Im Frühsommer 2013 wurde der Werdersche Damm von einer Schwanenfamilie belagert. Wer den schmalen Weg kennt, weiß, dass es hier kaum eine Ausweichmöglichkeit gibt. Öfters mussten Autofahrer von beiden Seiten anhalten, ohne vorbeifahren zu können. Viele Menschen haben sie gesehen, wir auch.
Das Ordnungamt beschloss dann, dass die Familie umzieht. Sie wurde mit Hilfe von Tierschützern (?) 10 km weiter in der Nähe der Wublitzbrücke in Golm ausgesetzt.
Einen Tag später war sie wieder da. Und saß mitten auf der Straße. Und der Schwanenpapa attackierte fleißig jedes Auto, das sich ihm näherte, schließlich hat ihn ja ein solches weit weggebracht. Kein Wunder, dass er da schlechte Laune bekommen hatte und seine kleine Familie schützen wollte.
Die Märkische Allgemeine Zeitung hat zwei ausführliche Berichte über die Schwanenfamilie veröffentlicht, der zweite hatte die Überschrift: Die Rambo-Schwäne sind zurück (s. Anhang).
Die Hartnäckigkeit der Schwäne hat uns so beeindruckt, dass wir ihnen ein Denkmal in Form eines Caches setzen wollten.
Auf der Suche nach einem guten Platz für einen Cache hielten wir dann ganz in der Nähe des Geschehens enttäuscht an: Auf die Idee ist ja schon jemand anders gekommen? Zwar nicht in Form eines Caches, aber in Form eines Gemäldes.
Wir haben dann einen Platz für den Cache ausgesucht, der dem Schwanenpapa gefallen hätte: In Sichtweite des Gemäldes von ihm, an einem Wasserlauf, wo er seine Freiheit genießen kann und mit der schönsten Aussicht über den Zernsee bis nach Werder.
Viel Spaß beim Suchen und Finden, es ist wirklich nicht schwer.
Erstfinderinhalt:
Schwanenurkunde
Piratencoin zum Tauschen und Behalten
Naturkunde-Quizkarten für Kinder
Märkische Allgemeine Zeitung vom 11. Juli 2013
Potsdam. Als sei nichts gewesen, spielte sich gestern wieder der Schwanenvater auf dem Werderschen Damm, Höhe Forststraße, auf: Mit weit aufgespannten Flügeln sperrte er für sein Weibchen und die sieben flauschigen Jungen die vielbefahrene Straße ab. Mitunter versuchte er, vorbeifahrenden Autos in die Reifen zu hacken.
Dabei hatten erst am Wochenende Tierschützer die schönen Vögel umgesiedelt – in den Großen Zernsee bei Nattwerder, Grube. Keine 24 Stunden später waren sie wieder zurück an ihrem angestammten Familiensitz. Die Schwanenfamilie hatte das einzige Schlupfloch nach Hause gefunden: einen schmalen, aber langen Stichkanal an der Havelpromenade, der direkt zum heimischen Ententeich führt. Knapp zehn Kilometer haben sie auf sich genommen. „Wir haben überhaupt nicht damit gerechnet, dass sie so schnell sind“, sagte Michael Breuer, Vorsitzender der Tierrettung Potsdam.
Äußerst gefährlich sei das Umsiedeln von Schwanenfamilien, sagte dagegen Günter Kehl, Leiter der Unteren Naturschutzbehörde Potsdam-Mittelmark. Eine Aktion wie diese bedeute unnötigen Stress für die Tiere, da man sie aus ihrem Lebensumfeld reißt und sie womöglich noch Angriffen anderer Schwäne aussetzt. Denn ihre Artgenossen kennen gegenüber Einwanderern keine Gastfreundschaft. Alternativ zum Umsiedeln schlägt Breuer das Errichten eines Wildzaunes vor.
Von Elisabeth Krause
Original-Foto aus der MAZ:

Update: Foto vom 17.7.2013: Sie sind immer noch da! Und sitzen fast auf der Straße...
