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Unser Heimatort Pressig Traditional Cache

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Sabbelwasser: Leider wurde der Cache bis heute nicht wieder aktiviert oder kein konkretes Aktivierungsdatum angegeben. Deshalb erfolgte heute die endgültige Archivierung dieses Caches.
Wenn du an dieser Stelle wieder einen Cache platzieren möchtest, kannst du selbstverständlich gern ein neues Listing zum Review einreichen.

Denke bitte daran eventuellen Geomüll (Cachebehälter, Zwischenstationen) wieder einzusammeln.

Danke und Gruß,

Sabbelwasser
Volunteer Reviewer for Geocaching.com

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Hidden : 8/16/2013
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
4 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Hier ein bisschen Text der euch Pressig näher bringen soll ( wems intressiert ) . Ansonsten ist das ein normaler Tradi.

 

Achtung !!

Hier sollten sich wirklich nur die versuchen, die ganz genau wissen, was sie da auch tun. Körperliche Ausdauer, Fitness und die richtige Ausrüstung und die Kenntnis über den richtigen Umgang damit, sind hier die Grundvoraussetzungen.
Ein eigenverantwortliches Handeln und die Folgen seines Handelns muss und hat jeder selbst zu verantworten.
DENKT DARAN, KEIN CACHE DER WELT IST ES WERT SEIN LEBEN ZU RISKIEREN.

Viel Spaß und happy Hunting wünscht euch euer Team **JaZ**

 

Unser Heimatort Pressig

Von den Ausläufern des Thüringer Waldes im Westen, von den Höhen und Bergrücken des Frankenwaldes im Norden, Osten und Süden umgeben, liegt Pressig innerhalb eines weiten geschützten Talkessels, gerade dort, wo die Wildwasser Tettau und Buchbach sich in die Haßlach ergießen.

Die Wiege des Ortes ist wohl dort zu suchen, wo die ersten Siedler eine oder mehrere Sägemühlen am Zusammenfluss von Tettau und Haßlach errichteten, Die Erklärung des Namens wird zurückgeführt auf das alt-slawische „Preseka“ (sekati = schlagen, hauen), was soviel wie „Waldschlag“ oder Waldschneise bedeutet. Die im 9. Jahrhundert eindringenden Franken mieden die sumpfigen Stellen und siedelten auf höher gelegenen Lagen, wie Rothenkirchen, Heinersdorf und Buchbach. Schon bestehenden Slawensiedlungen verloren gegenüber den fränkischen Ortschaften immer mehr an Bedeutung, und so kam Pressig, das schon 1325 im Urbarium des Bistums Bamberg erwähnt wird, an Rothenkirchen. Jahrhundertelang sollte Pressig im Schatten des größeren Nachbarortes ein bescheidenes Dasein führen.

Von Not und Leid, von Blühen und Wachsen erzählen alte Schriften: Um 1348 traten die Pest und andere Seuchen auf und brachten Tot und Elend in die Dörfer. Aus der Not der Zeit heraus machte der Steinberger Vogt den Vorschlag, die Wüstungen Pfaffendorf, Belik (=Welitsch) und Pressig zu einem „großen schönen Dorfe“ zu vereinigen, um aus etwas Großem Nutzen zu gewinnen. Der Plan jedoch zerrann, und Pressig wurde mit Rothenkirchen von den Herren von Haßlach an die Herren von Würzburg verkauft, in deren Besitz beide bis zum Jahre 1803 verblieben, als sie zusammen mit dem Hochstift Bamberg an das Kurfürstentum Bayern, dem späteren Königreich Bayern, übergingen.

Im Dreißigjährigen Krieg zogen mit dem Ansturm der Schweden auf die Stadt Kronach Raub und Brand durch die Täler. 1633 wurde Pressig niedergebrannt, 1634 hauste der „Schwarze Tod“ und drohte alles hinwegzuraffen, was dem Schwerte entkommen war. In Pressig-Rothenkirchen sollen an der Pest 140 Menschen umgekommen sein. In Pressig allein sollen 26 alte und 8 junge Leute den Krieg überlebt haben. Weitere Leiden brachten die Truppendurchzüge während der „Raubkriege“ Ludwigs XIV. und des Siebenjährigen Krieges. 1759 kamen preußische Husaren und haben gebrandschatzt. Während der Napoleonischen Kriege waren mehrere Einquartierungen zu ertragen.

1801 waren es Bamberger Dragoner, 1802 ein bayerischer Leutnant mit sechs Mann und 1815 vierzehn Tage lang russische Truppen. Die Kriege des vergangenen Jahrhunderts haben tiefe Wunden geschlagen: 23 Väter und Söhne kehrten aus dem Ersten Weltkrieg nicht mehr heim, der Zweite Weltkrieg forderte 76 Söhne Pressigs. Am 9. und 10. April 1945 erfolgten Luftangriffe, bei denen vor allem das Bahnhofsgelände in Mitleidenschaft gezogen wurde. Das Bahnbetriebswerk brannte völlig nieder und wurde bis zum heutigen Tage nicht wieder aufgebaut. Am 13. April 1945 besetzten amerikanische Truppen kampflos die Ortschaft. Lange Zeit hatte die Bevölkerung die Einquartierung der Besatzungsmacht, die Wohnblocks und Einzelhäuser räumen ließ, hinzunehmen.

Und was ist über die kommunale Entwicklung zu berichten? 1884 zählte Pressig 30 Häuser mit 300 Einwohnern. Mit dem Bau der Eisenbahnlinie bis Ludwigsstadt/Eichicht im Jahr 1885 begann der allgemeine Aufstieg des Ortes. 1914 war die Bevölkerung auf 1.200 angestiegen. Die Gemeindegebietsreform erbrachte einen Zuwachs Pressigs durch die Eingemeindungen von Grössau im Jahre 1974, von Marienroth und Posseck im Jahre 1976 und von Eila im Jahre 1977. Die Einwohnerzahl betrug ca. 2.400. Am 1. Mai 1978 wurden diese Gemeindeteile mit Rothenkirchen, Brauersdorf, Friedersdorf, Förtschendorf und Welitsch zu einer Einheitsgemeinde unter der Namensgebung „Markt Pressig“ mit ca. 4.700 Einwohnern zusammengelegt.

1910 bis 1913 wurde die Wasserleitung gebaut, die 1952 erweitert und an Tiefbrunnen angeschlossen wurde. 1964 ging die erste Kanalisation ihrer Vollendung entgegen. Höhepunkt der Ortsgeschichte ist die Verleihung der Bezeichnung „Markt“ im Jahre 1957.

Zur infrastrukturellen Verbesserung wurde der schienengleiche Bahnübergang von der Hauptstraße zur Angerstraße aufgelassen und im Jahre 1978 die Anbindung der Wohngebiete östlich und westlich der Bahnlinie durch ein Brückenbauwerk über Bahnkörper und Bundesstraße hergestellt. 1979 konnte die Fußgängerunterführung von der Ostlandstraße/Luca-Cranach-Straße durch den gesamten Bahnhofsbereich zur Bahnhofstraße der Öffentlichkeit freigegeben werden. Im Januar 1980 wurde das Rathaus, das sowohl durch einen Umbau wie einen Erweiterungsbau in seiner Funktion den Erfordernissen der Verwaltung der Gesamtgemeinde anzupassen war, bezogen.

Die Schulchronik weist 1791 bereits den ersten ausgebildeten Lehrer aus. 1820 wurde Pressig eine reguläre Nebenschule der Pfarrschule Rothenkirchen mit den Sprengelgemeinden Welitsch und Eila. 1850 errichtete man ein erstes Schulhaus, dem bedingt durch das rasche Anwachsen der Kinderzahl, 1902 die „Rote Schule“ und 1913 die „Weiße Schule“ und die „Evangelische Schule“ folgten.  

In unserer industrialisierten Zeit waren die Schulverhältnisse nicht mehr ausreichend, so dass der Gemeinderat für das Jahr 1966 den Bau einer modernen Zentralschule beschloss. Diese wurde im Jahre 1968 fertig gestellt und bezogen. Schüler aus dem Raume von Welitsch bis Gifting und von Förtschendorf bis Wolfersdorf werden heute hier eingeschult und erwerben sich die erforderlichen Grundkenntnisse für ich späteres Berufsleben.

Gehörte Pressig früher zur Pfarrei Rothenkirchen, so wurde 1913 der Bau einer katholischen Notkirche erforderlich, dem schon 1907 die Einweihung der evangelischen Kirche vorausgegangen war. Diese wurde notwendig durch den Zuzug vieler Eisenbahnbediensteter aus vornehmlich evangelischen Regionen, wie Hof bzw. Nürnberg zu Beginn des Ausbaus der Bahnstation Pressig-Rothenkirchen. 1957 wurde die neue katholische Herz-Jesu-Kirche konsekriert.

Wenn seit 100 Jahren ein steiler Aufstieg Pressigs zu verzeichnen war, dann muss festgestellt werden, dass durch das Niedergehen des „Eisernen Vorhangs“ als Folge des verlorenen 2. Weltkrieges und durch die Besetzung Deutschlands durch die Allliierten ein tiefer Einschnitt in die Weiterentwicklung vollzogen wurde, weil wichtige Verbindungen ins Thüringer Land unterbrochen wurden.

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