Bahnbetriebswerk Hamburg-Eidelstedt
In der 430 Meter langen, 65 Meter breiten und beidseitig an das Gleisnetz angeschlossenen ICE-Halle können bis zu acht ICE-Vollzüge mit bis zu zwei Triebköpfen und 14 Wagen gleichzeitig gewartet werden. Die Halle gliedert sich dabei in einen 349 Meter langen und 59 Meter breiten Bereich für die Behandlung der Mittelwagen sowie die sich an beiden Enden anschließenden je 36,5 Meter langen und 65 Meter breiten Bereiche für die Triebköpfe.
Das ICE-Betriebswerk wurde auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs Hamburg-Eidelstedt errichtet und liegt rund 8 km vom Bahnhof Hamburg-Altona entfernt.
Die Wartung findet dabei auf drei Arbeitsebenen statt:
- 2,40 Meter unter den auf Stahlstützen liegenden Schienen werden Unterflurarbeiten erledigt. Einzelne Drehgestelle können an 56 Gleisbrücken aus dem stehenden Zug entnommen werden. Mittels Luftkissenfahrzeugen ist ein Austausch binnen zehn Minuten möglich.
- Auf der mittleren Ebene, 3,60 Meter über dem Hallenboden, findet die Versorgung der Wagen und Entsorgung von Abfällen und Abwassern statt.
- Von der dritten Arbeitsebene, 6,20 Meter über dem Boden bzw. 3,80 Meter über den Gleisen, erfolgt die Wartung der und weiterer Einrichtungen auf dem Dach der Züge. Im Bereich der beiden Triebköpfe ist die Oberleitung auf je 28 Meter langen Brückenträgen gelagert und kann bei Bedarf herausgehoben werden.
Darüber hinaus steht eine Waschstraße für die Züge im Außenbereich zur Verfügung die von den Triebzügen mit eigener Kraft passiert wird.
Bis zu 70 Mitarbeiter arbeiten zeitgleich an einem Triebzug.
In der nordwestlichen Zufahrt wurde eine Radsatzdiagnoseanlage installiert. Bei einer Überfahrts-Geschwindigkeit von bis zu 5 km/h konnten Räder auf Risse und Ausbröckelungen geprüft sowie das Radprofil und der Rundlauf (auch im Hinblick auf ) vermessen werden. Darüber hinaus wurde unter anderem eine Unterflur-Radsatz eingerichtet, die eine Bearbeitung von Treibradsätzen im eingebauten Zustand ermöglicht.
An das Werk schließt sich eine Waschanlage von 212 Metern Länge an. Bei der Reinigung von ICE-1-Zügen schiebt bei der Durchfahrt dabei zuerst der hintere Triebkopf den ansonsten antriebslosen Zug. Nach Durchfahrt des vorderen Kopfes zieht dieser den Zug. Für eine Waschfahrt sind 20 Minuten vorgesehen.
Das Werk wurde mit 16 Kilometern Gleisen und 60 Weichen so dimensioniert, dass eine Wartung aller 41 ICE-1-Züge der ersten Serie erfolgen kann. Mit der Inbetriebnahme der zweiten ICE-1-Serie (19 Triebzüge) wurde ein Teil der kleineren Arbeiten an das neue ICE-Betriebswerk München abgegeben.
Datenfernübertragung an das Betriebswerk frühzeitig mitgeteilt, so dass bis zum Einrücken in das Werk alle Arbeitsvorbereitungen und Materialbereitstellungen disponiert und vorbereitet werden können wodurch die Standzeit möglichst gering gehalten wird.
(Quelle: Wikipedia)
Das Bahngelände muss nicht betreten werden!
Viel Spaß