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Ammerquell EarthCache

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GeoawareDE8: Hallo,

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GeoawareDE8

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Hidden : 8/10/2013
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:

In Deutschland ist die Versickerung der Donau und ihr Wiederaustritt allen Schulkindern bekannt.

Weniger bekannt ist der gleiche Effekt im Bereich der Ammer, einer der wenigen noch sehr naturbelassenen Flüsse Bayerns.

Die Geologie zu diesen Ort soll hier kurz vorgestellt werden.

Wer wirklich vor Ort war, darf auch gleich loggen - aber bei falschen Antworten wird das Log gelöscht!!


Achtung Naturschutzgebiet

Ammerquell


Flüsse entstehen auf drei Arten:

  1. Quellen
  2. Abfluss aus Seen
  3. Zusammenflüsse
Manchmal bewirken spezielle geologische Formationen Sonderformen.
Eine davon ist an den Ammerquellen zu beobachten und soll hier erklärt werden.

Zwar bilden die Ammerquellen den Ursprung des offiziell 168km langen Flusssystems,
diese werden aber direkt durch den Fluss Linder gespeisst,
der einige Kilometer westlich an der Grenze zu Österreich durch den Zusammenfluß von Fischbach und Neualmbach entsteht.
Damit wäre das ganze System eher 186km lang. Da die Linder in den Sommermonaten meist weit vor den Ammerquellen vollständig versickert, gelten erst diese Quellen als Beginn(offiziell: 47° 34' 12" N, 11° 3' 5" O) der Ammer.
Bei ausreichendem Wasser führt die Linder oft auch mehr Wasser als die Quellen liefern.

Nicht nur durch das Versickern der Linder ist das Quellgebiet der grossen und kleinen Ammerquellen etwas besonderes.
Durch die Verlandung eines Schmelzwassersees ist ein Kalkflachmoor entstanden mit Hochmoorinseln,
wodurch eine einzigartige Flora und Fauna entstanden ist. Es ist auch eines der bedeutensten Moore für Bayern.

Ziel des Caches ist die geologische Grundlage der Versickerung der Linder, der Ammerquellen und des Weidmooses
zu erklären, woran das zu erkennen ist und vorallem auch in Natur zu erleben.
Die aufzusuchenden Orte sind alle im Dreieck Oberammergau, Ettal und Grasswang und können erwandert und erradelt werden.
Als Ausgangspunkt können die o.g. Orte aber auch die Ettaler Mühle oder Linderhof dienen.
Die Reihenfolge, in der die Ort besucht werden, spielt dabei keine Rolle!
  1. Versickerung der Linder/grosse Ammerquellen
  2. Kleine Ammerquellen

Die Versickerung der Linder:
Das Graswangtal ist das zentrale Tal des Ammergebirges und trennt den südlichen Bereich, der vorwiegend aus Hauptdolomit, Plattenkalk, Wettersteinkalk und Oberrhätkalk aus der Trias besteht,
von Hierlatzkalk, Kieselkalken und bunten Hornsteinschichten aus dem Jura,
sowie Sandsteinen, Konglomeraten und Mergel aus der Kreidezeit in der Allgäudecke, die nördlich des Tals zutage tritt.
Im Norden anschliessend findet sich eine ausgedehnte Flyschzone, die ins Ammer-Loisach-Hügelland ausläuft.
Grosse Schuttströme vorwiegende aus Dolomit und Kalk der Nordflanken der südlichen taleingrenzenden Berge, dem sogenannten Gries, verfüllten den Talboden.
Diese Schuttflächen sind wasserdurchlässig und erlauben nur bei entsprechendem Nachschub ein oberflächliches Abfließen der Linder.
In den Sommermonaten ist das Flussbett deshalb meist schon oberhalb des Bereichs Schloss Linderhof oberflächlich trocken.

Die Entstehung der Quellen:
Betrachtet man den Verlauf der Gebirgszüge südlich, nördlich und den Bereich zwischen Kofel - Laber und Ammersattel, so erschließt sich:
Das Graswangtal hatte zuerst den Abfluss über den Ammersattel in Richtung Loisachtal,
erst der Ammergletscher ermöglichte einen Abfluss nach Norden, wobei als Zwischenstufe ein Schmelzwassersee entstanden ist.
Sowohl die Eiszeit als auch die Erosion danach formten den markanten Taleinschnitt zwischen dem Kegel des Kofel und des Laber.
Dieser Einschnitt im nordöstlichen Bereichs des Graswangtals bildet eine Art Überlauf für das Wasser, das sich im Tal sammelt.
Die Formen der Felsen der Falkenwand im Norden des Mooses und an der Westflanke des Schartenkopfs in Richtung Laber weisen auf die Wannenform des Tales hin und lassen Rückschlüße auf den geologischen Unterbau zu.
Als der Ammergletscher sich zurückzog, blieb erst im Tal ein Schmelzwassersee übrig, in dem sich Sedimente ablagerten.
Durch die Ablagerung des Grieses vorwiegend aus den südlichen Gebirgshängen, wurde das Tal verfüllt und der See verlandete.
Die durch die härteren Gesteinsschichten vorgegeben Wanne zwingt jetzt das zuerst aufgrund des wasserdurchlässigen Bodens versickerte Wasser wieder an die Oberfläche.
Die Ammerquellen bilden damit den Abfuss des unterirdich ankommenden Wassers der Linder.
Der Übergang Linder zu Ammer erfolgt offiziell bei: N 47°34.065' E 011°03.083'
Hier können bei niedrigem Wasserstand im Flußbett der Linder die verschiedenen Gesteinsarten des Grieses betrachten werden.
Zusätzlich treten hier auch Felsen zu tage, die zur "eigentlichen Wanne" des Tales gehören und für die Entstehung der Karstquellen verantwortlich sind.
Zugang zum Flußbett nur bei niedrigem Wasserstand über folgende Punkte:
Straßenkreuzung: N 47°34.355' E 011°03.120' und Flußzugang: N 47°34.125' E 011°03.210'
Bei hohem Wasserstand kann der Übergang vom südlichen Wanderweg Ettal-Linderhof aus besichtigt werden.
Fragen:
Wie gross ist die Körnung des Gries vor Ort?
Was ist der Hauptunterschied zwischen Gries und Grundfels? - Nicht: Grösse und Zustand Fels vs Schotter

Die kleinen Ammerquellen: N 47°34.533' E 011°03.600'
Aufgrund der geologischen Gegebenheiten verteilen sich die Karstquellen der Ammer im ganzen östlichen Ende des Graswangtals,
unterschieden werden sie nur durch ihren Abfluß.
Im nördlichen Bereich des Talbodens vereinen sich einige dieser Quellen zu einem Bach,
der als Kleine Ammer zunächst meandrierend durchs Weidmoos fließt und später in die Ammer mündet.
Im Vergleich zur Geologie des südlichen Talbodens ist hier der verlandete Schmelzwassersee, d.h. sein Seeboden,
das dominierende Element der Entstehung viele kleiner Quelltöpfe, deren glasklaren Abläufe durch naturbelassenes Moorgebiet fließen.
Aufgrund des klaren Wassers kann die Zusammensetzung des Bachbodens besonders gut beobachtet werden. Als tiefster Teil des Talbodens blieb hier auch am längsten der Schmelzwassersee vorhanden,
dessen Sedimente die Basis für die Entstehung eines Kalkniedermoores waren,
das durch die geologischen, klimatologischen und der relativen Abgeschiedenheit in naturbelassenem Zustand ist.
Gut zugänglich und mit Informationstafel sind die westliche kleinen Ammerquellen(N 47°34.460' E 011°03.550'),
die zusammengeführt als Mühlbach zunächst zur Ettaler Mühle umgeleitet werden, bevor sie der Ammer von rechts zugeführt werden.
Fragen:
Welche Farbe hat der Grund der Quellabflüsse und warum(Ursprung der Farbe)?

Geologische Zusammenfassung:
Die Faltung des Ammergebirges lässt das Graswangtal entstehen.
Gletscher und Erousion verfüllen den Talboden und sorgen damit für eine relativ ebene Talsole.
Der wasserdurchlässige Grund sorgt für ein Versickern der Linder.
Die "wannenförmige" Ausformung der unteren Talbodens lässt keinen anderen Abfluß zu und sorgt damit für den Wiederaustritt des Wassers als Quellen.
Das vorhandene Wasser in Kombination mit Sedimenten und dem Klima lassen eine einzigartige Landschaft entstehen.
Frage: Was ist der Hauptunterschied des Bachgrundes der Linder und der Quellbäche der kleinen Ammer?

Zusammenfassung der Aufgaben:
  1. Wie gross ist die Körnung des Gries vor Ort?
  2. Was ist der Hauptunterschied zwischen Gries und Grundfels?
  3. Welche Farbe hat der Grund der Quellabflüsse und warum, d.h. woher rührt diese Farbe?
  4. Was ist der Hauptunterschied des Bachgrundes der Linder und der Quellbäche der kleinen Ammer?
Ihr dürft sofort - vielleicht auch mit einem Bild - loggen, schickt mir aber bitte die Antworten auf geocaching.com - ohne den Versuch die Fragen zu beantworten lösche ich euer Log!

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