Severinkreuz
In der Feldflur zwischen Eversberg und Wehrstapel steht unter drei großen Linden das Severinkreuz.
Auf einer Sockelplatte mit Postament aus "Rüthener Sandstein" ist die Inschrift eingemeißelt:
Severin Eulinghoff
Eva Leise
1783
Eva Leise hatte dieses Kreuz im Jahre 1783 zur Erinnerung an ihren im Jahr zuvor gestorbenen Mann errichten lassen.
Es hat heute allerdings nicht mehr seine ursprüngliche Gestalt. Um 1920 wurde von ihren Nachkommen das frühere, schadhaft gewordene schmiedeeiserne Kreuz durch das jetzige Gußeiserne ersetzt. Der Sandsteinsockel mit der Inschrift ist jedoch unverändert geblieben.
Das Kreuz ist gänzlich durchbrochen und fein ziseliert. Die Spitzen der Kreuzarme sowie die vier 90°-Winkel, die von den Armen und dem Stamm gebildet werden, sind durch spezielle Zierformen zusätzlich hervorgehoben. Im Zentrum des Kreuzes befindet sich ein Tiermotiv: die Taube als Symbol des Heiligen Geistes.
"Das durchaus mit einem künstlerischen Anspruch gestaltete Kreuz bezeugt den Verlauf der alten Straße von Eversberg nach Wehrstapel und dokumentiert beispielhaft traditionelles Volkskunstschaffen", so der Stadt-Anzeiger vom 6. Dezember 1990.