Der Mittlere-Isar-Kanal ist ein Kanal parallel zum Mittellauf der Isar; er zweigt im Norden von München rechts von der Isar ab und mündet nach etwa 64 Kilometern bei Landshut wieder in den Fluss. Der Kanal bildet mit sieben Wasserkraftwerken eine Kraftwerkstreppe, um das Gefälle von insgesamt 109m zur Stromerzeugung zu nutzen.
Die Idee, mit einem Kanal den Höhenunterschied von gut 80 Metern zwischen München und Moosburg zur Elektrizitätsgewinnung zu nutzen, stammt von Oskar von Miller. Sie wurde aber zunächst nicht weiterverfolgt, da es zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts unterschiedlichste Überlegungen gab, ob und wie die bayerischen Wasserkräfte zur Gewinnung elektrischer Energie ausgebaut werden sollten. Das Bay. Staatsministerium des Inneren veranlasste Ende 1917, dass sich verschiedene Banken und einige Industrieunternehmen zu der Mittlere Isar GmbH zusammenschlossen, um das Gefälle von 88m zwischen München und Moosburg auszunutzen. Dabei war zunächst daran gedacht, Kanäle mit einer Kapazität von 95m³/s und verschiedenen Staustufen entlang der Isar zu bauen. Die Stadt München, die bei Moosburg bereits das Uppenbornwerk betrieb, sollte an dem Projekt beteiligt werden. Der Kanal wurde schließlich zwischen 1920 und 1924 für eine Wasserführung von 125 bis 150 m³/s gebaut und ist an dieser Stelle ca. 4,4m tief.
Quelle: wikipedia.de