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Petri-Stein Multi-Cache

Hidden : 11/30/2013
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

Deutschland, Hessen, Landkreis Gießen, Gemeinde Fernwald, Steinbach

Petri-Stein

Schlechte und wahrlich harte Zeiten waren vor mehr als 150 Jahren auch in Mittelhessen allgegenwärtig. Damals wurden Menschen sogar wegen einem Bündel Holz erschlagen. So geschehen am 23. Februar 1859, als der Fürstlich-Solms-Licher Forstwart Joh. Petri aus Albach im Alter von 78 Jahren vom Garbenteicher Johann Christian Licher, mit einer Axt im Dreieck zwischen Garbenteich, Steinbach und Lich mitten im Forst erschlagen wurde.
An diese schreckliche Geschichte, die mit der Verurteilung am 13. April 1859 des ertappten Garbenteicher Holzdiebs und seiner Enthauptung am 25. Juni 1859 in Gießen endete, erinnert dieser Stein.
„Holzfrevel“, wie der Diebstahl von Brennmaterial in diesen Zeiten genannt wurde, war aufgrund der großen Armut der Bevölkerung weit verbreitet. Den so genannten Hausbrand konnten nur die Wenigsten bezahlen, dafür durfte man streng geregelt „Leseholz“ sammeln. Beile und Äxte dürfte man dabei nicht mitführen.
Der „Petri-Stein“ erinnert dabei an den eingangs genannten Fall aus dem Jahr 1859 in dem „Täter“ als auch „Bewacher“, die Opfer der damaligen gesellschaftlichen und sozialen Umstände wurden.
Petri habe einen Schlag mit der Axt in den Hals und die Kinnlade bekommen. „Scholtese Louis“, ein “geistig minderwertiger Mann” aus Steinbach, lenkte die Spur der Gendarmen auf den 25-jährigen ledigen Johann Christian Licher aus Garbenteich. Die blutige Axt und Kleider wurden bei ihm gefunden. Aber auch dem ermordeten Förster wurde vom Steinbacher Tambour Krämer noch Böses nachgesagt. Dieser hatte mit ihm im Spanien-Krieg bei Napoleons Truppen gedient. Der erzählte nach dem Tod seinen beiden Söhnen von Petris Kriegstaten. „Der Mann konnte keines anderen Todes sterben, so hat er in Spanien gehaust.“ Die 1924 gestorbene Garbenteicherin und Tochter des damaligen Bürgermeisters Anna Maria Schwarz berichtete aus den Verhören des Mörders, dass er auf die Frage wo er gewesen sei geantwortet habe „In den Dipplöcher“ und das Blut stamme vom Schlachten eines Hasen. Die Axt als Tatwerkzeug wurde im Schuppen des Bürgermeisters sichergestellt und lehrte die Kinder noch lange Zeit das Fürchten, erzählten die alten Garbenteicher. Die letzten Wünsche des Mörders nach seiner Verurteilung durch Köpfung waren laut Überlieferung eine letzte Rasur, ein schöner Anzug und ein gutes letztes Mahl.

Schnell werdet ihr bei der Onlinerecherche die Koordinaten N 50° 32.276 E 008° 47.478 ermittelt haben, deswegen habe ich sie als Ausgangspunkt genommen. Ich kann euch aber auch jetzt schon sagen dort ist er nicht. Ihr seit dem Ort aber schon sehr nah. Deswegen geht hin und sucht ein bisschen.
Wenn Ihr ihn gefunden habt, macht eine möglichst genaue Messung um mit einer Peilung von 354° und 70 m zum Final zu kommen.

Additional Hints (Decrypt)

Nhs qrz Onhzfghzcs yvrtg rva Unaqonyy tebßre Fgrva.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)