fast 3 jahre ist es her, dass Unbekannte am Ortsrand von Kuchenheim ein Wegekreuz zerstört haben. Die Täter durchtrennten offenbar eine Metallstütze, so dass das „Bäcker-Janns-Krüz“, wie es im Volksmund heißt, stürzte und entzweibrach. Es dauerte einige Zeit, bis es vom Bauhof der Stadt Euskirchen geborgen wurde.
Das Kreuz soll instand gesetzt und wieder aufgestellt werden, sagte auf Anfrage die städtische Pressesprecherin Silke Winter. Über den neuen Standort sei aber noch nicht abschließend entschieden. Bisher hatte das Kreuz seinen Platz in der Nähe der Joseph-Emonds-Schule, und zwar in einem Wäldchen. Dies erwies sich als Nachteil: Die Vandalen konnten ihre Tat im Schutz der Bäume ausführen.
Jahrhundertelange Geschichte
Die Historie des Kreuzes reicht zurück bis ins Jahr 1467, wenn man zwei Vorgängerexemplare mit berücksichtigt. Das Ursprungskreuz errichtete der Lehensinhaber der Oberen Burg in Kuchenheim, Johann von Kinzweiler, auf einer kleinen Anhöhe im Süden des Dorfes.
1806 befahl die französische Verwaltung den Kuchenheimern, das Sandsteinkreuz zu beseitigen. Doch schon zwei Monate später stellten die Sebastianus-Schützen ein Exemplar aus Holz auf, das der Bäcker Franz Anton Schlaeger (1786-1851) geschnitzt hatte. Schlaeger wurde „Bäckerhannes“ gerufen, worauf die heutige Bezeichnung des Kreuzes zurückzuführen ist. Es wurde zweimal versetzt und 1949 und 1980 restauriert. Heute steht es an der Schützenhalle.
Der Euskirchener Steinmetz Marx fertigte 1990 eine Kopie aus Sandstein an, die in besagtem Feldgehölz in der Nähe der Schule aufgestellt wurde. Die Balken zeigen in Relief-Form das Antlitz Christi sowie Kreuzigungsmotive, etwa Dornenkrone, Hände, überkreuzte Füße, Nagel und ein durchbohrtes Herz.
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