Im Jahr 1900 wurde am Westhang einer Sanddüne eine Erdbefestigung freigelegt. Diese Befestigung war nierenförmig und hat einen Längsdurchmesser von 330 Metern. Im Zentrum befand sich eine Siedlung, die von einem Wall mit Brustwehr und doppelten Graben geschützt wurde. Zusätzlich war die Siedlung durch eine Reihe spitzer Pfähle und geflochtenes Astwerk geschützt. Es bestanden fünf Zugänge, die verschlossen werden konnten.
Der äußerste Graben ist 810 Meter lang und die umschlossene Fläche 3,5 Hektar groß. Zur Befestigung dieser Anlage sollen rund 1.000 Männer notwendig gewesen sein. Aufgrund zweier Skelettfunde konnte die Siedlung ungefähr auf das Jahr 800 vor Christus datiert werden.
Von der eigentlichen Siedlung konnten sechs runde Wohnstellen nachgewiesen werden.
Die Ausgrabungen in der Koberstadt durch den großherzoglich hessischen Hofrat Friedrich Kofler ab 1900 erregten Aufsehen und waren in der Fachwelt viel beachtet. Die Existenz der Befestigungsanlagen wurde nach Ausgrabungen im Jahr 1980 von einigen Archäologen angezweifelt. Die Siedlungsreste und Funde aus den Grabhügeln aber zeugen weiterhin von einer großen Anzahl Menschen, die in der Hallstattzeit hier lebten.
Über das Ende der Koberstadt ist nichts bekannt. Fest steht, dass ab Mitte des ersten Jahrhunderts die elbgermanischen Sueben in die Region einwanderten. Die wahrscheinlich aus der Bevölkerung der Hallstattzeit hervorgegangenen Kelten blieben zum Teil neben den Sueben weiterhin sesshaft und bewohnten an einigen Stellen der Region ihre alten Siedlungen weiter.
Im ersten Jahrhundert kam das Gebiet (das sogenannte Dekumatland) außerdem zunehmend unter römische Kontrolle und wurde spätestens 125 nach Christus als Civitas Auderiensium in der Provinz Obergermanien organisiert. Das nahe gelegene Langen entstand wahrscheinlich erst um 500-600 n. Chr. mit Besiedelung durch fränkische Einwanderer.