Anders als geplant Traditional Cache
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Mit einer kleinen Serie rund um unser Hobby betrachten wir augenzwinkernd die kleinen und großen Marotten von uns Cachern. Etwaige Ähnlichkeiten sind beabsichtigt und es bleibt jedem selbst überlassen, wo er sich wiederfindet ;-)
Wohl jeder von uns hat sich einmal etwas vorgenommen und zum Schluss ist es dann doch ganz anders passiert. Beispiele hierfür sind:
- Die geplante Tour hat sich völlig anders entwickelt als ursprünglich vorgesehen.
- Trotz ewiger Suche bei einem D1,5 wollte sich die Dose nicht zeigen, obwohl man direkt auf der Dose stand.
- Mindestens die Hälfte der benötigten Ausrüstung wurde daheim vergessen, die andere Hälfte wurde nicht mitgenommen.
- Der Cache wurde nicht wie "vorgeschrieben" gemacht und trotzdem gefunden.
- Es wurde vergesssen die Bonuskoordinaten zu notieren, was eine erneute Anreise von etlichen Kilometern erforderlich machte.
- Dieser Cache, der eigentlich als Challenge gedacht war, entsprach so nicht den Richtlinien und kann deswegen nur ein Tradi sein. 
- ...
Die ursprüngliche Idee war, die Aufgabe zu stellen, eine wahre Geschichte rund ums Geocaching zu erzählen, bei der alles anders lief als geplant.
Für die "Lang-"Logger unter euch wäre das wohl kein großes Problem und erforderte vielleicht nur ein bisschen Mut. Für die "Kurz-"Logger wäre das unter Umständen eine echte Herausforderung 
Das entspricht aber so nicht der Idee, die hinter dem Cachetyp „Challenge" steht.
Wir hoffen, ihr macht uns trotzdem die Freude, und lasst alle an euren Erlebnissen teilhaben, indem ihr hier die eine oder andere Anekdote zum Besten gebt. Natürlich auf freiwilliger Basis.
Und denkt daran: Geocaching ist ein Spiel! 
Hier ist unser Bericht:
Es geschah am Ostermontag im Jahre 2013...
Gleich nach dem Aufwachen, also so gegen 10.00 Uhr, quäkte uns der Wettermann aus dem Radio etwas von „Temperaturen um den Gefrierpunkt“ und „Regen“ entgegen. So hatten wir uns unseren Urlaub nicht vorgestellt – eigentlich wollten wir zur Abwechslung nach fünf Monaten ohne Sonne mal nicht mit erfrorenen Fingerspitzen auf Dosensuche gehen. Spontan wurde der Entschluss gefasst, die Koffer zu packen und so lange Richtung Süden zu fahren, bis das Thermometer mindestens 16°C anzeigt. Dort wollten wir dann unsere Rucksäcke aufsetzen, ausgiebig wandern gehen und dabei die eine oder andere Dose finden.
Gesagt – getan. Eine Stunde später waren wir auf dem Weg Richtung Süden.
Am späten Nachmittag erreichten wir die Vogesen (die ja bekanntlich in Frankreich liegen) und haben dort einen interessanten Wasserfall bestaunt. Ob es dort einen Cache gab, ist uns leider völlig entgangen... Auch die Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit stellte sich als große Herausforderung dar, die wir jedoch kurz vor Betriebsschluss eines Hotels meistern konnten. Ein Abendessen haben wir dort nicht mehr bekommen.
Für den nächsten Tag war geplant, durch die Schweiz nach Italien zu reisen – jedoch nicht, ohne den obligatorischen Statistikcache in Frankreich zu loggen; schließlich musste ja das Land „eingefärbt“ werden. ;-)
Gleich hinter der Grenze färbten wir auch die Schweiz ein, besichtigten die sanitären Anlagen eines bekannten skandinavischen Möbelhauses und machten uns wieder auf den Weg.
Nach Durchquerung des St. Gotthard-Tunnels zeigte das Thermometer erstmals 14°C an. Unser nächstes Etappenziel sollte Parma sein. Den Lago Maggiore ließen wir rechts liegen, an Mailand sind wir vorbei geflogen. Und da war es: Parma!
Boah, wie langweilig... Und außerdem auch nur 14°C. Wir sind dann nur mal schnell bei einem schwedischen Möbelhaus eingekehrt um Geschäfte zu erledigen und haben uns kurzentschlossen auf den Weg nach Verona gemacht.
In Verona angekommen war die Hotelsuche erfolgreich und zum Abendessen hatten wir ein ganz exzellentes italienisches Essen zu einem Spottpreis. Beim Essen reifte der Plan, am nächsten Tag an den Gardasee zu fahren und dort ein bisschen zu wandern.
Naja, wir sind dann zwar am Varone Wasserfall bei Riva del Garda gewesen, aber irgendwie war uns das zu touristisch. Außerdem waren es nur 12°C und den Earthcache dort haben wir vergessen zu lösen...
Unser Entschluss: Wir fahren jetzt nach Venedig!
Kurz vor Venedig, wir waren schon den dritten Tag unterwegs und hatten etliche hundert Kilometer hinter uns gebracht, waren aber noch nicht einen Schritt gewandert, suchten wir uns eine Unterkunft und hatten das wohl beste Abendessen der gesamten Tour, den besten Grappa und am Folgemorgen das schlechteste Frühstück, das man sich vorstellen kann.
Venedig war dann innerhalb 20 Minuten erledigt: Ankommen, Parkticket ziehen, sich durch die Touristen kämpfen, ob des Gestanks Venedigs die Nase rümpfen, einen Statistikcache loggen, wieder ins Auto, abreisen. Das war in aller Ausführlichkeit unser Aufenthalt in Venedig.
Und nun?
Wir fassten den Plan, wieder zurück in die Alpen zu fahren, immer Richtung Meran.
Unterwegs kamen wir in immer größere Höhen und es wurde immer kälter. Am Monte Baldo schließlich hatten wir das schlechteste Mittagessen aller Zeiten und die größten Schneehöhen der gesamten Reise. Der Pass war gesperrt, weil ca. 2 Meter hoch Schnee lag...
Über Umwege erreichten wir schließlich Meran. Wir kamen immer weiter in das Tal hinab, die Temperaturen stiegen mit jedem Höhenmeter, den wir abwärts fuhren. Und schließlich, kurz vor Meran: Yeah! 16°C!!! Hier gehen wir wandern! Lass uns kurz aus Meran heraus fahren, und dann geht es los.
Und kurz bevor wir aus Meran heraus waren, hielten wir an einem Kreisel verkehrsbedingt an...
Die Südtiroler Carabinieri sind sehr freundlich. Nachdem festgestellt wurde, dass der Zafira, der uns aufgefahren war, nur noch Schrottwert hatte, unser Cachemobil aber beinahe schadenfrei davon gekommen war, hatten wir auch keine Lust mehr zu wandern. Also machten wir uns auf den Weg nach Tirol.
Zwischendrin hielten wir bei einem bekannten schwedisch.... ach nein, diesmal war es eine Berghütte an und erledigten, was zu erledigen war.
In Tirol hatten wir Glück, dass es der letzte Tag der Skisaison war. So konnten wir in Sichtweite der Zugspitze bei ca. 6°C ein schönes Zimmer finden und uns an der Hotelbar mit Gästen aus Norddeutschland angeregt unterhalten.
Am nächsten Morgen, nach einem ausgiebigen Frühstück, hielten wir kurz an einem Cache am Straßenrand an (ihr wisst schon, wegen des Länderpunktes) und schon bald erreichten wir Garmisch Partenkirchen.
Hier herrschten Temperaturen um den Gefrierpunkt und wir fassten den Plan, den Earthcache „Partnachklamm“ zu loggen. Leider war die Klamm wegen Eisbruchs gesperrt...
Bei der Ehre gepackt, nahmen wir uns wenigstens noch einen Multi vor, der uns an eine Stelle führen sollte, von der man zumindest in die Klamm hinein schauen kann.
Hier und dort war ein Weg wegen Vereisung gesperrt, und so dehnte sich unser Spaziergang auf eine Länge von ungefähr 8 Kilometer und etliche Höhenmeter aus.
Teilweise reichte uns der Schnee bis an die Knie, teilweise war der Weg komplett vereist, so dass wir nur mit Hilfe des angebrachten Geländers in einer halsbrecherischen und s..gefährlichen Aktion weiter hinab rutschen konnten.
Immerhin haben wir den Cache loggen können.
Drei oder vier Stunden nach Ankunft machten wir uns auf den direkten Weg heim.
Dort angekommen hatten wir so etwas um die 2000km mit dem Auto zurück gelegt, haben das beste und das schlechteste Essen aller Zeiten gehabt, 3700€ Schaden am Cachemobil, und jede Menge Spaß.
Vom ursprünglichen Plan, bei 16°C zu wandern sind 8km bei Minusgraden übrig geblieben.
Es war irgendwie anders als geplant...
Und dennoch, war es sicher eine der schönsten Cachetouren, die wir je unternommen haben!
Additional Hints
(Decrypt)
Fgrva ibe Onhz.
[siehe Spoilerbild]
Treasures
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