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Steine wie Bauchspeck EarthCache

Hidden : 11/8/2013
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   not chosen (not chosen)

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Geocache Description:

Der Böttinger Marmor


Vor 15 Millionen Jahren durchzogen rund dreihundert Vulkanschlote den Untergrund der Schwäbischen Alb. Aber diese Vulkane spuckten kein Feuer, sondern Dampf und kochend heißes Wasser.

Die trichterförmige Spalte eines solchen Wasser speienden Vulkans kann man heute noch in Böttingen besichtigen. Am besten mit einem ortskundigen Führer wie dem Höhlenforscher Klaus Gebhard von der Arbeitsgemeinschaft Höhle & Karst: "Man kann sich das ungefähr so vorstellen, wie den Geysir 'Old Faithful' im Yellowstone National Park: Aus dem Quelltrichter kam heißes Wasser raus. Alles, was da im Weg war, wurde mit einer Kalkschicht überzogen."

Stündlich überschüttete der Wasservulkan die Umgebung mit kochendem kalk- und eisenhaltigen Wasser. Tiere und Pflanzen in der Umgebung "verkalkten" dadurch im wahrsten Sinn des Wortes. Sie wurden eingeschlossen in eine neu entstehende Gesteinsschicht, in den so genannten Thermalsinterkalk: weiß vom Kalk und rostrot vom Eisen.

Das Vorkommen des „Böttinger Marmor" befindet sich heute am Rande eines Maares, welches im Miozän entstand. Vor etwa 14 Mio. Jahren gab es am Rand dieses Maares eine Spalte mit periodischen Thermalwasseraustritten bzw. Geysiren. Das bei diesen Wasseraustritten ausgefällte Calciumkarbonat ließ den „Böttinger Marmor" entstehen. Die rotweiße Bänderung entstand durch unterschiedliche Eisengehalte.

Dem bunten Erscheinungsbild ist es zu verdanken, dass der „Böttinger Marmor" als solcher überregional bekannt wurde. Wurde der Stein bis zur Mitte des 18. Jh. nur örtlich als Baumaterial verwendet, kam er mit dem Ausbau des Stuttgarter Residenzschlosses (Neues Schloss) von 1760–1762 zu herrschaftlichen Ehren. Er wurde für Wandverkleidungen in Sälen und repräsentativen Treppenaufgängen verwendet. Mit der gestiegenen Nachfrage vergrößerte sich auch der Steinbruch in Böttingen.

1872 war das Vorkommen aber bereits größtenteils erschöpft. Eine Wiederbelebung des Abbaues erfolgte zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Ein neuer Steinbruch wurde angelegt sowie ein Kran, eine Lorenbahn und eine Bandsägen- und Schleifanlage errichtet. In diese Abbauphase fällt die Entdeckung des „Böttinger Marmors" als bedeutende Fossilfundstelle. Zahlreiche Reste von Pflanzen, Insekten, Tausendfüßlern, Schnecken, Spinnen und verschiedenen Wirbeltieren sind aus dem „Böttinger Marmor" bekannt.

Die Entstehung des „Böttinger Marmors" aus einer Thermalquelle bringt es mit sich, dass die Fossilien in außergewöhnlicher Form überliefert sind. Die Körper sind nicht flachgedrückt, wie z. B. bei den Funden aus der Grube „Messel", sondern als Abgüsse bzw. Hohlformen räumlich erhalten. In Fledermaus-Hohlformen finden sich z. B. Abdrücke von Teilen der Flughaut oder der Ohrenpartie. Der Erhaltung wegen, wurden die Fossilfunde aus dem „Böttinger Marmor" in Wissenschaftskreisen schnell national und international bekannt.

Bereits in den 1930er Jahren führten geowissenschaftliche Vereinigungen wie die Deutsche Geologische Gesellschaft und die Oberrheinische Geologische Vereinigung Exkursionen nach Böttingen. Auf die herausragende Bedeutung des Böttinger Marmorbruchs als „Lehrstück für die Erdgeschichte" machten aber auch immer wieder Heimat- und Naturschutzverbände aufmerksam.

 

Zum Loggen dieses Earthcaches, sende uns die Antworten zu folgenden Fragen:

1) Wie kommt diese Marmorierung zustande?

2) Beschreibe die Struktur der Steine!

3) Wie groß ist der prozentuale Anteil an weißem und an rotem Gestein?

Optional: Ein Foto von euch bei dem Denkmal!

Nach dem Beantworten der Fragen könnt ihr den Cache sofort loggen, falls etwas nicht stimmen sollte, melden wir uns bei Euch.

 

Quelle: http://www.fachdokumente.lubw.baden-wuerttemberg.de

 

 

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