Nachdem die Kleingärtner bereits Ende 2010 ihre Kündigung erhielten, wurden die Gärten zwar eingezäunt, aber für viele waren diese ungenutzten Flächen ein Paradies - Vandalen und andere Zeitgenossen tobten sich aus. Auch wurden die früheren Gärten gern zum Müllentsorgen genutzt.
Erst als die Bürgerinitiative Stadtring Süd im Mai 2011 auf diese Zustände aufmerksam machte, erfolgte die Sicherung der gesperrten Anlage mit reichlich Nato-Stacheldraht. Der ist inzwischen wieder abgebaut, dafür kamen die Bagger und rissen die alten Datschen ab.
Inzwischen stehen gar keine Lauben mehr, es gibt keine grünen Hecken, keine Beete und keine Obstbäume mehr. Die Fläche ist geräumt und planiert, um Platz für die Autobahn zu schaffen. Man kann sich kaum noch vorstellen, wie es dort, wo jetzt die Autobahnverlaufen soll, mal ausgesehen hat. Die Nutzer der verbleibenden, noch nutzbaren Gärten werden wohl wenig Spaß an ihren Oasen der Ruhe haben, erst die Bauarbeiten, dann die Autobahn.
Übrigens kann man noch auf Google Maps die ramponierten Lauben bewundern, von oben, versteht sich.
Die Räumung der Kleingärten ist wie der Bau der Autobahn umstritten. Über den Sinn oder Unsinn einer Autobahn durch eine Stadt mag man streiten, sicher jedoch ist, dass der Senat von Berlin diese Autobahn wollte und diese demnach auch gebaut werden wird. Die Kosten übernimmt übrigens fast vollständig der Bund, die sonst stets klamme Stadt Berlin übernimmt die Anschlusskosten und andere kleine Pöstchen in Millionenhöhe.
Siehe dazu
- Bürgerinitiative Stadtring Süd (visit link)
- Aktionsbündnis A100 stoppen (visit link)
- Film über Erkundungstour zur gesperrten Anlage: (visit link)
- Senat von Berlin (visit link)
Manche Cachesucher mögen erstaunt sein über die genauen Angaben im Hint. Ich möchte nicht, dass jemand beim Suchen dort über die Maßen auffällt. Die Kleingärtner sind misstrauisch und würden die Dose auch entfernen, wenn sie davon was mitbekommen.
Eingang in dieses Konglomerat von verschiedenen Kleingartenkolonien bietet der beschrankte Eingang an der Kiefholzstraße. Hier:
N52° 28.904 und E13° 27.844
Kurz geradeaus auf dem schön asphaltierten Weg und dann rechts rein in Richtung Antonsruh. Oder gleich den Eingang links von der Baustelle nehmen, dort ist eine Lücke links neben dem Tor.
Inzwischen ist der Eingang in die Kleingartenanlage von Süden her, also vom Kiehlufer oder der Dieselstraße aus, nicht mehr möglich, weil dort für die Autobahn alles umgewühlt wird.