Aus diesem Grund bezeichnet man Löss als "äolisches Sediment" (benannt nach Aiolos, dem griechischen Gott des Windes).

Lössentstehung:
Vor langer Zeit, während der Kaltzeiten der Würm-Eiszeiten (120- bis 10-tausend Jahre v. Chr.), wurde sehr feiner Gesteinsstaub aus den damals vegetationsfreien Schotterebenen der flachen Oberrheinebene ausgeblasen. Es waren Staubbestandteile der Kalkgerölle und Geschiebemergel, die der Rhein im Sommer mit dem Schmelzwasser aus den Alpen herbeischleppte. In unseren Regionen ließ die Windkraft nach und die Staubausblasungen setzten sich zu mächtigen Lössschichten zusammen. Die Ablagerungen erfolgten nicht flächendecken, sie waren abhängig von der Reliefierung der damaligen Landschaft.

Entstehung, Bedeutung als Lebensraum und Schutz:
Die geologische Übersichtskarte und das Foto links zeigen, dass sich die Wollmesheimer Erschließungsstraße auf einer Lössunterlage entwickelt hat. Als unbefestigter Landweg wurde diese jahrhundertelang mit Fuhrwerken befahren. Dadurch wurde der Löss verdichtet und das "zementartig" aufgebaute "Kalk-Mineralskelett" zerstört. Auf die Weise entstanden "Einzelkörner" ohne inneren Zusammenhalt, die durch die Einwirkung von Regenwasser abgeschwemmt wurden. Der Fahrweg konnte sich so immer tiefer eingraben. Die "Große Hohl" ist heute asphaltiert, dadurch wird eine weitere Vertiefung verhindert. Seit dem 20.08.1990 ist die "Große Hohl" als Naturdenkmal der Stadt Landau rechtsverbindlich festgesetzt. Gemäß § 3 der Rechtsverordnung ist der Schutzzweck der Erhaltung des Hohlweges aus wissenschaftlichen Gründen und aufgrund seiner Seltenheit, Schönheit und Eigenart. Die Bedeutung der Hohlwege als Lebensraum für Tiere ist abhängig von der Beschaffenheit des Lösses. der Sonneneinstrahlung und der Steilheit der Wände. Je stärker die Strukturvielfalt in den Lösswegen ausgebildet ist (z.B. schattige und sonnige Teilflächen, Bereich mit mehr oder weniger Wandabbrüchen u.a.m.), desto mehr Tierarten finden dort ihren geeigneten Lebensraum. So werden senkrechte Lösswände zum Lebensraum vieler Hautflügler (Bienen, Wespen, Hummeln und Ameisen) sowie weiterer Insekten und Spinnentiere. Die gehölzbestandenen Teilflächen sind Bruträume und Ansitzwarten für Vögel.

"Töpfereien" in Wollmesheim.
Im Lauf der Zeit entstand durch Entkalkungsprozesse aus dem Löss ein Lösslehm. Dieser ist an verschiedenen Stellen in der Wollmesheimer Gemarkung verbreitet. Drei Wollmesheimer Familien nutzten dies im 19. Jahrhundert aus, um in der eigenen Werkstatt Töpferwaren herzustellen. Es wurde hauptsächlich dunkelbraun oder schwarz glasiertes Gebrauchsgeschirr angefertigt. Hatten die Familien eine gewisse Menge fertiggestellt, beluden sie damit eine Karre und verkauften die Waren in den Dörfern der Südpfalz. Einige Stücke sind aus dieser Zeit noch erhalten.

Quelle: Infotafeln am Hohlweg

Auf der südlichen Seite der Straße im Hohlweg ist ein nur durch eine Line von der Fahrbahn getrennter Fußweg, von dem aus der Löss betrachtet werden kann. Vorsicht beim Überqueren der Straße: es ist eine der Hauptzufahrtstraßen zum Stadtdorf Wollmesheim (der Durchgangsverkehr geht aber über die Umgehungsstraße).

Logaufgaben:
a) Aus welchen Bestandteilen besteht hier der Löss?
b) Wie groß ist der Böschungswinkel des sichtbaren Löss, was könnte Ursache für diesen Winkel sein?
c) Warum konnte der Löss in Wollmesheim zum Töpfern genutzt werden?
d) Beschreibe in eigenen Worten, wie ein "Äolisches Sediment" entsteht?
e) optional: Ein Foto zur Aufwertung des Logeintrages.

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