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Wider das Vergessen: Stolpersteine in Frechen Multi-Cache

This cache has been archived.

eigengott: Da es hier seit Monaten keinen Cache zu finden gibt, archiviere ich das Listing, damit es nicht mehr auf den Suchlisten auftaucht bzw. neue Caches blockiert.

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Hidden : 10/23/2013
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Stolpersteine in Frechen

 

„Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist.“

 

„Stolpersteine“ ist ein Projekt, das an die Opfer der NS-Zeit erinnert. Darunter sind natürlich die jüdischen Opfer, aber auch Zigeuner, politisch Verfolgte, Homosexuelle, Zeugen Jehovas sowie Euthanasieopfer.

Hinter dem Projekt steckt der in Berlin geborene Künstler Gunter Demnig, der seit einigen Jahren in Frechen wohnt. Er erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing in den Boden einlässt. Mit den Steinen vor den Häusern wird die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst dort wohnten. Mittlerweile liegen rund 42.500 Stolpersteine in 16 europäischen Ländern.

Im Mai 2007 hat sich der Vorstand des Frechener Geschichtsvereins erstmals mit der Frage befasst, auch für Frechen das Projekt „Stolpersteine“ anzustoßen und schließlich in langen Verhandlungen mit der Stadt Frechen die Verlegung durchgesetzt. Dabei übernahm der Verein nicht nur die Organisation und Planung, sondern vor allem auch die Finanzierung in Form von Spendenwerbung. Am 3. April 2009 konnten die ersten neun Stolpersteine auf der Frechener Fußgängerzone verlegt werden. Insgesamt gibt es 52 Steine, davon 51 für jüdische Opfer und einen für den erschlagenen Kommunisten Heinrich Bühr. Drei Steine wurden auf Wunsch der Hinterbliebenen nicht verlegt.

 

Zum Cache:

Dieser Multi führt dich auf einer ca. 2 km langen Runde durch die Frechener City. (Es liegen zwar auch noch an anderen Stellen in Frechen Stolpersteine, dann wäre die Runde aber nicht mehr ganz so rund gewesen…)

Suche und finde die Stolpersteine und beantworte die Fragen:

Station 1: N 50° 54.544 E 006° 48.804

In diesem Haus in der Breite Straße wohnte die Familie Lippmann. Sie waren sogenannte „Althändler“, d. h. sie handelten mit Lumpen, Altmetall, Ziegenfellen etc. und gehörten zu den ärmsten Familien in Frechen. Während der Reichspogromnacht im November 1938 konnten sie dank eines Nachbarn nach Köln fliehen. Der Nachbar, der Transportunternehmer Brücken, war ein streng katholischer Nazigegner und verstand sich sowohl privat als auch beruflich bestens mit den Frechener Juden und transportierte das Vieh für sie. Er hielt die Nazis auf und konnte auch das Inbrandsetzen des Hauses mit dem Hinweis auf seinen 10.000-Liter-Benzintank auf seinem Grundstück verhindern.

Vor diesem Haus sind fünf Stolpersteine der Familie Lippmann verlegt. Einer der fünf Genannten hatte einen zweiten Vornamen. Berechne die Summe der Buchstabenwerte dieses zweiten Vornamens und du erhältst A.

Station 2: N 50° 54.592 E 006° 48.787

Frau Simons, die hier gewohnt hat, war die Tochter der Schuhhändlerfamilie Samuel (siehe Station 3) und arbeitete im elterlichen Geschäft als Verkäuferin.

Zähle die Buchstaben aller Vornamen von Frau Simons. Die Anzahl der Buchstaben sei B.

Station 3: N 50° 54.593 E 006° 48.780

Die Familie Samuel führte lange Zeit ein Salamander Schuhhaus in diesem Haus. 1934 wurde das Geschäft „entjudet“. Später übernahm die „arische“ Familie Hoff das Schuhgeschäft. Während der Übergriffe im November 1938 hatten sie Karola Samuel, die Tochter des Hauses, bei sich auf dem Speicher versteckt, so dass sie dem Terror der Nazis entkam.

In welchem Jahr ist Karoline Samuel geboren? Die Quersumme sei C.

Kurzer Abstecher… : Auf der Hauptstraße gibt es zwar auch genügend Gelegenheiten zur Einkehr. Auf dem Weg zur vierten Station kommt ihr aber an einem besonders tollen Exemplar vorbei. Wer Lust auf einen Kaffee und ein Stück Kuchen hat, sollte bei N 50° 54.665 E 006° 48.738 im von außen recht unscheinbaren Café Victoria einen Zwischenstopp einlegen. Persönliche Empfehlung: Schweden-Apfel.

Station 4: N 50° 54.790 E 006° 48.737

Die Stationen 4 und 5 befinden sich auf dem Freiheitsring, der zur NS-Zeit Adolf-Hitler-Ring hieß.

Isaak Voos besaß eine Manufakturwarenhandlung, das „Kaufhaus Voos“ auf der Hauptstr. 200, wo heute die Frechener Post untergebracht ist.

Vor ihrem Wohnhaus am Freiheitsring findest du vier Stolpersteine von Familienmitgliedern der Familie Voos, die allesamt nach Riga deportiert wurden. In welchem Jahr war das? Die Quersumme der Jahreszahl sei D.

Station 5: N 50° 54.774 E 006° 48.554

In diesem Haus am Freiheitsring wohnte Johanna Cremer. Sie war mit einem „Arier“ verheiratet, so dass diese „privilegierte“ Familie bei den Übergriffen im November 1938 verschont blieb. Später half ihr aber auch die Ehe mit einem „Arier“ nichts mehr und sie wurde nach Theresienstadt deportiert und dort ermordet.

In welchem Jahr wurde sie geboren? Die Quersumme der Jahreszahl sei E.

Station 6: N 50° 54.720 E 006° 48.519

Hier lebte der Kommunist Heinrich Bühr. Er ist das einzige bekannte nicht-jüdische NS-Opfer in Frechen. An welchem Tag ist er gestorben? Addiere alle Ziffern des genauen Datums und du erhältst F.

Station 7: N 50° 54.704 E 006° 48.619

In diesem Haus in der Klarengrundstraße wohnten Elfriede und Max Abraham, der als Viehhändler sein Geld verdiente.

In welchen Ort wurden die beiden deportiert? Die Summe der Buchstabenwerte sei G.

Station 8: N 50° 54.590 E 006 48.612

In diesem Haus befand sich früher die Frechener Synagoge. Die Frechener Synagoge wurde in der Reichspogromnacht von den Nazis weitestgehend zerstört. In Brand gesteckt wurde sie nur deshalb nicht, weil Häuser von „Ariern“ in unmittelbarer Umgebung standen, die möglicherweise auch Feuer gefangen hätten. Im straßenseitigen Wohnhaus der Synagogengemeinde wohnte ein „arischer“ Mieter, Peter Stier. Er hat bei den Übergriffen geistesgegenwärtig die uralte Thorarolle gerettet, bei sich versteckt und später an den Synagogenvorsteher Bernhard Cohnen übergeben. Als sein Sohn Manfred 1939 in die USA auswanderte, schmuggelte er die Thorarolle mit nach Amerika.

Vor diesem Haus findest du die Gedenksteine für vier Mitglieder der Familie Voos. Schaue dir die vier Geburtsjahre an und subtrahiere dann die kleinste von der größten der vier Zahlen. Das Ergebnis sei H.

Station 9: N 50° 54.588 E 006° 48.609

Wenige Schritte entfernt findest du das Denkmal für die Frechener Synagoge.

Aus wie vielen Buchstaben besteht das erste Wort in der letzten Zeile? Die Anzahl der Buchstaben sei I.

Station 10: N 50° 54.591 E 006° 48.585

Im diesem Haus auf der Hauptstraße wohnte die Familie Cohnen. Bernhard Cohnen führte eine Metzgerei und war außerdem Synagogenvorsteher. Während der Reichspogromnacht konnte die Familie Cohnen gerade noch rechtzeitig nach Köln fliehen. Die beiden Kinder Henny und Manfred wanderten 1939 in die USA aus. Die Eltern Amalie und Bernhard wurden später deportiert.

Wohin wurden die Cohnens deportiert? Die Anzahl der Buchstaben sei J.

Station 11: N 50° 54.584 E 006° 48.500

Hier findest du den ersten Stolperstein, der in Frechen verlegt wurde. Frau Winter, die Schwester von Elfriede Abraham aus der Klarengrundstraße, arbeitete als Modistin. (Für die Unwissenden unter uns, denen es so geht wie mir zunächst auch: Ein Modist fertigt Kopfbedeckungen insbesondere für Damen und ist tatsächlich ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf.)

Wie hieß die Bewohnerin dieses Hauses mit Vornamen? Die Summe der Buchstabenwerte sei K.

Je nachdem, wann du hier unterwegs bist, solltest du – optional – einen kleinen Abstecher ins Stadtarchiv machen, das sich auf der anderen Straßenseite befindet (N 50° 54.575 E 006° 48.500). Geöffnet ist der Lesesaal dienstags, mittwochs und donnerstags von 9 – 12.30 Uhr, dienstags und mittwochs von 14 – 16 Uhr sowie donnerstags von 14 – 18 Uhr. Du findest nicht nur eine kleine Ausstellung zur Geschichte der Juden in Frechen. Es ist dort auch die Tür aus der zerstörten Frechener Synagoge ausgestellt.

 

Achtung! Da ein Stein seit dem Legen des Multis verändert worden ist, gibt es seit dem 14.07.2015 eine neue Final-Formel!

Das Finale findest du imer noch bei:

N 50° 54.[2*(A+C-D+G+K)+3*(E+F)]
E 006° 48.[7*(B+J)+6*(H+I)]

 

Wer noch einen „größeren“ Abstecher machen möchte (vom Parkplatz aus ca. 1,5 km), kann noch einen Blick auf den jüdischen Friedhof in Frechen werfen. Um den Anreiz zu erhöhen, habe ich dort einen kleinen Tradi hinterlassen.

Quellen:
http://www.stolpersteine.eu/
https://twitter.com/_Stolpersteine_/
Die Geschichten hinter den Namen stammen alle aus den Büchern von Egon Heeg „Die Levys oder Die Vernichtung des Altfrechener Judentums“.

 

Zum Schluss noch ein paar organisatorische Hinweise:
  • Dein Cachemobil stellst du am besten auf dem Parkplatz „An der Synagoge“ (N 50° 54.550 E 6° 48.622) ab – zum einen, weil es für diesen Cache wohl keinen passenderen Parkplatz gibt, zum anderen liegt er aber auch günstig zum Start- und Zielpunkt. Drei Stunden lang kann man hier sein Auto mit Parkscheibe (Nicht vergessen!) stehen lassen.
    Sollte hier mal kein Parkplatz zu finden sein: Im Parkhaus am Stadtsaal (N50° 54.636 E6° 48.609) findet ihr garantiert einen Parkplatz. In den oberen Etagen kann man sein Cachemobil sogar unbegrenzt stehen lassen.
  • Die Runde ist selbstverständlich auch mit dem Fahrrad machbar. In der Fußgängerzone ist allerdings Fahrradschieben angesagt - leider auch außerhalb der Geschäftsöffnungszeiten.
  • Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen will, verlässt die Linie 7 an der Haltestelle Frechen Kirche. Von dort sind es gut 200 Meter bis zur 1. Station.
  • Die Stationen 2, 3, 8, 9, 10 und 11 befinden sich alle in der Fußgängerzone. Manchmal muss man schon etwas genauer hingucken, um die Stolpersteine zu entdecken, da die Händler teilweise ihre Ständer so geschickt aufstellen, dass man die Steine schnell übersieht. Also Augen auf! (Besonders bei Station 8!)
  • Das Finale liegt zwar sehr zentral, aber trotzdem so, dass man mit ein wenig Geduld meist relativ schnell einen muggelfreien Moment abpassen kann. Die Minute sollte am Ende der Runde auch noch drin sein!
    Du suchst etwas, das von der Größe her ein Small ist. Die eigentliche Dose ist aber eher ein Nano, von daher gesehen könnte eine Pinzette nicht schaden. Der Nano sollte nicht gewaltsam aus seiner "Umhüllung" genommen werden, Deckel öffnen reicht!
  • Der GPS-Empfang ist in der City nicht immer so optimal. Die einzelnen Stationen solltest du aber mit Hilfe des Listings ohne größere Probleme finden können.
    Blöderweise hat sich sowohl bei mir beim Einmessen der Koordinaten als auch bei vielen Suchenden gezeigt, dass gerade am Finale das GPS überhaupt nicht mehr weiß, wo es hin will. Da immer wieder Cacher deswegen gestrandet sind, habe ich mich dazu entschlossen, einen Geochecker einzubauen, der ein Spoilerbild liefert.
    Für die, die ohne mobiles Internet unterwegs sind, weiterhin der Hinweis: Es muss natürlich nichts auseinandergebaut, gebuddelt o. Ä. werden. Wenn ihr den Cache gesehen habt, solltet ihr eigentlich wissen, dass ihr richtig seid. Der Cache liegt nicht in irgendwelchen Blumenkübeln und nicht auf dem Weg, aber wirklich DIREKT neben dem Weg, von ein bisschen Grün bedeckt.

Additional Hints (Decrypt)

Fgbycrefgrva

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)