Carl Friedrich Goerdeler (1884 - 1945) war im 2. Weltkrieg Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. Er gehörte zu den führenden Köpfen der Widerstandsbewegung und sollte nach dem Attentat am 20. Juli 1944, an dessen Planung er maßgeblich bebeiligt war, das Amt des Reichskanzlers übernehmen. Goerdeler stammte aus einer preußischen Beamtenfamilie und war Kommunalpolitiker in Leipzig.
Die Machtübertragung an die NSDAP bewertete Goerdeler zunächst positiv. Aus seiner konservativen Weltanschauung heraus weigerte er sich von Anfang an, Mitglied der Partei zu werden. 1936 wurde er zum entschiedenen Gegner. Mit Beginn des 2. Weltkriegs bildete sich um Goerdeler ein konservativer Kreis des zivilen Widerstands heraus, der das Ende der NS-Herrschaft herbeiführen wollte. Der sogenannte "Goerdeler-Kreis" war ein geistiges Zentrum der Opposition gegen Hitler und verfügte über viele Kontakte zu anderen Widerstandsgruppen.
Nach dem Scheitern des Attentats vom 20. Juli 1944 wurde Goerdeler im August 1944 denunziert und vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt. Carl Friedrich Goerdeler wurde am 2. Februar 1945 in Berlin hingerichtet.