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Trostadt Traditional Cache

This cache has been archived.

maeusebiss: Mittlerweile ist dieses Gelände Privatgelände und hier lebt dauerhaft eine Familie mit Hund.

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Hidden : 11/4/2013
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

Das kleine Dörflein Trostadt hat nun endlich einen eigenen Cache und damit an einem Tag vielleicht mal mehr Besucher als Einwohner Die Turmscheune selbst oder ein Privatgrundstück muss dabei nicht betreten werden!


Der kleine Ort Trostadt wird schon im 8. Jahrhundert als “Trossesteti” urkundlich erwähnt.

Die Grafen von Henneberg wurden seit 1130 Förderer des Prämonstratenser-Ordens in Thüringen und ermöglichten 1131, auch durch großzügige Spenden, die Gründung eines Doppelklosters im Ort Veßra.

Ein 1175 im Klostergelände Veßra ausgebrochener Brand wurde von der Ordensleitung zum Anlass genommen, das in Veßra vorhandene Doppelkloster aufzuheben und für die Chorfrauen eine räumlich getrennte Niederlassung zu gründen. Für dieses neue Ordenshaus wurde der Platz der bereits bestehenden Siedlung Trostadt gewählt, etwa drei Kilometer östlich von Veßra. Wahrscheinlich lag dort bereits ein zum Kloster gehöriger Wirtschaftshof.

Diese Neugründung im Ort "Trosnastete" wurde in der Kurzform Neuzelle genannt und diente nun als Witwenheim und Ausbildungsort des henneberger Adels.

Das Leben im Kloster war geprägt durch das kommunitäre Prinzip “ora et labora” (“bete und arbeite”) und brachte unter Umständen soliden wirtschaftlichen Erfolg. Die Ursache dafür waren der Fleiß der im Konvent zusammenlebenden Frauen und die günstige Lage als begehrte Herberge an der Handelsstraße zwischen Würzburg und Erfurt. Es wurde Landwirtschaft betrieben, die Bierbraukunst gepflegt und Fischteiche unterhalten.

Die Prämonstratenser-Chorfrauen kamen durch Stiftungen und Schenkungen zu zahlreichen Gütern und Grundstücken im Henneberger Land. 1244 zerstörte ein erneuter Brand, diesmal in den Mauern von Kloster Trostadt, die bisher geleistete Aufbauarbeit.

Zwischen dem Kloster Veßra und dem Kloster Trostadt soll es einen sagenumwobenen unterirdischen Geheimgang (ge)geben (haben), der  geheime Besuche der Mönche und Nonnen ermöglicht haben soll.

Ab Mitte des 14. Jahrhunderts musste gegen die Chorfrauen wegen nachlassender Klosterzucht Strafen verhängt werden. Gleichzeitig nutzen die Henneberger Grafen gerne die Ersparnisse des Klosters um eigene Schulden begleichen zu können, als Sicherheiten und mit oft geringerem Gegenwert erhielt das Kloster weitere Grundstücke und Nutzungsrechte übereignet.

Als die Unruhen des Bauernkrieges auch auf das Werratal übergriffen wurde auch das Kloster Trostadt evakuiert, alle Chorfrauen flüchteten sich in die Stadt Schleusingen und der Klosterschatz gelangte in die schützenden Mauern der nahen Bertholdsburg. Vorsorglich wurde auch eine eigens vom Grafen beauftragte Wachmannschaft nach Trostadt in Marsch gesetzt, sie sollte das Klostergelände vor Plünderungen und Verwüstungen schützen, unglücklicherweise fanden diese Söldner dort eine große Anzahl gefüllter Bierfässer. An Stelle der Bauern-Haufen trafen Plünderer aus Themar und einigen Nachbardörfern am Kloster ein, nachdem sie vom Abzug der Chorfrauen erfahren hatten und nun „herrenloses Gut“ erbeuten wollten. Die Schutztruppe der Trunkenbolde soll hierbei keine Hand gerührt haben, doch hielten sich die Zerstörungen in Trostadt in Grenzen. Nach der Niederlage der Bauern nahmen die Chorfrauen ihr Kloster Trostadt wieder in Besitz. Im Verlauf des Zweiten Markgräflerkrieges wurde Kloster Trostadt 1579 abermals überfallen, die letzten Chorfrauen verließen nun endgültig, mit Zustimmung ihres Bischofs das Henneberger Gebiet.

Aus dem säkularisierten Kloster wurde ein Gutshof geschaffen.

Das Kirchengebäude selber ist im Grunde nur noch ein großer leerer Scheunenraum. An den Wänden lassen sich wenige Reste von romanischen Rundbögen ehemaliger Fenster sowie an der Ostseite die Ansätze eines Kreuzgewölbes erkennen.

Der idyllische Ort Trostadt mit seiner wunderschönen Klostermühle und den Fischzuchtanlagen gilt als beliebtes Ausflugsziel. Die im staatlichen Besitz befindlichen ehemaligen Klosteranlagen werden liebevoll gepflegt von einem örtlichen Förderverein, der sich auch um eine Nutzung der Gebäude im Sinne des Gemeinwohls bemüht.

 

Quellen:

http://www.kirchenkreis-hildburghausen-eisfeld.de/Gemeinden/Trostadt.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Trostadt

Additional Hints (Decrypt)

Fgrvaunhsra - iba qre Yngrearafrvgr nhf qnehagre tervsra

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)