Der Cache ist ein Small-Plastik Behälter
Inhalt: Logbuch, Bleistift
Geschichtliche Hintergrundinfos:
November 1425
Da die Hussiten im Weinviertel eingefallen waren befürchtete man, dass sie auch in das Waldviertel vordringen würden. So traf Otto von Maissau als oberster Marschall des Landes Maßnahmen zur Hebung der Verteidigungskraft. Unter anderem wurde den Städten Krems und Stein befohlen 80 wohl bewaffnete Krieger nach Zwettl zu entsenden, die dem Hauptmann von Zwettl Friedrich den Fritzendorfer, der zugleich auch das Amt des Stadtrichters ausübte, zu Hilfe kommen sollten. Weil sich die Feinde aber diesmal noch nicht blicken ließen, zogen die Bewaffneten wieder ab.
Im März 1426 drangen die Hussiten in das östliche Weinviertel vor, und gegen Jahresende überschritt ein hussitisches Heer unter Jindrich ze Stráze (Heinrich von Platz) die Grenze bei Weitra. Die geängstigten Weitraer Bürger schlossen die Tore und verständigten durch einen Boten die Nachbarstadt Zwettl von der Ankunft des Feindes. Die Zwettler entsandten am nächsten Morgen zwei Reiter zur Aufklärung, welche die Hussiten aber bereits im Anmarsch trafen. Sie machten schleunigst kehrt und während der eine nach Zwettl zurück ritt, meldete der andere im nahen Kloster das Herannahen des Feindes. Die Bürger der Stadt rüsteten zur Verteidigung. Die Mönche in Stift Zwettl, die keine Verteidigungsmöglichkeit sahen, beschlossen zu fliehen.
Der Konvent floh bis auf zwei Laienbrüder in die befestigte Stadt Zwettl, nach Krems, wo man im Dominikanerkloster Unterschlupf fand und auch in die nahen Wälder. Tatsächlich schloss das Hussitenheer die Stadt Zwettl ein. Es sollen nach einer zeitgenössischen Quelle 4000 Mann zu Fuß und zu Pferd gewesen sein, die Zwettl belagerten (allerdings übertrieben die mittelalterlichen Chronisten bei den Zahlen meist kräftig). Nach einer kurzen und erfolglosen Belagerung zogen die Hussiten nach Stift Zwettl, wo sie nur die zwei bereits erwähnten Laienbrüder vorfanden. Vom Sakristan Paul wollten die Hussiten das Versteck der Klosterschätze erpressen. Er konnte jedoch durch eine Mauerlücke entkommen und so sein Leben retten. Den geistig behinderten Bruder Erhard aber erschlugen die Hussiten. Dann plünderten sie das Stift und errichteten auf dem Weinberg ihr Lager.
Am folgenden Tag, dem Neujahrsmorgen 1427, versuchte Jindrich ze Stráze mit seinem Heer neuerlich die Stadt Zwettl zu erstürmen. Als das wieder erfolglos war, zerstörten sie alles, was außerhalb der Mauern lag, die Vorstädte, den Oberhof und das Spital, das sich damals vor dem Unteren Tor befunden hatte. Auch die Pfarrkirche auf dem Berg erlitt großen Schaden. Dann zogen sie abermals gegen das Kloster. Sie brannten es nieder und verwüsteten die umliegenden Dörfer, Höfe und Grangien. Am 3. Jänner 1427 zogen sie über Windigsteig und Dobersberg wieder ab und legten auf ihrem Rückweg alle Ortschaften in Schutt und Asche.
Die Stadt Zwettl wird in meiner Schatz der Mönche Serie nur einmal von einem Hussitenheer angegriffen. Tatsächlich kam im März desselben Jahres noch ein zweites Heer in die Gegend. (siehe Die Schlacht am Weinberg) Das verlassene Kloster und die umliegenden Dörfer wurden wieder geplündert und alles ein zweites Mal niedergebrannt, sodass nur die kahlen Mauern übrig blieben.
Die Schlacht am Weinberg
Am 12. März 1427 belagerten angeblich 16 000 Mann, Fußvolk und Reiterei, unter dem Kommando Prokop Holýs neuerlich die Stadt Zwettl. Zwei Tage und zwei Nächte lang wurde gekämpft, doch auch diesmal vergebens. Zur Aufbringung von Lebensmitteln brandschatzten die Belagerer in immer größerer Ausdehnung die ganze Umgebung und drangen mit Streifscharen bis weit in das Kremstal vor. Auf die Kunde von diesem Einfall zog Herzog Albrecht V. alle verfügbaren Kräfte bei Krems zusammen.
Reimprecht von Wallsee befehligte die Oberösterreicher, Leopold von Krayg die Niederösterreicher, weiters sollen Otto von Maissau und die Herren von Liechtenstein, Puchheim und Neuberg in diesem Aufgebot mit dabei gewesen sein. Über die Größe dieses österreichischen Heeres sind keine Zahlen bekannt.
Am 25. März 1427 stieß das Entsatzheer auf die Hussiten, und es kam bei Zwettl (vermutlich auf dem Weinberg) zu einer blutigen Schlacht. Die Österreicher schlugen den Feind in die Flucht. Anstatt aber die fliehenden Hussiten mit Nachdruck zu verfolgen, plünderten die Sieger die Wagenburg und wurden dabei von den sich wieder gesammelten Hussiten angegriffen. Mit Mühe konnten die Österreicher die Stadt erreichen, wo sie Schutz fanden. Die Hussiten metzelten alles nieder, was nicht schnell genug flüchten konnte. Nach drei Tagen zogen sie in Richtung Altenburg und Horn ab.
Wie der Volksmund berichtet, ließen später die Zwettler Bürger zur dankbaren Erinnerung an die abgewendete Gefahr am Südhang des Weinbergs einen Gedenkstein, das so genannte Hussitenkreuz setzen. Eine andere Sage erzählt, dass der "Rittersprung", ein Marterl, ebenfalls am Südhang des Weinbergs, von einem österreichischen Ritter errichtet wurde, der sich an diesem 25. März 1427 mit seinem Pferd vor den nachstürmenden Hussiten über den Kamp retten konnte.
Beim Rittersprung habe ich den Cache versteckt. Wer möchte, kann sich auch noch das Hussitenkreuz ansehen. Es befindet sich in der selben Straße nicht weit vom Rittersprung entfernt.
Happy Caching!