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Steinbruch Hanslbauer EarthCache

Hidden : 10/20/2013
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   not chosen (not chosen)

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Geocache Description:

Dieser Earthcache von Frau Coint82 soll euch das Geotop "Steinbruch Hanslbauer" (Geotop-Nummer 190A002) in Hohenpeißenberg näher bringen. Als Zusatzausrüstung benötigt ihr ein Geodreieck oder ähnliches, um einen Winkel zu messen.


Gesteinsarten

Generell können Gesteine nach der Art ihrer Entstehung in 3 Gruppen eingeteilt werden:

Magmatite (Magmatische Gesteine)

Sie entstehen aus Magma, einer natürlichen glutheißen Schmelze im Erdinneren.Wenn solche Magmen in der Tiefe langsam abkühlen und dadurch auskristallisieren, entstehen die mittel- bis grobkörnigen Tiefengesteine. Ein Beispiel ist Granit.
Wenn magmatische Schmelzen in oberflächennahe Gesteinsschichten eindringen und dort erstarren, oder wenn sie als Lava an die Oberfläche kommen, entstehen Vulkanite, der bekannteste ist Basalt.

Sedimentite (Ablagerungsgesteine)

Sie bilden sich aus Verwitterungsprodukten der Erdrinde an der Erdoberfläche, in festländischen Gewässern und im Meer. Ihr generelles Merkmal ist eine mehr oder weniger ausgeprägte Schichtung Die Verwitterung von Gesteinen an der Erdoberfläche erfolgt sowohl mechanisch (Zertrümmerung) als auch durch chemische Vorgänge, bei denen Gesteinsbestandteile zersetzt und/oder gelöst werden. Die Verwitterungsprodukte werden durch Wasser, Wind oder Eis transportiert und schließlich wieder abgelagert (sedimentiert) oder aus der Lösung ausgefällt.
Man unterscheidet 3 Arten von Sedimenten:
Trümmersedimente:/klastische Sedimente: bestehen aus körnigen Verwitterungsprodukten unterschiedlicher Korngrößen. Beispiele sind: Ton, Sand, Kies als Lockergesteine sowie die aus ihnen hervorgegangenen Tonsteine, Sandsteine und Konglomerate.
Chemische Sedimente: entstehen durch Ausfällung von Substanzen aus wässrigen Lösungen. Beispiele sind: Kalkstein, Dolomit, Salzgesteine und Gips.
Biogene Sedmimente: Sie entstehen unter Mitwirkung von Organismen: Torf, Kohlen und bestimmte Kalksteine werden dieser Gruppe zugeordnet.

Metamorphite (Umwandlungsgesteine)

Wenn Gesteine in der Erdkruste Bedingungen ausgesetzt werden, die sie mehr oder weniger stark verändern, so nennt man diesen Vorgang Metamorphose. Ursachen sind Änderungen von Temperatur und/oder Druck, oftmals bewirkt durch tektonische Bewegungen in der Erdkruste. Beispiele sind Ortho- und Para-Gneis, Marmor, Glimmerschiefer.

Zur Geologie des Pfaffenwinkels

Die Hebung des Gebirgskörpers der Alpen dauert bis heute an. Im Tertiär, genauer gesagt im Oligozän, wurde durch Erosion des Gebirges und Transport des abgetragenen Materials in Flüssen das nördlich gelegene Molassebecken mit lockeren Kiesen, Sand und Schlamm gefüllt. Die Materialien sedimentierten und verfestigten sich zu Molassesandstein und Nagelfluh.

Abb. 1 (Quelle: Hohenpeißenberger Heimatlexikon, Seite 258)

Zur Geologie des Hohen Peißenbergs

„Im Umkreis des Hohen Peißenberges muss damals ein bedeutendes Flusssystem die Alpen in Richtung Norden verlassen haben, dessen mitgebrachte, ehemals lockere Schotter haben sich in den Konglomeraten des Hohenpeißenbergs erhalten.“
(Zitat-Quelle: Hohenpeißenberger Heimatlexikon, Seite 258)
Die Schuttströme der oberen Süßwassermolasse brachten Gestein und Sand mit sich, die bis zu einer Höhe von 988 m ü. NN zu Molassesandstein und Nagelfluh erstarrten. Dieser Härtling wurde später durch das Eis der Gletscher aus dem Feinsand der weicheren Umgebung herauspräpariert und präsentiert sich seither „als die am weitesten in die bayerische Hochebene vorgeschobene Erhebung der Alpen im Grenzgebiet zwischen gefalteten und ungefalteten Tertiärschichten des Alpenvorlandes.“
(Zitat-Quelle: Hohenpeißenberger Heimatlexikon, Seite 259)

Zur Geologie des Steinbruch Hanslbauer:

Leider ist der Bruch relativ zugewachsen und nicht mehr so gut zu sehen wie auf folgendem Fotoausschnitt aus der Hohenpeißenberger Haus und Hofgeschichte:

Abb. 2 (Quelle: Haus- und Hofgeschichte Hohenpeißenberg, Seite 104

An den Listing- Koordinaten ist auf einer Höhe von 815 m ü. NN glaukonitischer Sandstein der oberen Meeresmolasse zu sehen, in dem Haifischzähne gefunden wurden. Die Schichtfolge ist an der Süd-West-Flanke des Hohen Peißenberges aufgrund der Peißenberger Überschiebung (Cyrenenschichten gegen obere Meeresmolasse) steil aufgerichtet.

Du bist dran!

Wie bei jedem Earthcache gibt es auch Aufgaben, die du erledigen solltest, um zu beweisen, dass du dich mit dem Thema auseinandergesetzt hast (alle benötigten Informationen findest du im Listing):
0) Bitte geh vom Trailhead „Bankerl“ am Waldrand entlang zu den Listing-Koordinaten, so wird sichergestellt, dass die Wiese des Bauern nicht zertrampelt wird. Bitte verhaltet euch angemessen, der Steinbruch ist als Naturdenkmal beim LfU gelistet. (Also fangt nicht an, dort rumzuklettern oder ähnliches) DANKE!
1) Bitte lies dir den Text über Gesteinsarten durch und entscheide anhand dieses, zu welcher Gesteinsart Molassesandstein und Nagelfluh gehören?
2) Um welche Schicht aus Abb.1 handelt es sich hier (Auswahlmöglichkeiten: UMM, UBW, BWM, OBM, OSM)?
Da sich die Quellen hier uneinig sind, lassen wir 2 Antworten gelten.
3) (Vorort-Frage): Gehe zum Referenzpunkt R1, rechts von der Hauptwand. Hier ist sehr schön zu sehen wie die Schichtungen aufgerichtet sind. Messe oder schätze den Winkel der Schichten zur Horizontalen.
4) OPTIONAL aber trotzdem schön und natürlich der ultimative Beweis, dass du vor Ort warst: Mach ein Foto von dir oder deinem GPS am Steinbruch und häng es an deinen Log an.

Um deinen Besuch Loggen zu dürfen, sende die Antworten auf die Fragen an folgende Email-Adresse: Steinbruch-Hanslbauer@gmx.de.
Wenn du deine private E-Mail Adresse nicht offenlegen willst, kannst du uns auch gerne die Antworten auf unser Profil schicken. Du darfst deinen Besuch sofort loggen, wenn deine Antworten nicht richtig sind, melde ich mich bei dir.

Quellen:
Bücher:
Hohenpeißenberger Heimatlexikon, Herausgegeben von der Gemeinde Hohenpeißenberg, 1998
Haus- und Hofgeschichte Hohenpeißenberg, Herausgeber Gemeinde Hohenpeißenberg, 2006
Wikipedia:
Alpen
Hoher Peißenberg
Internet:
Gesteinsarten

Additional Hints (No hints available.)