Zur Geschichte:
Kleiner Einblick über den Ort Wimpassing
Der 1250 in einer Urkunde erwähnte Ort Winpôzingen bezog sich auf das Bauerndorf an der Bergstraße südlich der Triester Bundesstraße, das über Jahrhunderte den Ort Wimpassing bildete. Noch in einer Karte von 1726, die anlässlich des Ausbaus der Triester Straße entstand, sind nur sechs Bauernhäuser, eine Taverne und eine Mühle verzeichnet. Der Ortsname, den im deutschsprachigen Raum zahlreiche Ansiedlungen tragen, geht zurück auf die althochdeutschen Bezeichnungen wint für Sturm und pôzan für schlagen. Winpôzingen ist also der Ort, an dem der Wind so stark weht, dass er einen Windbruch verursachen kann.
Nun zur Geschichte der Wimpassinger Bergkapelle
Laut des Buches unserer Marktgemeinde von Hr. René Harather wurde die Kapelle im Jahr 1893 erbaut. Das Taufbecken in der Kapelle weist die Jahreszahl 1897 auf. Man weiß nicht, wer der rechtmäßige Besitzer der Bergkapelle ist. Der Grundeigentümer ist die Marktgemeinde Wimpassing. Im Buch der Altgemeinde werden nur Aufzeichnungen von Kosten für diverse Mesnerdienste aufgelistet. Einen Teil zur Geschichte der Bergkapelle liefern die Aufzeichnungen und mündlichen Überlieferungen beteiligter Personen.Über
Über die Glocke der Bergkapelle
Am 1. Mai 1946 wurde die neue Glocke von Hw. Hr. Pfarrer Bock † und Kaplan Pater Alois geweiht, beide aus der Pfarre St. Valentin. Geliefert wurde die Glocke von Fa. Zahn & Glöckel, Raglitz, Bezirk Neunkirchen, unter Verwalter Anton Dallner.
Die Inschrift auf der Glocke lautet:
»Durch das Feuer bin ich geflossen - Alfred Penz hat mich gegossen.« Die Kosten der Glocke beliefen sich auf 690,- Schilling. Spenden für die Glocke kamen von verschiedenen Familien und Bauern. Die Patin der Glocke war Frau Theresia Rottensteiner †, Glockenmutter Frau Maria Mayerhofer †, geb. Lorenz. Der Glockenspruch, gedichtet vom Kirchbüchler Pfarrer, lautet:
Gegossen nach Krieg und Leid,
soll künden ich Fried und Freud
dass Gott bewahr uns vor Gefahr.
In einem feierlichen Gottesdienst am 14. September 2008, der aufgrund des Regens in der Pfarrkirche stattfinden musste, dankte die Gemeinde mit Weihbischof Turnovsky für die gelungene Renovierung. Danach ging es zur Bergkapelle, die von Hw. Weihbischof Stephan gesegnet wurde. Jedes Jahr wird am 14. September, dem Fest der Kreuzerhöhung, ein Dankgottesdienst in der Bergkapelle gefeiert. Weiters wird jeden Monat, zumeist am 3. Donnerstag um 18.30 eine Hl. Messe gefeiert. Auch die Bittprozession am Montag vor Christi Himmelfahrt wird über die Bergstrasse hin zur Bergkapelle geführt. Patrozinium ist am 3. Mai, Hl. Philippus und Jakobus, auch an diesem Tag wird die Festmesse in der Bergkapelle gefeiert.
Quelle: Pfarre Wimpassing
Viel Spaß beim suchen!