Schon Charles Darwin machte sich Gedanken zur Entstehung von Atollen. Nach seiner Theorie entstehen Atolle aus Saumriffen, die um eine Vulkaninsel herum entstehen. Die Insel kann im Laufe der Zeit im Meer versinken, sei es durch Erosion oder weil der Meeresboden absinkt bzw. der Meeresspiegel steigt, wobei das Korallenriff weiter nach oben wächst. Am Ende reicht nur noch das Riff bis an die Wasseroberfläche und bildet einen Ring aus kleinen Inseln, die eine Lagune umschließen.
Nesseltiere (Verwandte der Quallen) bilden eine Riffstruktur im Meer, die groß genug wird, um einen bedeutenden physikalischen und ökologischen Einfluss auf ihre Umgebung auszuüben. Es sind die größten von Lebewesen geschaffenen Strukturen der Erde. Das Korallenriff bildet einen Saum von häufig äußerst schmalen Inseln aus. In der Lagune können sich noch Reste des ehemaligen Vulkangipfels als Inseln über den Meeresspiegel erheben.
Einen Staat, der nur aus Atollen besteht, bilden die Malediven. Die Atolle mit der größten Landfläche sind Kiritimati mit 321 km², gefolgt von den Seychellen mit 155 km². Viele Atolle besitzen jedoch eine nur geringe Landfläche und keine natürlichen Süßwasserquellen und sind daher meist unbewohnte Inseln.
Die Bewohner vieler Atolle sind aufgrund des befürchteten Anstiegs des Meeresspiegels infolge der globalen Erwärmung um ihre Lebensgrundlage besorgt. Auch die wegen der dünner werdenden Ozonschicht zunehmende UV-Strahlung steht im Verdacht, das Wachstum der Korallen zu stören. Die stetig ansteigende CO2-Konzentration in der Atmosphäre bewirkt darüber hinaus eine Übersäuerung des oberflächennahen Meerwassers. Das Kohlenstoffdioxid löst sich im Meerwasser zu Hydrogencarbonat, welches den Kalk angreift, der dem Riff die Stabilität verleiht.
Das berühmteste Atoll dürfte wohl das Bikini-Atoll sein. Es hat dem zweiteiligen Badeanzug seinen Namen gegeben und wurde zum traurigen Schauplatz zahlreicher Kernwaffentests der USA in den 1940er und 1950er Jahren bekannt. Neben Bikini wurden auch bewohnte Atolle durch radioaktiven Niederschlag kontaminiert. Auf hoher See war ein japanisches Fischerboot betroffen, dessen Besatzung schwer verstrahlt wurde, ein Matrose starb daran.
Im Gegensatz zu seinen tropischen Vorbildern ist das Penzinger Atoll innerhalb von wenigen Jahren gewachsen! Es stützt die Theorie von Hans Hass, die die Entstehung von Atollen ohne Vulkane erklärt.
Es ist ein Lebensraum für seltene Vögel entstanden: Graureiher, Lorenz´ Lieblinge, Reiherenten, Bachstelzen und andere. Auch der seltene große gelbe Kiesfresser wurde hier gesichtet. Allerdings nur an Werktagen.
Besonderheit: Wenn man den Cache findet, steigt eine Quellnymphe aus dem Wasser auf!