Geschichtliches - Die Personen:

Name: Robert J. Barrat 2Lt, Pilot ((KIA) = Killed in Action)
8th US Air Force
Squadron (Geschwader) : 427th BS, 303rd Bomber Group ((H) = Hell´s Angels)
Aircraft Type (Flugzeug Typ) : B-17G Flying Fortress (schwerer Bomber)
Serien Nummer Flugzeug : #43-39149 (kein Name)
Name: George H. Emerson, Heckschütze
Einzigster Überlebender der Nemer Crew.
8th US Air Force
Squadron (Geschwader) : 427th BS, 303rd Bomber Group ((H) = Hell´s Angels)
Aircraft Type (Flugzeug Typ) : B-17G Flying Fortress (schwerer Bomber)
Name: Alfred K. Nemer 1Lt, Pilot ((KIA) = Killed in Action)
8th US Air Force
Squadron (Geschwader) : 427th BS, 303rd Bomber Group ((H) = Hell´s Angels)
Aircraft Type (Flugzeug Typ) : B-17G Flying Fortress (schwerer Bomber)
Serien Nummer Flugzeug : #42-31060 (Pogue-Ma Hone) = "Kiss my Ass")
Geschichtliches - Was am 09. Februar 1945 geschah.:
- 303BG Missionsreport Ziel: Mineralölwerk Lützkendorf, Deutschland.
- Entsandte Mannschaften: 39 (358BS – 9, 359th - 10, 360th – 10, 427th – 10)
- Bombenladung: 10 x 500 lb H.E. M43 Bomben.
- Bombardierungshöhe: 25.200, 23.200 & 25.600 Fuß.
- Abgefeuerte Munition: 1.205 Zündungen
- Dauer der Mission: 8 Stunden, 14 Minuten.
Verlorene Mannschaften:
Lt. Nemer Crew:5 KIA (killed in action – im Gefecht gestorben), 1 POW (prisoner of war – Kriegsgefangener) 3 RTD (returned to duty – Soldaten, die nach einer Verletzung innerhalb von 72 Stunden in den Kampf zurückkehrten)
Lt. Barrat Crew:8 KIA, 1 POW (George H. Emerson)
Lt. Bailey Crew:7 POW, 2 RTD Verlorene oder verletzte Besatzungsmitglieder: 1 WIA (woundet in action – im Gefecht verletzt)
Eine komplette Gruppe von 39 Flugzeugen wurde ausgesandt, das Mineralölwerk Lützkendorf, Deuschland, anzugreifen(visuell).Sekundärziel war das Eisenbahnzentrum in Erfurt (visuell oder PFF) mit einigen Ausweichzielen. 1 Flugzeug kehrte wegen technischer Probleme vorzeitig zurück, #42-97860 (No Name), 360BS (Lt. Edmunds).
2 Flugzeuge aus dem Bombergeschwader 427th gingen aufgrund einer Kollision in Ziel nähe verloren. #42-31060 Poque Ma Hone, gesteuert von 1Lt. Alfred K. Nemer und #43-39149, geflogen von 2Lt. Robert J. Barrat, kollidierten, bevor sie ihre Bomben abwerfen konnten. Maschine #43-39149 wurde beobachtet, wie sie anschließend in Richtung der Eisenberger Innenstadt flog. Kurz bevor sie über der Stadt abstürzen und dabei Hunderte von Menschen mit seinen intakten Bomben in den Tod reißen konnte, gelang es den Piloten Barrat und Harvey die B-17G zu stabilisieren und die Bomben außerhalb der Stadt über einem Feld abzuwerfen. Lediglich 1 Haus wurde von einer Bombe getroffen. Dabei kamen 10 Menschen zu Tode. Das Flugzeug stürzte anschließend in eine bewaldete Gegend in der Nähe von Eisenberg/ Thüringen, Deutschland und explodierte dabei. #42-31060 Poque Ma Hone, sank etwa 10.000 Fuß unter die Formation, schien dann aber unter Kontrolle zu sein. Es folgte der Formation ca. 45 Minuten lang, wurde dann aber aus den Augen verloren. Es stürzte östlich von Jaraczewo, Polen, ab.
B-17G #43-38764 (No Name), 359BS, geflogen von 2Lt. Jack W. Bailey, wurde während des Bombenabwurfs durch Kanonenfeuer getroffen, wobei die Motoren Nr. 2 und 3 beschädigt wurden. Das Flugzeug, unfähig die Formation bei zuhalten, verlor an Höhe und kam ins Schlingern. In der Nähe von Mühlhausen, Deutschland, traf es auf etwa 14 feindliche Flugzeuge. Es stürzte in der Nähe des Weilers Boekholt der Stadt Straelen in Deutschland, nur ein paar Meilen vor der niederländischen Grenze, ab.
Flugzeug #43-38767 (No Name), 359BS (Lt. Mauger), landete auf Feld B-61, auf dem Kontinent. Alle Besatzungsmitglieder waren unversehrt. Alle anderen B-17 kehrten sicher nach Molesworth zurück. Ein zurückkehrendes Besatzungsmitglied war verwundet. Sgt. Jesus F. Ortega, Kugelturmschütze in der Crew um Lt. Marvin G. Richeson, Jr., war ernsthaft verletzt. Sein linkes Bein wurde im 303rd Station Krankenhaus entfernt.
MACR = Missing Air Crew Report:
| 12229 |
09 Feb 45 |
427 |
Barrat, Robert J. |
43-39149 |
Lutzkendorf, Ger 1;2;3;4;5 |
| 12245 |
09 Feb 45 |
427 |
Nemer, Alfred K. |
42-31060 |
Lutzkendorf, Ger 1;2;3
|
Bei mehr Interesse, hier eine sehr Informative Seite in Bild und engl. Text: http://www.303rdbg.com/index.html
B-17 Flying Fortress:
Die B-17 Flying Fortress, war der berühmteste Bomber der Amerikaner im Zweiten Weltkrieg und wird immer eine Legende bleiben. Sie war bekannt dafür, große strukturelle Schäden erleiden zu können und manchmal mit einem, zwei oder gar drei zerschossenen Motoren noch sicher zurück zum Stückpunkt zu fliegen. Sie flog gezielte strategische Bombenangriffe auf feindliche Ziele und zerstörte diese mit verheerender Präzision. Sie flog ihre Einsätze stets bei Tageslicht und überzeugte selbst Kritiker dieser Taktik. Mit ihren 13 0.50 Kaliber MGs war sie sehr gefürchtet.
Hersteller: Boeing Airplane Company, Douglas und Lookheed Vega(beide unter Lizenz)
Typ: zehnsitziger, strategischer schwerer Fernbomber
Triebwerke: vier luftgekühlte Wright Cyclone GR-1820-97 Neunzylinder Sternmotoren mit General Electric B-22 Abgasturboladern mit 1.200 PS Startleistung und 1.380 PS. Not-Kampfleistung in 26.700 Fuß Flughöhe.
Zylinderbohrung: 155,6 mm; Hub: 174 mm; Hubraum: 29,88 Liter.
Leistung: Höchstgeschwindigkeit 462 km/h in 7620 m Höhe; Marschgeschwindigkeit 293 km/h; Dienstgipfelhöhe 10.850 m; Reichweite mit einer Bombenlast von 2722 kg 3219 km
Gewicht: Leermasse 16.391 kg; max. Startmasse 29.710 kg
Abmessungen: Spannweite 31,62 m; Länge 22,78 m; Höhe 5,82 m; Tragflügelfläche 131,92 m²
Bewaffnung: 13 12,7 mm Maschinengewehre; zwei 12,7 mm MGs in den Türmen vorn unten, auf dem Rücken, im Heck sowie in der Unterrumpfkanzel. Zwei weitere im Bug in den Bugstutzen, eins im Funkraum und je eins links und rechts im Rumpf und eine max. Bombenlast von 7983 kg.

Bei mehr Interesse: http://www.b17flyingfortress.de/index.php

Nose Art (Nasen Kunst):
Begonnen aus praktischen Gründen, um Freund von Feind zu unterscheiden, entwickelte sich die Nose Art weiter. Sie hatte ihren Nutzen für die Moral und den Ausdruck von Stolz. Dazu half sie die gleichförmige Anonymität des Militärs zu erleichtern und bot Trost, indem sie an das Leben zuhause beziehungsweise in Friedenszeiten erinnerte. Überdies diente sie als Fetisch im Kampf gegen den Feind. Zum Teil lag der Reiz in ihrem inoffiziellem Charakter, wenngleich die Dienstvorschriften nicht streng oder auch gar nicht durchgesetzt wurden.


Update 2013: http://jena.otz.de/web/lokal/leben/detail/-/specific/Erinnerung-an-alle-Opfer-Flakfeuer-ueber-Jena-im-Jahre-1945-586024949




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