Keichn
= Beschwerliches Atmen
Im Niederdeutschen bedeutet "köchen" ein beschwerliches Husten. Es ist ohne Zweifel die Nachahmung des Lautes, der dabei gehört wird. Daher auch der Begriff des Keichhustens, bei dem das Atmen sehr erschwert ist. Der Leidende ist in Gefahr zu ersticken, daher auch die Bezeichnung Stickhusten. Im Mittelhochdeutschen heißt es "kiche" und bedeutet hüsteln. Altenglisch "to kek", Neuenglisch "to kaw for breath"= schnaufen, Atem holen, nach Luft schnappen. Interessant ist, dass früher der Kerker, das Gefängnis für Sträflinge auch als "Keichn" bezeichnet wurde. Sprachforscher erklären es damit, dass sowohl für den Kranken, wie auch für den Sträfling augenscheinlich die "Luft" knapp ist.