Zur Geschichte:
Die Erschließung der Steinkohlevorräte im Lugau-Oelsnitzer Revier erforderte moderne und leistungsfähige Verkehrsverbindungen. Als erste Strecke im Revier wurde am 15. November 1858 die Eisenbahnlinie von Lugau nach Wüstenbrand, einschließlich des Lugauer Bahnhofs, eingeweiht.
In den ersten Jahren diente die Bahnstrecke nur dem Güterverkehr. 1862 wurde auch der Personenverkehr aufgenommen. Der Verkehr hatte so stark zugenommen, dass 1900/1901 der Bahnhof wesentlich erweitert werden musste.
(Aufnahme des Bahnhofs und deren Belegschaft um 1913)
Am 15. Februar 1913 wurde die elektrische Überlandbahn von Hohenstein über Gersdorf und Lugau nach Oelsnitz eröffnet. Bereits 10 Jahre vorher war ein Teil der Strecke von einer Pferdebahn befahren worden.
Die Eisenbahnstrecke wurde von der eigens dafür gegründeten "Chemnitz-Würschnitzer Eisenbahn-Gesellschaft" erbaut und betrieben.
Geplant war ausserdem noch eine Nebenstrecke von der Oelsnitzer Straße zum Lugauer Bahnhof. Der Krieg verhinderte die Verwirklichung des Projektes. Im Frühjahr 1960 wurde die Strecke stillgelegt.
Nach der Politischen Wende 1989/1990 wurde am 10. August 1990 der Personenverkehr eingestellt.
Am 28. September 1996 folgte auch offiziell die Einstellung des Güterverkehrs.
Der Streckenabschnitt von Lugau nach Oelsnitz wird nun nur noch als Abstellgleis der Deutschen Bahngesellschaft genutzt. Und seit Frühjahr 2013 wird aus der stillgelgten Bahngleisstrecke Lugau - Wüstenbrant ein Fahrradweg errichtet. Der Lugauer Bahnhof soll nun auch das Herzstück Lugaus werden. Welcher mit seinen biotopischen und ruhigen Plätzen zum Verweilen einläd.
Wer gern mehr darüber erfahren möchte kann sich hier belesen:
Stadt-Lugau