Radfahren ist nach dem Zufußgehen die einfachste und natürlichste Art sich fortzubewegen. Es ist überraschend, wie viele Vorteile der Radverkehr vereint:
- Regelmäßiges Radfahren verlängert die Lebenserwartung.
- Radfahren benötigt keine fossilen Brennstoffe – man verbrennt nur sein eigenes Fett.
- RadfahrerInnen sparen Platz. Auf einen Autoparkplatz passen 7-9 Räder, und wenn man bedenkt, dass ein Parkplatz zwischen 4.000 und 16.000 € kostet, rechnet es sich, den wertvollen Platz besser für Fahrradabstellanlagen zu nutzen.
- Radfahren verbessert die Fitness und kostet im Gegensatz zum Fitness-Studio nichts.
- Mit dem Fahrrad ist man in der Stadt am schnellsten. Es gibt auch nichts Besseres in Bezug auf Flexibilität. Stell dir vor, du kannst in die Stadt fahren und vor jedem Geschäft anhalten. Kurz zu deinem Lieblingslokal fahren und eine Erfrischung einnehmen und dann zu deinem nächsten Termin weiterradeln – alles ohne einen Parkplatz suchen zu müssen oder sich durch Verkehrsstaus zu verspäten…
Und das Wichtigste: Rad fahren macht einfach Spaß!!
Jede/Jeder Einzelne kann mit seinem Tun oder Unterlassen aktiv dazu beitragen, unsere Lebens-, Luft- und Umweltqualität zu verbessern und Energie einzusparen. Gerade im Bereich der Mobilität bedarf es nur einer kleinen Verhaltensänderung, die dazu noch Kosten spart: Kurze Wege (zwischen 5 und 7km) können problemlos mit dem Rad zurückgelegt werden – egal ob in der Stadt oder auf dem Land. Mit dem Rad brauchst du für einen Kilometer nur ca. 5 min.
„Gegen den Strom“ von Spielfeld nach Wildon
Dieser Rad-Multi führt dich den Murradweg R2 entlang von Spielfeld bis nach Wildon. Die Strecke führt dich gegen den Strom in zweierlei Hinsicht: 1. radelst du flussaufwärts und 2. folgen die meisten RadlerInnen dem R2 Richtung Radkersburg. Genieße die ca. 20 Kilometer lange, abwechslungsreiche Tour, die sich gut in 3,5 Stunden (ohne Pause) bewältigen lässt.
So kommst du mit der Bahn von Graz nach Spielfeld-Straß:
mit der S-Bahn S 5; fährt jede Stunde, Fahrt dauert 52 Minuten,
mit dem Radler-Ticket Ost löst du eine Tageskarte für eine Person und für die Radmitnahme, es gilt in allen Nahverkehrszügen (S-Bahn, Regionalzug, RegionalExpress) und kostet für Erwachsene 15 € und für Kinder 7,50 € (Stand: August 2013)
Wer als Gruppe unterwegs ist, löst am besten das Einfach-Raus-Radticket. Es ist ein Gruppenticket für zwei bis fünf Personen (vom Alter unabhängig) inklusive Fahrradmitnahme und gilt in den Zügen des Nah- und Regionalverkehrs der ÖBB und der Raaberbahn (R- und REX-Züge bzw. S-Bahn). Es kostet 39 € (Stand: August 2013) und ist erhältlich als Online-Ticket, am Fahrkartenautomaten und an den ÖBB-Personenkassen.
Mehr Infos dazu findest du unter:
ÖBB-Reiseportal mit Online-Fahrplan
Verbundlinie – Infos zum Radler-Ticket
Startpunkt: Spielfeld, R2
An dieser Stelle kannst du in den Murradweg einfahren. Auf dem Radwegweiser findest du die Kilometerangaben, wie weit es von hier bis nach Graz und Ehrenhausen bzw. nach Radkersburg und Mureck ist. Die km-Angabe nach Mureck ergibt A.
Radle nun den R2 in Richtung Ehrenhausen entlang, bis du nach ca. 1,5 km das Kraftwerk Spielfeld erreichst.
Stage 1: Kraftwerk Spielfeld, Info-Tafel
Auf der Info-Tafel findest du neben Zeichnungen über den Staustufenplan entlang der Mur auch jede Menge technischer Leistungsdaten. Das KW Spielfeld ist ja nur eines von fünf Flusskraftwerken, an denen du heute noch vorbeiradeln wirst. Finde heraus, welchen Jahresmitteldurchfluss in m3 / s das KW erzielt. Die Anzahl ist B.
Schwing dich wieder aufs Rad und genieße eine Zeitlang die Kühle, die von der Mur und den schattigen Bäumen ausgeht. Dein nächster Stopp ist in Ehrenhausen beim Radwegweiser nach der Unterführung.
Stage 2: Ehrenhausen, Radwegweiser
Von hier aus hast du einen tollen Blick auf das Schloss Ehrenhausen. Mächtig thront es auf dem Hügel. Dennoch verweile nur kurz und finde mittels der Kilometerangaben auf dem Radwegweiser heraus, wie weit es von hier bis nach Wagna ist. Die km-Angabe ergibt C.
Die nächste Stage ist beim Kraftwerk Obervogau.
Stage 3: Kraftwerk Obervogau, Info-Tafel
Beim KW Obervogau findest du eine gleich gestaltete Tafel wie beim KW Spielfeld. Schau dir die technischen Leistungsdaten genau an und finde heraus, wie viel Mio kWh Strom das Kraftwerk in der Übergangszeit erzeugt. Die Angabe des Regelarbeitsvermögens „Übergang“ ergibt D.
Sobald du diese Aufgabe gelöst hat, kann es ja wieder ein gutes Stück weitergehen. Bleib erst stehen, wenn du die Mur in der Nähe von Wagna überquert hast (vor der Brücke auf die Bodenmarkierungen achten) und wo sich der R2 mit dem R6 kreuzt.
Stage 4: Kreuzung R2 – R6, Info-Tafel
Achtung: Die Info-Tafel gibt es leider nicht mehr. Bis es eine alternative Stage gibt, kann E folgendermaßen errechnet werden: E = C*D.
Das Interessante an dieser Stelle ist, dass sich hier der ehemalige Murhafen der antiken Stadt Flavia Solva befunden hat. Flavia Solva ist die einzige Römerstadt der Steiermark und der bedeutendste römerzeitliche Fundplatz des Landes. In der Antike gehörte sie zur Provinz Noricum und erhielt unter Kaiser Titus Flavius Vespasian um 70 n. Chr. das Stadtrecht. Von hier aus wurde ein großer Teil der heutigen Steiermark verwaltet. Der Fluss war die Verbindung an das römische Straßennetz, die Bernsteinstraße verlief südöstlich der Stadt von Carnuntum nach Aquileia. Nach antiken Maßstäben war sie eine große Stadt, in der rd. 2.500 Menschen lebten. Das Stadtzentrum, das mit einem rechtwinkeligen Straßenraster angelegt war, bestand aus Steinbauten und war etwa so groß wie die Altstadt von Graz. Die Fläche von Flavia Solva in ha ist E.
Aus diesem Grund heißt der R6 auch Römerweg – aber diesen kannst du ja ein anderes Mal entlang radeln, dein Weg führt dich weiter den R2 bis zum Kraftwerk Gabersdorf (ca. 2,5 km ab hier).
Stage 5: Kraftwerk Gaberdorf, Info-Tafel
Auf der Info-Tafel kannst du sehen, wie der Stufenplan zwischen den fünf Flusskraftwerken entlang der Mur aussieht und wie weit die einzelnen KWs voneinander entfernt sind. Das KW Gabersdorf liegt genau in der Mitte – flussabwärts liegt das KW Obervogau und flussaufwärts das KW Gralla. Zähle die km-Angaben zwischen diesen beiden KWs und dem KW Gabersdorf zusammen und du erhältst F.
Ab jetzt heißt es für dich, ordentlich in die Pedale treten, denn deine nächste Stage liegt ca. 6 Kilometer vor dir in Gralla. Bei der Beobachtungsstation der Enten beim KW Gralla kannst du eine Rast einlegen, die Enten beobachten und – wenn du möchtest – auch den Cache GC2DWZQ „@Entenhausen“ suchen.
Stage 6: Kraftwerk Gralla, Info-Tafel
Die Info-Tafel „verMIST“ listet auf beeindruckende Weise auf, wie lange sich unser Müll in der Natur hält, bis er verrottet ist oder in mikroskopisch kleine Teilchen zerfallen ist. Ein Zigarettenstummel oder ein Kaugummi brauchen beispielsweise fünf Jahre. Wie lange hält sich eine Plastikflasche in der Natur? Dividiere die Jahre durch 100 und du hast damit G.
Sobald du diese Aufgabe gelöst hast, geht es weiter Richtung Lebring. Nun kommt ein Abschnitt, dessen Reiz vor allem in den weiten, sonnenüberfluteten Feldern und den kleinen Ortschaften wie Bachsdorf liegt. Am Dorfplatz von Bachsdorf kannst du deine Wasserflasche am Dorfbrunnen auffüllen und etwas über den hier entlang führenden Kulturwanderweg erfahren. Folge den Wegweisern des R2, bis du deine nächste Stage in Lebring erreicht hast, wo sich R2 und R50 kreuzen.
Stage 7: Lebring, Radwegweiser
Du bist ja schon recht weit geradelt und möchtest natürlich gerne wissen, wie weit es von hier noch bis Wildon, dem Ziel deiner Radtour, ist. Die km-Angabe ist H. (Bis nach St. Georgen beispielsweise ist es gleich weit.)
Auf zur letzten Station! Sobald die Mur wieder deinen Weg begleitet, wird es wieder kühler und schattiger. Bleib bei der Info-Tafel über die Marktgemeinde Wildon stehen.
Stage 8: Wildon, Info-Tafel
Dieser Lageplan zeigt dir, wo in der Marktgemeinde z.B. die Kirche oder das Postamt liegen. Uns interessieren aber das Gemeindeamt und der Sportplatz. Welche Nummern haben diese beiden wichtigen Einrichtungen des Ortes auf dem Plan? Zähle die Nummern zusammen und du erhältst I.
Nun bist du am Ende dieser anspruchsvollen, aber hoffentlich dennoch schönen Radtour angekommen. Von hier aus ist es nicht weit bis zum Bahnhof in Wildon – du kannst ihn über die Bahngleise (muraufwärts gesehen links vom R2) auf der gegenüberliegenden Seite bereits sehen. Du brauchst nur über den Bahnübergang radeln und dann links in die Bahnhofsstraße einbiegen. Diejenigen, die noch nicht genug haben, können natürlich auch weiter Richtung Graz oder wieder zurück Richtung Spielfeld radeln!
Die Cachebox ist eine längliche Metalldose und enthält nur Logbuch und Stift.
So erhältst du die Koordinaten des Verstecks:
N 46°(C*F+G).(B+I).
E 015°.(A+D+H).(E+A*G+F*G+H-C)