Hexenverfolgung in Europa
Während der Hexenverfolgungen wurden in Europa in der Neuzeit zwischen 1450 und 1782 etwa 60.000 Menschen (75 % Frauen; 25 % Männer und Kinder) hingerichtet, die meisten davon in Deutschland (ungefähr 25.000). Viele wurden lebendig auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
An den meisten Orten sind die Leiden der als Hexen angeklagten Frauen, Männer und Kinder in Vergessenheit geraten. Nur in wenigen Ortschaften, wo Hexen verfolgt wurden, wird an das Schicksal der unschuldig hingerichteten Menschen erinnert. An diesen Gedenkstellen wird ihr Schicksal aus dem Dunkel der Vergangenheit herausgeholt und dem Vergessen entrissen, um Anstöße zu geben für ein Engagement gegen Gewalt in unserer Zeit. Die Hingerichteten werden durch öffentliche Aufmerksamkeit rehabilitiert und ihnen die geraubte Würde zurückgegeben.
Katharina Kepler, Leonberg
Katharina Kepler (* unbekannt; † 1621), Mutter des kaiserlichen Astronomen Johannes Kepler, 1615 während einer Hexenverfolgung angeklagt. Dies ist einer der bekanntesten württembergischen Hexenprozesse.
Der Leonberger Vogt Lutherus Einhorn erhob während seiner Amtszeit (1613-1629) gegen 15 Frauen Anklage wegen Hexereiverdachts und ließ acht Todesurteile gegen überführte Hexen vollstrecken. Er handelte in Übereinstimmung mit der Leonberger Stadtobrigkeit und weiter Teile der Bevölkerung. Sie forderten ein rigoroses Vorgehen gegen Hexen. Einhorn initiierte 1615 den Hexenprozess gegen Katharina Kepler, die Mutter des Astronomen Johannes Kepler, der 1620/21 in Leonberg und Güglingen stattfand. Sie entging nur knapp dem Feuertod auf dem Scheiterhaufen. Der Prozess endete mit einem Freispruch.
Nach einem geschäftlichen Streit mit der Gattin eines Glasers, Ursula Reinbold, bezichtigt diese Katharina Kepler ihr einen bitteren Trank gegeben zu haben, an dem sie erkrankt sei.
Kepler kümmerte sich um die Verteidigung seiner Mutter. Dabei kam ihm ein juristisches Gutachten der Universität Tübingen zu Hilfe, das wohl auf seinen Studienfreund Besold zurückgeht. Im Oktober1620 konnte Kepler ihre Freilassung durchsetzen. Katharina Kepler verstarb schon ein Jahr später an den Folgen der Folter.
Wann konnte die der Hexerei angeklagte Maria Kneller in Weil der Stadt aus dem Obertorturm fliehen?
A = QS(Jahreszahl)
Wie viele Menschen wurden in Weil der Stadt in der Zeit der Hexenverfolgungen zwischen 1615 und 1629 bei einer damaligen Einwohnerzahl von 200 Familien in Hexenprozessen angeklagt, gefoltert und verbrannt! ?
B = Anzahl
Zur Berechnung der Finalkoordinaten addiert ihr A zu den Nord-Koordinaten des Referenzpunktes. Im Osten addiert ihr B.