Die Jüngeren von euch werden´s nicht wissen, aber es gab mal eine Zeit, als Musik noch von den Leuten komponiert und eingespielt wurde, die dann auch live auf der Bühne standen. Damals war ich Schüler und verbrachte viel (Schul)zeit im lokalen Schallplattenladen (CD´s und Internet gab´s noch nicht). Die damalige musikalische Sozialisierung hält bei mir bis heute an.
Irgendwann vor dreißig Jahren bekam ich von einem Freund den Auftrag, für seinen Cousin eine LP namens „Walls of Jericho“ vom lokalen Heavy-Metal-Dealer mitzubringen – normale Leute trauten sich da ja nicht rein. Durch das interessante Cover war ich so neugierig geworden, dass ich das Teil selber mal auf meinen Plattenspieler gelegt habe. Schon beim bombastischen Intro sprang die Nadel aus der Rille, ich musste das Gewicht verstärken. Nach 40 Minuten war ich total besessen von diesem Juwel des melodischen Speed-Metal. Und das noch von einer deutschen Band! Hab die Scheibe dann selber behalten …. Schönes Teil, hört´s euch mal.
Helloween gibt´s zwar heute noch, aber nach dem Ausstieg des damaligen Masterminds Kai Hansen 1988 war die Band für mich gestorben.