Die grandiose Landschaft Norwegens zieht mich immer wieder magisch an, seitdem ich vor einigen Jahren das erste Mal in diesem Land war. Es ist unglaublich, was Mutter Natur im Laufe der Zeit für wunderschöne, dramatische und aufregende Plätze geschaffen hat.
Zwei besonders spektakuläre habe ich mir dann auch mal etwas genauer angeschaut, zumal sie auch noch durch einen gemeinsamen Earthcache miteinander verbunden sind.
Der Kjeragbolten ist ein etwa Smart-großer Stein, der in einer Felsspalte rund 1.000 Meter über dem Lysefjord klemmt. Man erreicht ihn durch eine anstrengende Wanderung, wobei man mehrere Bergrücken mit unzähligen Höhenmetern überwinden muss. Belohnt wird man dann aber mit der Möglichkeit, sich auf diesen Stein zu stellen und ganz besondere Urlaubsfotos von sich machen zu lassen.

Der Preikestolen ist ein Felsplateau, das rund 600 Meter über dem Lysefjord thront. Man gelangt über einen schwierigen Wanderweg hinauf zu diesem Fels, wird dann aber mit einem gigantischen Ausblick auf die umliegende Gegend belohnt. Sofern denn das Wetter mitspielt. Drei Seiten des Plateaus fallen senkrecht ab, es erfordert schon einigen Mut, sich bis an die Kante zu begeben. Ganz Wagemutige setzen sich auch auf die Kante und lassen ganz entspannt die Beine über dem Abgrund baumeln. Dies ist ein sehr beliebtes Fotomotiv, diese Chance ließ ich mir natürlich auch nicht nehmen.

Ganz kurios ist allerdings, daß an beiden Punkten ganz eigenartige Schilder aufgestellt waren. Darauf waren lediglich ein paar graue und rote Punkte dargestellt. Was sie bedeuten sollen, weiß ich leider nicht. Vielleicht wird damit angezeigt, wieviele Besucher bereits die Aussicht genossen haben. Oder wieviele davon einen Schritt zu weit gegangen sind
. Ziemlich makaber, ich weiß, aber eine andere Erklärung ist mir diesbezüglich noch nicht eingefallen.
Wer sich diese komischen Zeichen erklären kann, kann sich dann selbst auf den Weg machen und eine, zugegebenermaßen etwas bescheidenere, Aussicht genießen. Aber, wie der Name bereits verrät, herrscht auch dort erhöhte Absturzgefahr. Seid also vorsichtig!
