Die Schaeferstrasse verläuft von der Fußgängerzone bis zum Herner Stadtgarten. Heute befinden sich hier vorwiegend Wohnungen sowie einige Arztpraxen und Anwaltskanzleien. In der Nähe des Stadtgartens befinden sich zwei Sportplätze mit Fußballfeld, Laufbahnen und Weitsprungeinrichtungen. Die Wohnhäuser haben den zweiten Weltkrieg größtenteils überstanden, so dass sich hier viele Altbauten mit schönen Fassaden und hohen Räumen befinden.
Um 1920 stand mitten auf der Schaeferstrasse ein Kaiser Wilhelm Denkmal.
Im Jahr 1911 wurde an der Ecke zur heutigen Hermann-Löns-Strasse eine prächtige Synagoge errichtet, die neben großzügigen Bleiverglasungen und einem Eichenportal auch einen Marmorbrunnen in der Vorhalle aufweisen konnte. Die Synagoge wurde in der Reichsprogromnacht vom 08. auf den 09. November 1938 vollständig zerstört. In den Morgenstunden gelang es Moritz Feuerstein, unbemerkt eine Thora-Rolle aus dem brennenden Gebäude zur retten. Die Rolle wird heute in Israel in Ramat Gan In aufbewahrt. Sie ist das Einzige, was von der Synagoge über geblieben ist. Auf dem Gelände befindet sich heute das Gebäude der AOK Herne. Eine Gedenktafel erinnert an das ehemalige Gotteshaus.