Josef Friedl wurde am 05.März 1758 zu Sobedraz, Herrschaft Worlik als viertes Kind der Eheleute Franz und Veronika Friedl geboren.
Am 13. Februar ???? wird Friedl als Hofjäger in Schwarzenbergische Dienste aufgenommen.
Auf Graf Rottenhanischen Herrschaft in Rotenhaus studierte er die dortige Forst- und Waldsystemisierung und wurde anschließend nach Schwarzenberg beordert. Friedl fand in Schwarzenberg die Wälder in einen total verwahrlosten, trostlosen Zustand vor. Es wurden alle Reviere geometrisch aufgenommen und Karten ausgearbeitet, der Aufforstungsbetrieb wurde mit großer Intensität betrieben. Nach der Pensionierung von Forstmeister Vogel wird Friedl 1787 zum Forstmeister der Standesherrschaft Schwarzenberg, erst jetzt hat er freie Hand zu Durchführung seiner großen Pläne und Reformen.
1801 gründete Friedl das Forstinstitut in Schwarzenberg. Bis 1815 bildete Friedl Förster für die Schwarzenberger´schen Reviere in Böhmen und Schwarzenberg aus.
Josef Friedl war ein außerordentlich begabter Forstmann, der seine Zeit weit überragte. Die Maßnahmen, die er in den Waldungen der Standesherrschaft Schwarzenberg durchsetzte, haben bald Früchte getragen. Er hat die Umwandlungen der Nieder- und Mitterwälder vorbereitet und seine Nachfolger haben mit Erfolg das von ihm begonnene Werk fortgesetzt.
Noch zu Lebzeiten wurde Friedls erfolgreiche Tätigkeit gewürdigt und er wurde zu seinem 50jährigen Dienstjubiläum am 16. Mai 1833 zum Forstrat ernannt. Forstrat Friedl starb noch als aktiver Forstmann am 23. Juni ???? und fand in Scheinfeld die letzte Ruhe.
Im Jahre 1904 wurde Friedls Andenken durch einen Denkmal geehrt das auf der so genannten Frostmeisterwiese gesetzt wurde. Die Aufschrift lautete: „ Dem Schöpfer dieser Wälder“. Das Denkmal wurde 1959 am Frostmeisterweg erneuert mit der Aufschrift „Dem Pfleger dieser Wälder, Forstrat Friedel, ???? – ????“.