Der Cache führt euch auf die wieder freigegebene ,,Oranienbaumer Heide''. Bitte benutzt nur die Wege, da diese nur freigegeben wurden. Vielleicht habe ihr auch Glück und könnt die freilebenden ,,Landschaftspfleger'' beobachten. In Sichtweite befindet sich noch eins von ehemals sechs militärisch genutzten Gebäuden. Heute ist es der Unterstand bzw. Stall für die ,,Landschaftspfleger''. Weiter Infos zur Oranienbaumer Heide findet ihr unter:
http://www.dbu.de/123artikel29377_1038.html
http://www.mittelelbe.com/mittelelbe/front_content.php?idcat=159&lang=1
Viel Spass beim suchen und beobachten.
Halboffene Weidelandschaft auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz „Oranienbaumer Heide“
Mit dem Abzug der GUS-Streitkräfte aus dem Gebiet der Oranienbaumer Heide im Jahr 1992 wurde sichtbar, welch einzigartiger Naturschatz sich im Laufe der letzten Jahrzehnte in dem Gebiet zwischen Oranienbaum, Jüdenberg, Möhlau und Sollnitz erhalten oder entwickelt hat. Offenland-Vogelarten wie Ziegenmelker, Grauammer, Schwarzkehlchen, Neuntöter, Brachpieper, Heidelerche oder Raubwürger haben hier regional und überregional bedeutsame Vorkommen in einem Lebensraummosaik aus Magerrasen, Zwergstrauchheiden, Gras- und Krautfluren, Gebüschen, Baumgruppen und Pionierwäldern gefunden. Auch wertvolle Pflanzenarten wie Besenheide, Berg-Haarstrang, Heide-Nelke oder Zierliches Schillergras weisen ausgedehnte Vorkommen im Gebiet auf.
Heckrinder und Konikpferde als Landschaftspfleger.
Das Heckrind ist das Ergebnis einer fast 80-jährigen Abbildzüchtung aus noch sehr ursprünglichen Rinderrassen aus verschiedenen Regionen Europas, mit dem Ziel, ein dem Auerochsen sehr ähnliches Rind zu erhalten. Heckrinder sind im Vergleich zu anderen Hausrinderrassen besonders widerstandsfähig und können das ganze Jahr über auf der Weide bleiben. Außerdem sind sie hinsichtlich der Futterqualität ausgesprochen anspruchslos. Konikpferde weisen eine enge Verwandtschaft zum osteuropäischen Wildpferd auf und zeichnen sich ebenso durch eine sehr hohe Robustheit aus. Beide Rassen erfordern aus diesem Grund nur einen geringen Betreuungsaufwand und eignen sich deshalb hervorragend zur Landschaftspflege auf ehemaligen militärisch genutzten Flächen. Zum Erhalt der wertvollen Offenlandlebensräume in der Oranienbaumer Heide sollen die spezifischen Wirkungen hinsichtlich Fraßverhalten, Tritt und Suhl- oder Wälztätigkeit dieser Tiere genutzt werden, welche nicht nur zur Offenhaltung der Landschaft, sondern auch zu einer Erhöhung der Arten- und Strukturvielfalt aufgrund der mosaikartigen Verzahnung von Gras- und Krautfluren, Heidebeständen und eingestreuten Gebüschstrukturen führen können.
Quelle: www.sollnitz.de